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Wie immer ist das Leben außerhalb des Internets daran schuld, dass die regelmäßige Kette der Blogeinträge unterbrochen wurde. Nachdem ich den ganzen Donnerstag so ziemlich gar nichts gemacht habe, was schwer nötig war, und dann abends einfach nicht einschlafen konnte, begann der Freitag zwar müde aber aufmunternd, als ich ein hübsches Mädchen im Bus sah, was mich so sehr freute, dass ich das auch zwei Tage später hier noch dokumentiere. Abends war dann die Feier mit der Dorfjugend, wo es zu später Stunde dann auch entsprechend zuging, als sich zwei wegen der Musik in die Haare bekamen und drei andere sie dann davon abhielten, handgreiflich zu werden. Es scheint tatsächlich eine heikle Frage zu sein, ob man jetzt Onkelz hört oder nicht. Bei der Lautstärke hört man, meiner Meinung nach, ja sowieso nicht mehr so viel, dass das einen großen Unterschied machen würde (abgesehen von dem ideellen, versteht sich), aber vielleicht ist das Thema ja wichtiger, wenn man öfter damit zu tun hat. Das Gute an der ganzen Sache war, dass ich die meisten der Anwesenden schon seit ihrer und meiner Kindheit kenne und mich also irgendwie mit Gesprächspartnern durchhangeln konnte. Das wurde auch von der Lautstärke nicht so sehr beeinflusst und ich kam mal wieder mit Leuten in Kontakt, mit denen ich sonst nicht so viel zu tun habe. Anders das lustige Trinkspiel "21" bei man viel zählen muss, was mir dann auch fast die Stimme ruinierte. Irgendwann mitten in der Nacht, als ich Leute aufbrechen sah und es lang genug gewesen war, schloss ich mich der Dreiergruppe an und lief nach Hause. Das Fest fand im Nachbarort statt, das bedeutete eine halbe Stunde Fußweg.
Am Samstagabend fragte mich mein Kumpelcousin ganz untypisch, ob ich nicht rüberkommen wolle. Normalerweise ist er, wenn er am Wochenende zu Hause ist, ständig in trinktechnischen Angelegenheiten unterwegs. Also schauten wir Star Wars V und spielten Generals. Leider war das Netzwerk zickig und die Spiele furchtbar nervig und kompliziert wegen der seltsamen feindlichen Armeen (alles voller GLA...), so ganz optimal war das alles also nicht. Aber naja.
Morgen sehe ich HKP wieder. Ich betrachte das mit einer Mischung aus Vorfreude und der angsterfüllten Frage, ob ich nicht irgendetwas dummes tun sollte. Sie fragen, ob wir nicht mehr Zeit miteinander verbringen sollten, zum Beispiel. Die Anziehung ist so stark... und zieht mich in einen Bereich, in dem ich mir Zugzwang einrede.
4.11.12 23:25


U

Abgesehen von meiner Buchsuche am späten Nachmittag, wo nur ein Drittel der Bücher da war, von denen aber schließlich keines etwas nützte, lief es irgendwie gut. Den anderen Insassen der Bibliothek muss es seltsam vorgekommen sein, wie ich ständig zu dem PC ohne Stuhl laufe, den Katalag durchforste, weggehe und leicht gereizt wieder zurückkomme, weil nichts da ist, wo es sein soll.
Heute Abend habe ich den letzten der drei Sinnlos-Texte mit dem Titel "Studienvorhaben im Ausland" geschrieben. Es handelt sich dabei natürlich zu 80% um den gleichen Text wie bei den beiden anderen Unis, nur habe ich eben den spezifischen Teil geändert. Das ging vor allem deswegen so einfach, weil das nicht die finale Fassung sein muss, weil ich für die noch viel Zeit habe. Jetzt liegt es aber endlich in den Händen der beiden Professoren, mich und mein Vorhaben zu begutachten, und damit habe ich das abgehakt.
Am späten Nachmittag trudelte auch eine Email ein. Es hat sich, zur Überraschung aller, ein Gitarrist gemeldet. Orts- und Terminverhandlungen sind angelaufen, Antwort steht aus.
Am frühen Nachmittag traf ich mich mit HKP. Vor allem angestachelt durch ihre Weigerung, früher als nötig zu gehen, wächst die Überzeugung, etwas Dummes tun zu müssen. Jetzt muss diese Überzeugung nur noch zu einer kritischen Masse angehäuft werden.


