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Eu gosto de

In den letzten Tagen habe ich mir Öl, Butter und Schokoeis auf diverse T-Shirts gespritzt. Nur die ersten beiden Substanzen kamen aus einer Pfanne gehüpft.
Sie sagt, sie mag meine Pfannkuchen, weil sie von mir sind. So schlecht waren sie bis auf den einen und kleinere Schwierigkeiten auch gar nicht.
Gestern hat sie mir geholfen, meine Wohnung fertig auszuräumen und noch mal sauber zu machen. An der unmöglichsten Stelle hat sie zu weinen angefangen. Seit gestern Abend kurz vor Mitternacht bin ich wieder zu Hause und fahre Traktor. In etwa 36 Tagen bin ich für mehr als fünf Monate am anderen Ende Eurasiens. Dazwischen will sie zu mir kommen und ich werde zu ihr fahren. Wenn sie zu mir kommt, wird unweigerlich meine Familie da sein. Ich befürchte das schlimmste. Wenn ich zu ihr fahre, wird ihre Schwester da sein. Ich frage mich, wie das wohl wird.
Wir waren letzten Samstag im Schwimmbad. Sie schwimmt mindestens anderthalb mal so schnell wie ich. Um wie viel ihre Bilder besser aussehen als meine kann man nicht mal mehr in einen Faktor quetschen. Deswegen gibt sie Malkurse, nicht ich. Sie hat viel mehr Instrumente gelernt und wieder vergessen als ich. Sie versteht meine Gedankengänge und mich im allgemeinen viel besser als irgendjemand sonst, den ich bisher getroffen habe. Sie hat eine geistige Reife, die sonst immer nur mit einem Knacks und dem Erlebnis von Dunkelheit einhergeht. Nur finde ich den nirgends, und in jedem Fall äußert er sich nicht als Schwere oder Bitterkeit. Wenn sie von früher erzählt, scheint es, als wäre das über andere, langfristig gesündere Kanäle ausgeflossen.
Ich habe darüber nachgedacht, wo sich das Konfliktpotential verstecken könnte. Ich finde es nicht. Das mag nach zwei Monaten noch nichts Ungewöhnliches sein. Aber auch, wenn man die zu 90% in einer Wohnung verbracht hat? Sollte sie das einzige Mädchen sein, das ich je küssen werde, bliebe zwar die manchmal aufkommende nagende Unsicherheit, aber ich würde es nicht bereuen. Große Worte, ich weiß.
Ich war die letzten Wochen einfach nur glücklich. Hoffentlich übersteht dieses Glück die anstehende Bewährungsprobe. Hoffentlich.
2.8.13 00:08


Recheio de chocolate

Als ich sie am Sonntagnachmittag zum Bus fuhr und von einer Polizeistreife einfach so kontrolliert wurde (mal wieder), weil ich lange Haare und einen Bart habe, sagte ich zum dritten Mal zu ihr, dass sie jetzt alles gesehen habe.
Sie kam am Mittwoch. Wir liefen durch den Ort, lagen vor dem Fernseher wenn Star Trek lief, arbeiteten an ihrer Übersetzung oder ich an meinem Koreanisch-Text, fuhren für wenige Stunden mit Eier verkaufen und sie saß bei mir auf dem Traktor. Außerdem schlief sie viel, weil sie am Donnerstag krank wurde. Meine Familie verhielt sich innerhalb ihrer Möglichkeiten vernünftig und anständig.
Es war gut, dass sie da war. Sieben Tage ohne sie waren schon wieder nichts. Wenn ich nicht irgendetwas vergesse, haben wir an jedem Tag, an dem wir uns nicht gesehen haben, telefoniert. Mindestens 45 Minuten, meistens eher mit der Tendenz zum Doppelten davon. Selbst an den Tagen, an denen ich ernstebedingt erst nach 11 Uhr verfügbar war.
Unsere größte Meinungsverschiedenheit in den zweieinhalb Monaten war wahrscheinlich, welche Szene bei der Spongebob-Folge mit dem Mundgeruch lustiger war. Ich plädierte mit einem lauten Lacher für die Stelle, an der Patrick im leeren Kino auf die Klingel der Snacktheke haut und "Hallo" ruft. Sie war eher für das Autounfallgeräusch, das eigentlich von einer Marching Band kommt.
Am Wochenende werde ich zu ihr fahren, weil sie Geburtstag hat. Und weil ich bei ihr sein will. Ihre Schwester wird auch da sein und ich frage mich, wie das wohl sein wird.
Ich darf gar nicht daran denken, wie es erst sein wird, wenn ich dann bald fünf Monate von ihr getrennt bin.
Bei ihr und mit ihr bin ich glücklich.
13.8.13 23:38


