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Schneekugel

Gestern war neben dem deprimierenden Mittwochsunterricht auch die Weihnachtsfeier. Und die war in mancher Hinsicht, wenn auch nicht in aller, weniger deprimierend. Zum einen waren 5 von unseren Leute da, mich eingeschlossen, also eine nette kleine Gruppe. Auch eingeschlossen: sie. Saß die ganze Zeit neben mir, bis auf die Minunten, wo sie mal verschwand. Mehr als 2 Stunden. Und natürlich, von einem ganz nüchternen Standpunkt aus betrachtet, war es fast schon ein Erfolg. Ich würde nicht unbedingt von langen Gesprächen reden, aber ich erfuhr viel über sie, und sie sicher auch viel über mich. Allein: Die Atmosphäre war eine andere als vor 3 Wochen, wo ich noch dachte, dass daraus irgendwas wachsen könnte. Genau das Gefühl hatte ich kein bisschen. Ich vermute mal ganz keck, weil sie mir dieses Gefühl einfach nicht gegeben hat. Darum war es zwar gewissermaßen schön so wie es war, aber es lief auch vollkommen ins Leere.
Als dann die Karaoke aufgebaut und wieder vom Tisch geschmissen wurde, entschied man, woanders weiter zu trinken. Da saß ich ihr dann gegenüber, schaute sie an, schaute mein Alibi - Bier an. Allmählich wurde der Abend später und die Gespräche schweigsamer, also zogen wir ab. Nach wenigen Metern trennte sich die Gruppe, nur der gute Bekannte und ich hatten noch eine gemeinsame Richtung. Er sagte "Ai dann bis morgen", ich darauf "Jo, tschö", er bog ab, ich drehte ihm den Rücken zu, und alles sackte ab. Wie eine Schneekugel, nur mit Blei. Solange man sie schüttelt, ist alles federleicht, aber sobald man aufhört, fällt das Zeug runter. Als würde sich alles aufstauen.
Ich war ihr so nah, und hätte doch kaum weiter weg sein können.
Heute Morgen sah ich sie im Unterricht wieder, sie wirkte nicht so, als würde sie Zeit, Nerven oder Lust haben, so zu tun, als würde sie mich kennen. Es passte gut ins Bild. Ich legte meinen Kopf auf die Arme, schaute sie an und dachte an das, was ich beim Frühstück im Fernsehen gesehen hatte. Es war der Schluss einer Sendung, in der es anscheinend um einen Jugendlichen geht. Als ich einschaltete, sagte seine Stimme gerade aus dem Off: "Aber so ist das nunmal. Man nimmt keine Drogen und bringt keinen um, außer sich selbst, jeden Tag ein bisschen mehr." Die Kamera zeigte 2 Stühle, offensichtlich in einem Klassenraum, auf dem hinteren eben jener Kerl, vor ihm ein anscheinend hübsches, auf jeden Fall aber blondes Mädchen, das vielleicht auch nur ein Statist war.
19.12.08 00:14


Kopf im Sand

Ich bin wieder zu Hause, Ferien sei Dank, und kann jetzt hoffentlich alles mit etwas mehr Abstand betrachten. Oder verdrängen. Momentan drängt sich mir aber die Frage nach dem Warum auf. Die Wende kam in der ersten Woche nachdem ich die E-Mail geschrieben hatte. Vielleicht war damit eine Schwelle erreicht bzw. übertreten? Oder, und das trägt den leichten Schwankungen danach mehr Rechnung, ist da etwas vorgefallen, was gar nichts mit mir zu tun hat? Manch aufgeschnappter Halbsatz legt das nahe.
Ich werde das aber wohl nie erfahren...