Wenn diese beiden Dinge nicht ins Nichts führen, ändert sich schon viel. Sollte ich dann auch noch die Stelle bekommen, die der Dozent angedeutet hat, und morgen frage ich noch mal nach, würde ich wahrscheinlich mein eigenes Leben nicht mehr wiedererkennen.
Und dann war da noch das neue Deftones-Album, das am Freitag kommt und auf das ich mich sehr freue, weil die vorab veröffentlichen Lieder ziemliche Monster sind.
5.11.12 23:35


Gelegenheit und Schopf

HKP bat mich heute Abend, ihr einen Text zu korrigieren. Das hatte sie angedeutet und ich hatte mich dementsprechend mental vorbereitet. Jetzt treffen wir uns morgen, um das im direkten Austausch zu machen und danach noch etwas zu essen. Nicht, dass das nötig wäre, der Text ist kurz. Deswegen sollte ihr der Hintergedanke klar sein.
Trotzdem habe ich Angst, dass das wieder eine dieser halbseidenen Arten war, das Nein durch Ja und ein Lächeln auszudrücken. Viel Angst.
Wahrscheinlich fangen die Schwierigkeiten jetzt erst richtig an.
Wären sie doch schon vorbei.
Der Form nach könnte es alles mögliche sein, was da morgen über die Bühne geht. Es muss mit Inhalt gefüllt werden. Müsste.
Schicksalswahl.
7.11.12 00:17


X und U

Mit einem dieser fremdsprachigen Begriffe à la Date oder Rendezvous würde man der Sache grob Unrecht tun. Für sich betrachtet war es das selbe wie damals, beim ersten Treffen als Sprachpartner, glaube ich, als wir nach einem langen Unitag noch schnell beide etwas in der Mensa gegessen haben.
Es sind nur die äußeren Umstände, die einen Unterschied machen. Dass ich ihr kurzfristig, außer der Reihe und ohne zwingenden Grund ein Treffen aufgeschwatzt habe.
Und so lief es dann im Grunde auch ab, nur dass wir in einem Restaurant saßen. Daran sieht man vielleicht aber auch, in welch ungezwungener Atmosphäre das schon normalerweise stattfindet. Da ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, befürchte ich. Der einzige Dialoag, der dieser Befürchtung stramm entgegenarbeitet, lautete:
HKP, mit einem mit Mühe zurückgehaltenen Lachen: "Wenn du mal bei mir vorbeikommst, koche ich für dich! Unterschätz mich nicht!"
Herr k., zweifelnd, sichtlich verwirrt: "Hier oder in China?"
HKP, immer noch in einem Modus, den man leicht für scherzhaft halten könnte: "Hier!"

Das wird sie noch bereuen.

Sie hatte es relativ eilig, zu gehen, und wie bestellt kam ihre Bahn direkt. Dabei hätte ich gerne das Eisen geschmiedet, solange es noch heiß war.
Irgendwie scheint diese ganze Sache bisher auch keinerlei messbaren Effekt auf mich zu haben. Ich habe es schon immer gewusst: Leute, die Sätze sagen wie "Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum!" haben einfach keine Ahnung und raffen nicht, wie viel bei diesem Übergang verloren geht. Und ob es nach dem Übergang besser wird, bleibt abzuwarten.
Ich würde es gerne auf diese Wand aus Übermüdung und Dauerbelastung schieben.

