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Silvester war ganz erträglich. Ein, zwei Freundinnen von Anwesenden haben mich zum Jahreswechsel umarmt und nach einer gewissen, nicht allzu hohen Menge Alkohol konnte ich mich effektiv unter die nicht gerade zahlreichen Stammgäste mischen. Und einen lustigen Hut tragen. Irgendwann nicht lange nach 2 hatte ich keine Lust mehr und bin nach Hause.
Auf die Neujahrs-SMS kam ziemlich direkt eine Antwort. Das kann kein vollkommen schlechtes Omen sein.
Gestern Abend war, wie in der letzten Zeit schon öfter, abends bei meinem Kumpelcousin zum Zocken. Obwohl wir zur Zeit mal wieder daran knabbern, dass unsere zehn Jahre alten Spiele langsam alt werden, ist das immer noch besser als zu Hause zu sitzen. Auf dem Rückweg, der auch die 200 Meter Silvesterrückweg enthielt, hing mal wieder der Vollmond am Himmel. Ich glaube, der Vollmond macht mich traurig.
Beim Eierverkaufen heute traf ich eine Person, von der ich schon viel gehört hatte: die Enkelin einer Oma, die auch "irgendwas mit China" macht. Sie saß da und aß ein Stück Kuchen. Zuerst sah ich sie nur aus den Augenwinkeln. Dann bemühte ich mich, nicht hinzuschauen. Als der geschäftliche Teil erledigt war, gewann der Gedanke "Irgendwie sah sie hübsch aus..." die Oberhand und ich drehte den Kopf in ihre Richtung. Fataler Fehler. Denn sie schaute mich schon an. Oder vielleicht strahlte sie mich mehr an, so als wollte sie sagen "Das ist ja interessant, das hier." -> Einzelteile. Die Zerstörung, bei der ich immer befürchte, dass keiner sie versteht, und erklären kann ich sie auch nicht. Das ist wie bei den Filmen nach 22 Uhr, die ich nur sehe, weil bei meinem Cousin ständig der Fernseher läuft: Wenn spitze Objekte Körperteile durchbohren, kann ich auch nicht hinschauen, weil es mir einfach zu nahe geht.
Es war nur ein kurzes Zusammentreffen, bei dem ich mehr erzählte als erfuhr. Zum Glück war es nur so kurz, so lässt die Wirkung schneller nach. Leider konnte ich nicht ewig bleiben.
Seit heute Abend bin ich wieder in der Unistadt, weil einiges ansteht. Das mit Abstand Schlimmste darunter ist, mir ein Thema für eine Seminararbeit zu überlegen. Oder vielleicht wird es doch schwieriger, HKP davon zu überzeugen, etwas zusammen zu machen? Ich würde das gerne per Telefongespräch machen, um dem Ganzen die richtige Gewichtung zu verleihen.
Hilfreich könnte sein, dass ich einfach gar nichts zu verlieren habe. Noch schlimmer kann alles kaum werden.
2.1.13 23:38


Der erste Versuch scheiterte an ihrem ausgeschalteten Handy.
Einen zweiten gab es nicht, weil es mir dann doch zu dumm gewesen wäre, auf die per Chat erhaltene Frage "Hast du mich vorhin angerufen?" mit einem Anruf zu antworten. Also doch auf diese Art. Sie ist zwar nicht schreiend davon gelaufen, konnte ihre Euphorie über den Vorschlag, zusammen einen Film zu schauen, aber noch gerade so zügeln. Aktuell sei sie etwas kränklich, aber nächste Woche könne man darüber reden. Und danach ging das Gespräch normal weiter.
Das könnte natürlich wieder alles bedeuten. Es ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass sie mal wieder meinen Vorschlag ablehnt und dann selbst irgendetwas anderes vorschlägt. Sind meine Ideen wirklich so schlecht? Oder sie hat darauf gar keine Lust. Und das wäre nicht gerade wünschenswert.
Auf jeden Fall werde ich langsam etwas ungeduldig.
3.1.13 22:59


Inzwischen ist es fast drei Wochen her, dass ich sie gesehen habe. Sie fehlt mir wirklich.
Zum Abschied habe ich sie umarmt, was sie bestenfalls zögernd zugelassen hat. Was bedeutete das?
Ich höre mal wieder viel zu viel "i hate myself" ("I'm getting of this ride..."). Aber abgesehen von den kurzen Hoffnungsschüben wäre alles andere auch unerträglich fröhlich.
5.1.13 00:58


