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σύνβίος

Sechs Wochen. Das Schlafproblem hat sich so ziemlich gelöst, ein bisschen Gewöhnung und erzwungener Sicherheitsabstand sei Dank. Dafür hat sich der Konflikt Realität vs. Beziehung auf ein anderes Schlachtfeld verlegt: In den letzten beiden Wochen war es für mich an der Zeit, die nächste Stufe der Auslandsvorbereitungen anzugehen. Da war zum einen die Suche nach einem Zwischenmieter für meine (aktuell die meiste Zeit sowieso leerstehende...) Wohnung. Und das war Nervenkitzel. Letzten Samstag kamen drei interessierte Parteien, abends hatte ich mich für eine entschieden. Die sagte direkt ab. Dann der Nächsten geschrieben und der dritten Wahl abgesagt, weil die es eilig hatte. Nummer Zwei hatte allerdings einige Fragen, die ich mit dem Vermieter klären musste, was zeitaufwändig war. Als endlich alles klar war, sagte Nummer Zwei ab. Toll, dachte ich mir, Nummer Drei erwähnte die Eiligkeit, die wird schon was haben. Aber nein, zum Glück noch nichts Festes. Also ist seit gestern der befristete Mietvertrag unterschrieben. Außerdem musste ich den von der Uni verlangten Gesundheitscheck machen, was gestern anfing, heute Morgen weiterging und am Ende beendet sein wird. Zu allem Überfluss sind nächste Woche noch zwei Klausuren, nicht so komplizierte, für die ich mich trotzdem noch irgendwann vorbereiten muss. Dieses Semester ist am Ende fast noch schlimmer als das letzte, das schon hart war.
In jedem Fall war die ganze Zeit ständig irgendwas, und die nervliche Belastung dabei ist auch nicht zu unterschätzen. Man sollte ebenfalls nicht vergessen, dass all das fünf Monate Trennung vorbereitet.
Gestern Abend, nachdem endlich der Mietvertrag unterschrieben und damit ein Problem endgültig gelöst war, fiel der Druck etwas von der Situation ab und wir konnten einfach mal wieder zusammensein. Keiner musste noch irgendetwas für den nächsten Tag lesen oder Leuten hinterhertelefonieren. Also lagen wir mehr als anderthalb Stunden einfach ineinander verschlungen auf dem Sofa und redeten. Kein Film, keine Musik, nichts. Nur das träge verblassende Sonnenlicht. Um uns die Sorgen über die bald bevorstehende Trennung zu nehmen, sprachen wir darüber, wie es danach sein wird. Wenn Semesterferien sind, in denen ich nicht arbeiten muss. Das fand ich schon eine schöne Vorstellung. Ihr fiel ein gemeinsamer Urlaub ein, eine noch viel schönere Vorstellung. Eine, an die ich mich sehr gut festklammern könnte, wenn es darauf ankommt.
Ich weiß nicht, ob es an den vielen äußeren Widrigkeiten liegt. Dass zumindest ich so viel um die Ohren habe, dass ich mich, wenn wir uns dann abends endlich sehen, nicht in dem Maße auf sie einlassen kann, wie ich das gerne tun würde. Und dass wir uns über längere Zeit nicht sehen können, wo schon der Gedanke daran ein Gefühl auslöst, das einen Gesichtsausdruck nach sich zieht, den sie als die Erwartung zukünftiger Sehnsucht bezeichnet hat. Aber wenn ich davon absehe, bleibt als Problem eigentlich nur übrig, dass ich nicht genug von ihr bekommen kann. Und das ist ja nun kein echtes Problem.
12.7.13 23:07





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