Heute Abend ist, hoffentlich zu meiner Ablenkung, Stufentreffen in einer Pizzeria. Mal schauen, wer so kommt.
20.12.08 17:35


Longitudinale

Schien zu funktionieren. So halbwegs. Zwar hab ich den allergrößten Teil der Zeit im Gespräch mit meinem ehemaligen Chemie - Sitznachbarn verbracht, und mit dem Rest nicht so besonders viele Worte gewechselt (standen auch nur ca. 10 weitere Leute zur Auswahl, was eine Anwesenheitsquote von grob 10% ergibt), aber gewissermaßen war es damit auch wie früher.
Gestern Abend lud mein Cousin dann zu einer LAN ein, die seltsam war, weil sie zu einem beträchtlichen Teil (2/6) aus seinen Säuferkumpanen bestand. Aber, wenn sie nicht gerade eine ihrer Atzenpartys feiern, scheinen sie gar nicht so asi zu sein, wie mir das immer erscheint. Nur so ein bisschen.
Unter Umständen werde ich aber mit genau diesen Leuten Silvester verbringen. Silvester... es gibt schlimme Tage. Es gibt Tage, die brennen sich auf ewig in das kollektive Gedächtnis ein. Und es gibt Silvester. Aber das kommt jedes Jahr. Der Tag, der mir zeigt, wie konsequent ich war, als ich alle Brücken hinter (und zu) mir abgebrochen habe. Wie jedes Jahr gilt es also, einen Mittelweg zu finden, bei dem ich erstens meine Würde nicht verliere, indem ich bei meinen alten Schulfreunden bettele, mitfeiern zu dürfen, in der Hoffnung, es wird vielleicht doch kein Desaster, zweitens den Eindruck vermeide, verrückt zu sein, weil ich einfach zu Hause bleibe, und es drittens irgendwie schaffe, einen Abend zu verbringen, der mir nicht in jeder Sekunde auf den Sack geht. Denn mit dieser Option sind zumindest mal Punkt 1 und 2 erfüllt.
Thema F (ha!): Ich muss zwar angestrengt nachdenken, um ein Bild ihres Gesichtes vor mein geistiges Auge zu bekommen, aber immerhin klappt es meistens. Das zeigt bestimmt noch etwas anderes, aber auf jeden Fall zeigt es, dass die Sache so schnell doch nicht verschwindet. Ich meine, ich bin nicht blind, ich sehe ziemlich genau was sie ist und was ich nicht bin. Aber so viele von den kleinen Dingen, die sie letzten Mittwoch gesagt und gesungen hat, können zwar immer noch aus 5 verschiedenen Quellen kommen, schließen aber dafür 10 andere aus. Und das so gezeichnete Bild macht das Vergessen nicht eben einfacher. Im Gegenteil.
Der Januar wird hart werden, wenn sich nicht wieder urplötzlich ihr Verhalten wieder dreht.
22.12.08 22:15


Heute ist nichts passiert, schließlich ist Weihnachten. Zumindest so ein bisschen.
Mir ist drinnen warm, draußen kalt, überall meistens langweilig. Ich komme dazu, mein Buch weiterzulesen und versuche wieder mehr, zu vergessen. Dieses bedrückende Gefühl verwandelt sich in einen gleichförmigen Schatten, der keinen Mittelpunkt mehr hat.
Ich ertrinke in fester Schokolade, begutachte neue Telefone und DVD - Player und bin fasziniert von der "Welle".
24.12.08 23:58


Möglicherweise bin ich einfach von der Konsistenz der meisten Lagwagon - Alben verwöhnt, aber Bad Astronaut versagen an dieser Front doch ziemlich, finde ich derzeit. Dafür gewinnen sie an anderen Stellen haushoch: Balladen. Auf ein Lied Epos wie 'The "F" Word' habe ich einfach mein Leben lang gewartet. Dazu kommt noch, dass ich wohl alt werde und Haudrauf - Geknüppel und Lautstärke nicht mehr ganz so viel abgewinnen kann. Leise Resignation. Das ist es.
Vorhin war mein Cousin hier, mit Familie wegen Weihnachten und so, und der meinte, er hätte unter Umständen Lust auf eine LAN an Silvester. Es lässt sich nicht in Worte fassen, wie sehr mir das entgegen kommen würde.
26.12.08 23:30