Leere

Schon nach dem Aufstehen irgendwann nach ein Uhr war mir bewusst, dass es heute einfach nichts werden würde. Also habe ich es erst gar nicht versucht. Obwohl, das stimmt nicht ganz, am Anfang habe ich es noch mit einer Runde Zocken versucht, das lief aber überhaupt nicht, auf Widerstand hatte ich keine Lust, war frustriert und habe aufgehört.
Zum Glück gab es etwas, das zwischen mir und einem Tag lag, an dem ich nur die Wand angestarrt hätte: Ich habe angefangen, den Mono-Track, den ich schon mehr oder weniger rausgehört hatte, aufzuschreiben, damit auch andere etwas davon haben. Da noch nicht alles vollständig spruchreif war, hatte ich also auch noch ein paar dieser machbaren, kleinen Herausforderungen zu bewältigen. Die habe ich nicht alle geschafft, aber das war nicht weiter tragisch, und immerhin war ich auf diese Weise bis zum Abend beschäftigt. Abends hatte ich, wie gestern schon, das Zocken mit Kumpelcousin und dem anderen Bekannten über Internet zur Ablenkung.
Aber im Grunde wird es eher schlimmer als besser. Und HKP hat sich die letzten Tage auch rar gemacht. Das Gefühl, dass es ohne sie nicht geht, wird immer drängender. Ich wüsste nicht, wofür es dann noch weitergehen sollte. Wobei das nicht mal nur mit ihr persönlich zusammenhängt. Ich habe so lange ausgeharrt, jetzt ist ein Mal eine realistische Gelegenheit da, wenn das nichts wird, worauf soll ich noch hoffen?

Gestern ist der Typ in sein halbes Jahr Auslandssemester geflogen. Wir trafen uns vorgestern zufällig im Bus. Er war schon immer der Mann für die großen Abgänge.
5.1.13 23:33


Ich weiß nicht, was sie von mir erwartet. Eine große Geste? Dass ich sie in Ruhe lasse? Was immer es auch sein mag, offenbar erwartet sie nicht von mir, dass ich nach den Ferien zurückkomme und ungeduldig ein Treffen anrege.
Und ich erwarte nicht von mir, dass ich eigenmächtig nachhake und sage, wie es ist: dass ich nicht mehr warten kann. Was aber vor allem daran liegt, dass es mir dreckig geht und ich die Einsamkeit nicht mehr aushalte.
Aber was soll ich denn machen?
6.1.13 23:11


Wenn in den letzten Tagen überhaupt irgendetwas erträglich war, dann nur die kurzen Phasen der Vorfreude auf das Treffen mit HKP. Das planmäßige, in den Funktionen als Sprachpartner, das also an sich nicht viel bedeutet. Der eine Teil ist die simple Freude darauf, sie überhaupt wieder zu sehen, aber viel größer sind die Hoffnungen, die ich mir mache. Und da die unrealistisch sind und wie Seifenblasen zerplatzen werden, war selbst das auf Sand gebaut.
Und eigentlich waren es sowieso Tage, an denen ich vor dem Einschlafen und nach dem Wachwerden dalag und den Faltenwurf der Decke beobachtete. Mit dem Gedanken: "Alles andere wäre reine Ressourcenverschwendung."
Mir sind verschiedene dumme Sachen in den Sinn gekommen, die ich tun könnte. Am bewährtesten scheint es mir jetzt gerade, der Freude über das Wiedersehen nicht ganz spontan nachzugeben und ihr wieder eine Umarmung aufzuzwingen. Aber das kann sich bis morgen wieder ändern. Und dann sowieso zu dem Punkt, an dem mir die regelmäßige und etwas distanzierte Nähe mehr wert ist als der Versuch, eine Alles-oder-Nichts-Situation herzuführen.