Von mondänen Angelegenheiten: Ich habe mich für einen Englisch-Nachweis-Test angemeldet. Das war schwierig, vor allem wegen der Zahlungsmodalitäten. Der Prof hat aktuell doch keine Stelle im Angebot, die Erklärung klang schwer nach so einer aus der Kategorie "Kreative Buchführung", und zwar einer, die dann unter Umständen im Januar fruchtet. Hat er gesagt. Ich war die letzten drei Tage jeweils von morgens bis abends an der Uni. Das ist nichts für mich. Morgen wird es aber auch nicht anders.
7.11.12 22:46


Ich baue mir ein Luftschloss aus dem Sand, den ich aus meinem Getriebe geholt habe

Durch eine Art gelenkten Zufall, bei dem ich meine Finger mal nicht im Spiel hatte, gesellte sich im Sportkurs wieder das Mädchen von letzter Woche zu mir. In der zweiten Runde noch einmal (Ausrufezeichen!), aber da habe ich ihr auch eine Steilvorlage geliefert, indem ich eine leere Übung in ihrer Nähe ausgewählt habe. Zuerst ging sie weg, dann kam sie wieder. Das bedeutet ja meistens irgendetwas. Ganz so redselig wie letzte Woche war sie nicht, und ich bin ja absolut nicht in der Lage, so etwas aufzufangen. Immerhin kenne ich jetzt ihr Studienfach, obwohl auch das von ihr ausging. Ich wollte ihr meinen Namen sagen, um so dann auch ihren zu erfahren, aber diese Information wäre offenbar zu persönlich und verbindlich gewesen, also habe ich mich das nicht getraut. Am Anfang fragte sie mich übrigens über die Busverbindungen aus. Als sie auf dem Heimweg auf dem Fahrrad an mir vorbeifuhr, grüßte sie mich laut und deutlich, so als wäre überhaupt nicht peinlich, mit mir in Verbindung gebracht zu werden.
Ich verstehe vieles davon nicht, rede mir ein, dass sie einfach kontaktfreudig ist (Vieles legt das nahe.) und lese das Ganze am Ende einfach mal so: Ich existiere tatsächlich.
Diesen Schwung (Ich bin noch lange nicht auf dem Niveau, dass ich vor Kraft nicht mehr laufen könnte.) nutzte ich, kaum zu Hause und geduscht, um mich mit HKP in Verbindung zu setzen und nach etwas, das irgendwie ein Wie-war-dein-Tag war, das mir plötzlich so vertraulich vorkam, auf ihre Einladung zum Essen anzuspielen. Ganz so, als stünde dabei nichts auf dem Spiel. Z.B. dass mir innerhalb eines Jahres zwei Mädchen freiwillig verraten, wo sie wohnen. Zuerst sagt sie: "Geht gerade nicht." Aus irgendeinem Grund (erstaunlicherweise auch mal vorhandenes Vertrauen?) zerschmetterte ich dadurch nicht wie eine unbezahlbare Ming-Vase, die aus 2 Metern Höhe auf den nackten Steinboden fällt. Zwei Sätze später kam auch etwas, das ich einfach mal als Relativierung lese, auch wenn es schlicht eine ausgezeichnete Ausrede sein könnte: Trainingsbedarf ihrerseits.
Dranbleiben.

Morgen Deftones. Das wird gigantisch.
9.11.12 00:42


Ich wünschte, HKP würde sich auch mal einfach so bei mir melden. Nur, um den veränderten Zustand zu bestätigen. Also, die Tatsache, dass sich der Zustand überhaupt verändert hat.
Und heute ganz besonders.
Dass ich am Freitagnachmittag um 4 noch in die Bibliothek gehe, nachdem ich schon seit 9 Uhr an der Uni gewesen bin, sagt an sich schon viel aus. Dass der Raum in der Zeit, in der ich da sitze, ganz dunkel wird, weil ich alleine da bin und das Licht aus ist, sagt dann noch mehr. Morgen Mittag habe ich auch vor, für die Referatsvorbereitung hinzugehen. Dabei bin ich doch so müde.
Und morgen Abend ist mal wieder ein Spieleabend.
Seit ich es heute kurz vor Mittag in einer Pause gekauft habe, habe ich mir das neue Deftones-Album schon drei Mal angehört, und es erschlägt einen am Anfang etwas, einfach weil so viel passiert. Und das ist ein gutes Zeichen. Ein paar Lieder sind mir schon ins Auge gefallen (v.a. Rosemary), aber das scheint eine CD zu sein, in die man sich reinhören muss.
Ich denke wahrscheinlich überhaupt zu viel an HKP, ihre schlaksige Ungelenkheit und wie sie ständig den Kopf schief legt.
9.11.12 23:56