Der gestrige Eintrag kaschiert ziemlich viel, fast mehr als er verrät.
Zum Beispiel eine gewisse Enttäuschung gegenüber Weihnachten generell und den CDs, die ich mir gewünscht habe, im speziellen. Und noch spezieller Bad Astronaut. Die fingen so vielversprechend an.
Und das Gefühl, das seit 2 Wochen einfach nicht weggehen will, das mich glauben macht, dass ich ein Mal zu oft auf die Nase gefallen bin.
Donnerstagnacht sah ich einen hell erleuchteten Sternenhimmel. Heute Morgen im Traum saß sie mir an einem weißen Gartentisch gegenüber. Und das alles bricht mir das Herz. In jedem Augenblick, mit jedem Atemzug.
27.12.08 20:51


Erfolgsgeschichte

Gestern klappte ziemlich viel. Zuerst vergrub ich meine Gefühle unter einer dicken Decke aus Langeweilie. Die wiederum vergrub ich dann unter einer Reihe nutzloser Aktivitäten. Zuerst schrieb ich zur Übung einen Text aus dem Lehrbuch ab (Ferien zum Trotz) und merkte: "Oh, ich verstehe, was ich da schreibe." Dann spielte ich etwas Gitarre und merkte: "Oh, das klingt ja wirklich wie Musik!" Dann fiel mir auf, dass es schon fast 3 Jahre sind, die ich mit diesem Instrument verbringe, da wurde es wohl auch mal Zeit. Dann las ich in meinem lustigen Weltraum - Heft und sah ein: "Oh, ich habe keine Ahnung, von was die da reden." Aber es ist auch egal, wenn ich nicht weiß, wie ich mir ein Schleifenuniversum vorzustellen habe, interessant ist es trotzdem.
Abends, zum krönenden Abschluss, spielte ich Counter Strike. Das mache ich öfters, aber meistens klappt einfach gar nichts, "Magnethelm" nennt man das in der Fachsprache. Gestern war es natürlich anders. Weil keiner in meinem Team so genau wusste, wie rum man die Waffe hält (zwar verbildlicht, aber nicht besonders übertrieben dargestellt), musste ich eben alles alleine machen. Vielleicht habe ich nach etlichen Jahren ja endlich gelernt, wie das geht. Das Sahnehäubchen war dann, das man mich sogar als Cheater bezeichnet hat! Virtueller Ritterschlag... War schon ziemlich lustig, ja.
29.12.08 20:34


Nix wie raus hier

Ich werde das Jahr so beenden, wie ich es gelebt habe: Mit dem Minimalziel, so unbeschadet wie möglich durchzukommen. Das ganze wird im Jugendraum ca. 100m von unserem Haus entfernt stattfinden, das heisst das zweitgrößte Problem wird es sein, nicht einfach um 0:01 Uhr nach Hause zu gehen. Aber: Wenn ich dann morgens wieder aufwache, bin ich in meinem Bett (hoffentlich) und nicht irgendwo im Siff.
2008... Das Jahr war vor allem darauf aus, alle "Fortschritte", die 2007 gebracht hat, wieder aufzuessen. Langsam und genüsslich. Ich hoffe ja, dass das nicht nur so aussieht, sondern wirklich das gleiche Prinzip ist wie bei den Englisch - Arbeiten in der 8. Klasse: 2+ und 3, immer abwechselnd, darauf war Verlass. Möglichkeiten genug gibt's wohl. Vor allem mal das Semester in Taiwan, wo ich in der gleichen Stadt sein werde wie das wahrscheinlich netteste Mädchen aller Zeiten (oder zumindest 2007, weil ich von ihr jetzt auch lange nichts mehr gehört habe), nur halt an einer anderen Uni. Und weg werde ich sein. Einfach weg. Klingt ausgezeichnet.
In einer Woche werde ich Anna wiedersehen. Jetzt, da das schlimmste überwunden scheint (ich stelle mir nur noch ständig vor, wie es sich wohl anfühlt, wenn sie mich umarmen würde, aber das ist Normalzustand), hoffe ich insgeheim auf eine weitere unerwartete Stimmungsschwankung. Und freue mich darauf, sie zumindest mal zu sehen, zur Not eben aus der Ferne.
30.12.08 23:03


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