Meine erste mittelschwere Katastrophe als Hiwi steht kurz bevor. Das ist nicht ausschließlich meine Schuld, der Auftrag kam verspätet und die angeschriebenen Stellen kooperieren nicht unbedingt. Aber das hätte ich voraussehen und dem vorbeugen müssen. Nun ja, je nachdem, wie morgen alles läuft, wird es noch irgendwie.
8.1.13 23:01


Schlüsselstelle

Wie stark der Kontrast sein kann.
Der Mittwoch war ein ziemlich grausamer Tag. Früh aufstehen zum putzen, zur Uni hetzen, nach der Stunde zur Arbeit hetzen und ans Telefon setzen. Das war wenigstens einigermaßen erfolgreich, dementsprechend ist die Aufgabe keine totale Katastrophe geworden, sondern es hapert nur in ein paar Ecken, die womöglich sowieso kaum auffallen. Und wenn ich das nicht freiwillig tue, sondern von höheren Mächten dazu gezwungen werde, bin ich am Telefon gar nicht so schlecht. Im direkten Anschluss Tandemtreffen Koreanisch, wo ich das Wenige, was ich mal wusste, über die Ferien so ziemlich komplett vergessen habe und ewig wartete, weil ich eine SMS bekommen hatte, ohne es zu merken. Dann standen die Aufgaben für den folgenden Tag an, was zwar recht glatt lief, aber immer noch ewig dauerte, obwohl ich klugerweise schon vorgearbeitet hatte.
Ich konnte mir das zeitmäßig zwar eigentlich kaum erlauben, bin aber abends dennoch noch mal nach Hause gefahren, um wenigstens eine richtige Mahlzeit zu bekommen. Dann war fast 7 und ich bin wieder los. In der halben Stunde, die mir vor dem Treffen mit HKP blieb, wollte ich noch eine weitere Sache für die Arbeit erledigen (Montag bin ich nach nur 7 Stunden an der Uni nach Hause, habe Klavier gespielt und abends eine Runde gezockt. Schwerer Fehler. Das verfolgt mich seitdem die ganze Woche, weil Dienstag plötzlich alles auf einmal kam.), was aber nur damit endete, dass ich mich mit den Gerätschaften herumschlug. So stand ich da, mittendrin in einer Sache, die einiges an Aufmerksamkeit erforderte, als HKP kam. Das war nicht die Begrüßung für sie, die ich eigentlich im Sinn hatte. Und weil ich sowieso nur brauchbares Zeug liefere (und rede und generell tue), wenn ich mich gut konzentriere, und das nach diesem langen Tag und während des leicht gespannten Wartens kaum ging, konnte ich den Mist heute noch mal von vorne machen. Naja.
Das Treffen... Es wäre wahrscheinlich zu hart, zu behaupten, dass ich auf der ganzen Linie versagt habe. Obwohl ich natürlich keine der dummen Ideen auch nur angedeutet habe und es am Ende auch nicht ich war, der sie zu mir einlud. Das war sie nämlich mal wieder selbst. Leicht erkennbares Muster 1: Wenn ich etwas vorschlage, lehnt sie ab und kommt kurze Zeit darauf mit einem Gegenvorschlag auf ähnlichem Niveau. Es gibt Schlimmeres, zumal wenn man es mal durchschaut hat. Warum es trotzdem nicht so schlimm war, dass ich nicht sonderlich viel Initiative in der Hinsicht gezeigt habe, wird daran liegen, dass ich so unzweideutig gehandelt habe, dass ihr meine wahre Absicht wohl kaum entgangen sein kann. Im Reden bin ich immer noch nicht gut (zumal nach so langen Tagen), aber es gibt ja auch andere Wege. So musste sie 25 Minuten auf ihre Bahn warten, als wir am Ende an der Haltestelle ankamen. Die blieb ich bei ihr. Mein Bus fuhr vorbei, sie wies mich darauf hin, ich zuckte nur mit den Schultern. Ich kann nicht gut schauspielern, aber das war auch nicht nötig, es war mir wirklich egal. Als sie bei dem Treffen ihren Fragenkatalog zum Deutsch in der Biedermeierliteratur (ganz furchtbares Zeug...) abgearbeitet hatte und feststellte, dass ich keine Fragen hatte, wollte sie Schluss machen. Das macht sie gern, alles um den geschäftlichen Teil herum ignorieren. Ich protestierte. Es half, aber nicht sehr lange. Hätte ich die exakten Gründe für meinen Protest genannt, hätte es vielleicht besser geholfen... oder schlechter, weil sie auf zu viel Druck ja offenbar auch nicht gut zu reagieren scheint. Als sie sich schließlich am Ende zu mir nach Hause einlud, fing sie an mit: "Aber ich fliege ja schon bald nach Hause..." Ich dachte mir so bei mir: "Äh?!? Das sind noch fast vier Wochen!" Ich weiß nicht mehr genau, was ich tatsächlich sagte, aber es kann nicht ganz falsch gewesen sein, wenn vorläufig das übernächste Wochenende angedacht wurde. Irgendwann kam ihre Bahn, sie winkte, ich war nicht mehr in einem Zustand, in dem ich ernsthaft darüber nachdachte, ihr eine Umarmung aufzuzwingen, dann war sie weg.
Was war das für ein Zustand? Schwer zu beschreiben. Aber wenn ich sage, dass ich mich wie neu geboren gefühlt habe, kommt das der Sache schon recht nahe. Leicht erkennbares Muster 2: Sie weg, Stimmung im Eimer. Sie da, Freude. Sieh da.
Es muss noch bis heute morgen gehalten haben, obwohl ich wieder früher aufgestanden bin, weil ich noch Wasser brauchte und während irgendwelcher Öffnungszeiten nirgendwo mehr hinkommen würde. Denn im Bus traf ich nach langer Zeit mal wieder auf das Busfahrmädchen. Es interessierte mich fast überhaupt nicht.
Nur brach danach im Laufe des Morgens alles wieder abrupt und radikal in sich zusammen, bis ich schließlich abends im Sport nach der Hälfte ging. Das war ein Fünftel deswegen, weil es viel zu voll war. Und jeweils zu in etwa gleichen Teilen, weil ich die Menschen um mich herum, so gut man sie dabei ausblenden kann, nicht mehr ertragen konnte, und weil ich noch Arbeit herumliegen habe. Spülen wartet beispielsweise immer noch. Ich muss irgendwann gestolpert und aus meinem Orbit ins Leben gefallen sein. Jetzt kann ich nicht mehr alles unter Kontrolle halten, am allerwenigsten die Zeit, und selbst sonst eisern verteidigte Rückzugsmöglichkeiten werden überrannt. Außerdem ist es vollkommener Mist, mitten im Sport abrupt aufzuhören, wenn man gerade warm ist. Wenn sich das mal nicht noch mit misablem oder spätem Schlaf oder dergleichen rächt. Die Sportbekanntschaft war übrigens auch da, merkte aber wohl schnell, dass mit mir nichts anzufangen war, und war dann effektiv in der Menge verschwunden.