Tempus fugit

Freitagabend habe ich noch eine Mail an das Mädchen geschrieben, das emotional so weit entfernt scheint, wie sie physisch ist.
Samstagnachmittag war ich noch etwa drei Stunden im Institut, um mich für ein Referat Anfang Dezember einzulesen. Ich weiß jetzt schon ungefähr, was ich sagen will, und das ist schon mal ein Anfang.
Samstagabend war Spieleabend. Es war zwar ganz nett, aber eigentlich war mir alles zu viel.
Den heutigen Tag habe ich so ziemlich komplett mit Lektüre verbracht. Und zwar nur für den Dienstag, und ich bin noch nicht durch. Irgendwann hat noch meine Mutter angerufen, aber eigentlich auch nur, um sich am Telefon mit meiner Schwester zu streiten.
Morgen sehe ich HKP wieder. Ich werde ihr tief in die Augen schauen und mit tiefer Stimme sagen: "Here's looking at you, kid."

Am tiefsten ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich das tun werde.
11.11.12 22:32


In letzter Zeit bin ich unglaublich verpeilt. Um zu wissen, dass Captain Cook keine Kängurus nach Australien importiert hat, muss man nicht sonderlich viel Japanisch können. Und wenn es zwei Sätze vorher um Militär-Rituale geht, ist die Nachfrage unnötig, woher wir denn wissen, dass es bei diesem Ritual um Militär geht. Vielleicht ist das wirklich alles zu viel.
Zum Glück fallen diese Woche zwei der vorbereitungsintensivsten Kurse aus, deshalb sieht es bisher vergleichsweise gut aus, was die Lektüre angeht. Aber das rettet mir auch nicht jede Woche den Arsch.
Und am Freitag ist mein Englisch-Sprachtest. Der Typ hat ihn demletzt auch gemacht und mir ein paar Dinge gesagt, die gar nicht gut klangen. Ich sorge mich nicht um mein Sprachniveau, muss mir aber offenbar Gedanken darüber machen, dass ich auf die Fangfragen reinfalle, wo die eine Antwort nur 49% des Textes abdeckt und die richtige 51%, und darüber, dass mir innerhalb von Sekunden ein sinnvoller Kommentar zu einem Text einfällt.
Eigentlich wollte der Gitarrist morgen kommen, aber bisher hat er sich noch nicht wieder gemeldet.
Und dann war da noch...

Sie saß schon falsch. Nicht neben mir. Dann setzte sich auch noch eine unsensible Person einfach auf einen anderen Stuhl im Raum. Und am Ende war es plötzlich Zeit. Sie verschwand flink wie ein aufgescheuchtes Reh.
In der Folge brach alles zusammen. Ich riss mich so weit zusammen, dass ich während der Busfahrt in die Dunkelheit nicht einfach meinen Kopf gegen die Scheibe legte. Stirn voran, stehend.
12.11.12 22:01


Aus irgendeinem Grund bin ich gestern mitten in der Nacht vor Bauchschmerzen aufgewacht, habe dann mehr als eine halbe Stunde in meinem siechenden Elend dagelegen bis es abklang und ich schlafen konnte. Und egal wie ich meinen Wecker stelle, ich wache immer zur gleichen Zeit auf, und das ist nach dem Klingeln, das ich galant überhöre oder ignoriere. Das geht auch nicht lange gut.
Nach dem gestrigen Tag dachte ich bei mir "Man muss doch irgendetwas machen können...". Meine bösartig übermüdeten Augen erblickten dann heute Morgen auf der Busfahrt die Eislaufbahn in spe. Das könnte die Lösung sein. Jeder Date-Doctor würde mir dafür auf die Schulter klopfen, nehme ich an. Wobei ja wichtiger wäre, dass sie mir auf die Schulter klopft. Heute Abend habe ich ihr wieder ein langes Gespräch aufgezwungen.
Jedes Bröckchen und jeder Krümel Hoffnung.
13.11.12 23:07