Der Ausdruck "nagende Unsicherheit", den ich neulich verwendete, trifft den Sachverhalt nicht ganz. Ich weiß nicht, wann ich mir zum letzten Mal einer Sache so sicher war. Was hingegen nagt, scheint vielmehr ein Hadern mit meinem Schicksal zu sein: Ich sehe, wie einfach es mit ihr ist, und wie einfach die Sache zustande gekommen ist, und frage mich, weshalb ich dann so lange ausharren musste. Vor allem beim Gedanken an die noch relativ frischen Wunden, deren Namen HKP und Mädchen, das inzwischen vollständig abgetaucht ist, lauten, frage ich mich, warum es nicht schon früher geklappt hat. Rational sehe ich ein, dass es letztlich wohl an mangelnder Kompatibilität lag, auch wenn es sich anders angefühlt hat. Aber emotional habe ich das alles noch nicht ganz verdaut und dass ich jetzt plastisch vor Augen geführt bekomme, wie es hätte sein können, gibt dem schmerzlichen Bedauern neuen Auftrieb.
Wobei das Bedauern auch alles andere als vollständig ist. Wäre ich tatsächlich mit HKP zusammengekommen, wäre die jetzige Beziehung wohl kaum entstanden. Gleichzeitig weigere ich mich aber, den extrem langen und oft steinigen Weg der letzten Jahre teleologisch zu betrachten und mich damit zufriedenzugeben, dass der Weg gut und richtig war, weil er hierhin geführt hat. Wäre das nicht auch auf einem Weg gegangen, auf dem meine Schultern nicht so oft über den Boden hätten schleifen müssen? Wäre es nicht auch mit ein klein wenig mehr Linderung unterwegs möglich gewesen?

Betrachtet man es musikalisch, baut ein Monat mit ihr allerdings ungefähr eine Jahresladung Traurigkeit ab. Ich bin schon wieder weit vor i hate myself und Codeine angelangt. Vielleicht macht mehr Zeit auch mehr vergessen und es wächst Gras darüber. Denn das ist bisher das einzige, was sie nicht kann: die letzten Jahre ungeschehen machen.
14.8.13 12:08


Seit ich nicht mehr in einer Sinnkrise stecke, steckt dieser Blog in einer.

Selbst wenn ich nicht tatsächlich bei ihr bin, ersetzt das Reden mit ihr das, wofür ich früher den Blog hatte. Irgendwie fällt uns immer etwas ein, auch wenn keiner von uns tagsüber irgendetwas außer Arbeiten erlebt hat.
Am Wochenende war ich bei ihr, ihre Schwester auch. Es war ganz nett, aber doch schöner, als wir am Ende dann alleine waren. Am kommenden Wochenende will ich wieder hinfahren.
Nurmehr gute zwei Wochen, bis ich sie für länger verlassen muss. Es rückt unaufhaltsam näher.
21.8.13 12:07


100 metas

Was macht ein Blog, der in einer Sinnkrise steckt? Einen Blog darüber aufmachen? Aber das ist mir zu meta.
Das einzige derzeit wirklich relevante Problem ist ihr ständiges Fehlen. Estou com saudade de você. Letztes Wochenende war sie da, da war es besser. Als ein Rohr am Gebläse abfiel und mehrere Schubkarrenladungen Erbsen über den Boden verteilte, versprach ich ihr, nie wieder zu sagen, dass sie jetzt alles gesehen habe. Übermorgen fahre ich wieder zu ihr, dann wird es wieder besser. Aber das ist auch schon mein letztes Wochenende im Land.
Langsam macht sich der Herbst bemerkbar.

Vielleicht ist das die Unsicherheit: Weil ich keinen Vergleich habe, besteht in meinem Kopf weiterhin die Möglichkeit, dass ich nur deshalb diese Gefühle für sie habe, weil sie nett zu mir ist. Was sonst kaum jemand ist. Dass es also in Wirklichkeit eine relative Sache ist, während ich es als absolut betrachte. Ich suche also Sicherheit, wo keine sein kann. Es könnte immer sein, dass auch andere Mädchen mich so glücklich machen würden.
Das sind allerdings nur die seltsamen Gedanken, auf die ich komme, wenn ich zu lange von ihr getrennt bin. Das ändert absolut nichts an meinen Gefühlen für sie.
27.8.13 21:11





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