So viel darüber zu schreiben hat mich wenigstens ein bisschen daran erinnert, warum der gestrige Abend so schön war.
11.1.13 00:06


Das geht nicht gut aus.
Zu den normalen Verpflichtungen, die ja auch schon mehr als ausreichend sind, gesellen sich langsam noch die Abschlussprüfungen aller Art. Da wären die 4 Klausuren. Von denen sind zwar zwei in nicht sehr wichtigen und auch nicht übermäßig schwierigen Sprachkursen, aber das Problem ist, dass ich das ganze Semester über fast gar nichts dafür getan habe. Vor allem bei Japanisch merke ich schon die Folgen, wenn ich z.B. im Unterricht mal so gar keine Ahnung habe, was gerade abgeht. Bei dem Fach kommt auch noch eine kurze mündliche Präsentation dazu. Koreanisch wird schon irgendwie passen, und die Chinesisch-Klausur sowieso. Bei der Nebenfach-Klausur bin ich mir noch nicht so sicher, will sagen, ich werde zumindest ein bisschen was dafür tun müssen, dass es passt.
Dann stehen eine Hausarbeit und eine Rezension an. Das wird erst wichtig, wenn das Semester vorbei ist. Und dringend wird es sowieso erst, wenn das nächste anfängt. Aber ich muss mir Themen überlegen und zum Thema der Rezension am Ende eine kurze Präsentation geben. Aber für zwei Kurse habe ich im Laufe des Semesters schon die ganze Arbeit gemacht. Zum Glück.
Irgendwie muss ich mich dazwischen eben nur noch auf das Gespräch für die Stipendienbewerbung vorbereiten. Das ist nicht viel, muss aber auch gemacht werden. Bis übernächsten Montag.
Das Problem ist auch, dass dieses Semester die Kurse erst sehr spät wegbrechen. Das bedeutet, dass ich wohl nur sehr wenige Sachen habe, auf die ich mich in Ruhe vorbereiten kann, weil nichts anderes mehr ansteht.
Hoffentlich hält sich wenigstens die Hiwi-Arbeit in Grenzen.
12.1.13 22:43


Es ist nicht so, dass HKP sich mit Händen und Füßen wehrt. Viel mehr tut sie mit irritierender Selbstverständlichkeit so, als gäbe es gar nichts, gegen das man sich wehren müsste. Nun will sie mich ja am Wochenende besuchen kommen, worüber mein Kopf schon einige Szenarien geschrieben und durchgespielt hat. Bei den Simulationen nicht mit einberechnet war allerdings die Tatsache, dass ein Treffen am Wochenende ein Grund sein könnte, das Treffen am Mittwoch abzublasen. Auf mein Nachpochen reagierte sie mit der Begründung, viel zu tun zu haben. Was bei mir auch der Fall ist, allerdings wiegt es um einiges schwerer als die Arbeitsbelastung, sie so lange nicht zu sehen. Ganz zu schweigen vom Effekt dieser Aussage.
Ich brauche ihre Nähe.
Entgegen des Eindrucks, den ich habe und den ich hier weitergebe, hat sie bisher wenig getan, was ich eindeutig als über Freundschaft hinausgehend werten könnte. Die Möglichkeit, dass hier mehr Wunschdenken als eine realistische Bewertung im Spiel ist, liegt wie ein drohender Schatten über meinem Vorhaben. Und einerseits ist die Unsicherheit zermürbend: Allzu viele Standbeine habe ich derzeit nicht, wenn ich mich also auf das eine verstärkt stützen muss, das aber von allen Seiten von der Angst angefressen wird, muss ich mich letzten Endes doch zur Hälfte selbst (er-)tragen. Andererseits ist es nicht nichts und somit besser als Gewissheit über einen negativen Ausgang.
Trotzdem. Ich habe es mir schon oft vorgenommen, aber so langsam muss ich Gewissheit erzwingen.


Ein mundäneres Problem ist, dass ich montags einerseits denke, dass ich noch die ganze Woche vor mir habe (das vor allem, wenn ich etwas tun müsste), und andererseits, wo ich denn bitteschön noch Zeit hernehmen soll (das vor allem, wenn ich wirklich nichts tue). Realistisch betrachtet habe ich wahrscheinlich passabel vorgelegt.
14.1.13 23:24


Was die Warterei auf das Wochenende erleichtert ist die Tatsache, dass die Zeit einfach nur dahinrast. Ich tanze um 9 an und taumele um 7 aus der Bibliothek Dazwischen renne ich entweder zwischen Kursen hin und her oder zerbreche mir den Kopf über unverständliche Texte, die in miserabler Qualität eingescannt wurden. Und für beide Hausarbeiten, von denen eine in Form einer Rezension sein wird, habe ich in den letzten beiden Tagen Themen aus dem Hut gezaubert, in einem Fall mit tatkräftiger Unterstützung des Dozenten. Die eine Arbeit ist damit bis zu den Semesterferien in der Schublade verschwunden (bis auf die kleine Zusammenfassung dessen, was ich zu tun gedenke plus Literaturverzeichnis), die andere fängt erst an, weil ich die kurze Präsentation dazu noch vorbereiten muss. Aber zwei weitere Probleme fallen auch wieder vom Radar, weil ich sie ebenfalls in den Ferien erledigen kann: Koreanisch und die Übersetzung. Damit bleibt neben der normalen Überlastung gar nicht mehr so viel Extraaufwand.
Also ist dementsprechend schon fast wieder Freitag, wenn ich es morgen erst einmal aus dem Bett geschafft habe. Uncool wäre es natürlich, würde ich HKP erst am Sonntag treffen. Ich hätte sie gerne nahe bei mir. Ich würde gerne mal den Ausdruck "eng umschlungen" benutzen können, selbst dann, wenn es nicht um Träume oder Tagträume geht.

Eine Sache war noch, die mir gestern beim Schreiben ganz entfallen war, und das mit gutem Grund: ich habe nämlich keine Ahnung, was das bedeutet, oder ob das überhaupt irgendetwas bedeutet. HKP erwähnte ganz beiläufig, dass eine Bekannte von ihr gesagt hätte, mein Chinesisch sei gut (letzter Absatz). Diese Person sitzt offenbar in einem Kurs mit mir.
Ich würde mir das nur zu gerne so erklären, dass HKP mit anderen Leuten über mich redet. Das hat sie ja nun zweifelsfrei, aber es wäre ziemlich vertraueneinflößend, wäre das auf die starke Art gemeint. Und nicht auf die schwache, wo es um den Kurs ging und kurz mein Name fiel. So oder so, das schließt wieder einmal aus, dass ich ihr vollkommen egal bin. Leider ist das nicht meine größte Sorge...
15.1.13 23:05


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