Meine Popularität wächst weiter ungebrochen. Bald bin ich auf dem Niveau, dass ich vor Paparazzi Angst haben muss und im Auto von ihnen verfolgt werde. Dann fahre ich gegen den Tunnelpfeiler und Elton John singt ein Lied für mich.
Die seltsamen Dinge, die in den Köpfen von Kellerkindern passieren, wenn man sie aus dem Keller zieht. Ausstellungsstück #1.
Am Donnerstagabend hat sich eine schön Regelmäßigkeit eingespielt. Die wollte ich nicht durchbrechen, indem ich das Mädchen aus dem Sportkurs außerhalb des Sportkurses erkenne. Und sie hat mich nicht gesehen. Aber das war sie, die in den gleichen Bus wie ich eingestiegen ist, da bin ich mir im Nachhinein sicher. Mit allzu großer Kontaktfreudigkeit bin ich die Sache auch nicht angegangen, das lässt sich aber leicht auf meine Stimmung gestern zurückführen. Egal war es sowieso, da sie sich wieder mal zu mir gesellte. In der kurzen Zeit war ich offenbar dreist geworden und sagte dann ganz nonchalant "Ich bin übrigens Herr k., um das mal...", worauf sie sogar antwortete. Mit zunehmender Dauer wurde es eher schlimmer als besser. Ich trieb mich in der Pause in ihrer Nähe herum, woraus sogar ein Gespräch entstand. Ganz zum Schluss schlug sie vor, dass wir zusammen zum Bus gehen. Es artete in Laufen aus, da die Zeit knapp war. Vor lauter Reden hätte ich beinahe die Haltestelle verpasst.
Weil ich ganz offensichtlich noch nicht genug Angst habe, wenn sich mir ein Mädchen nähert (mit welchen Hintergedanken auch immer) oder wenn ich aktiv versuche, mich einem Mädchen zu nähern, kommt jetzt also beides gleichzeitig. Es ist absolut nicht meine Absicht, mit irgendjemandem zu spielen, aber das macht keinen Unterschied, solange ich mich der Unterlassung schuldig mache. Und Grenzen ziehen konnte ich noch nie gut, höchstens Leute vor den Kopf stoßen. Schon meinen eigenen Gefühlen Grenzen zu setzen ist ein schwieriges Unterfangen. Dass mich die Aufmerksamkeit freut ist wohl normal, aber dass es in meinem Kopf immer gleich fünf Schritte weiter geht, obwohl ich das gar nicht wirklich will, macht mir Sorgen. Das Grundproblem ist wohl, dass ich kaum dazu in der Lage bin, ein vollkommen unbefangenes Verhältnis zu Mädchen aufzubauen.
Bisher habe ich das so erhaltene Selbstvertrauen jedes Mal dazu genutzt, HKP auch tatsächlich anzuschreiben, anstatt nur ihren Namen anzustarren. So auch gestern. Ich würde auch behaupten, dass man mir Unrecht tut, wenn man das aus einem schlechten Gewissen erklärt.
Heute stand dann eine andere, profanere Sache auf dem Plan: der Englisch-Nachweis. Um ihnen meine Verachtung klar zu machen, bin ich vorgetreten, als der Leiter irgendetwas sagte, was ich für meinen Namen hielt (der eigentlich in beiden Sprachen einfach auszusprechen, den er aber vorher schon etwas komisch ausgesprochen hatte), im Sinne von "Los jetzt, ich will nach Hause", habe mich dann an den PC mit dem kaputten Mikrofon setzen lassen (und deswegen mindestens ein halbes Dutzend Mal etwas über die Stadt erzählt, in der ich lebe) und bin als erster gegangen. Am schlimmsten war das Foto am Anfang, das später auf dem Ergebnisbogen zu sehen sein wird. Danach kommen die Sprech-Aufgaben, wo mir auf Anhieb immer nur Gestammel einfiel, das zwar grammatisch mehr oder weniger richtig war, aber eigentlich aus kaum verbundenen Einzelsätzen bestand. Ich bin schon auf Deutsch kaum dazu in der Lage, einfach zu labern, und das dann noch unter Zeitdruck? Stottern gibt sicher Mitleidspunkte. Aber naja, was werden die schon erwarten können. Und je größer der zeitliche Abstand zwischen dem Schreiben des 300 Wörter langen Kommentars und der Gegenwart, desto seltsamer kommen mir meine Konstruktionen vor (Burdens are eased, not lessened, n'est pas?). Egal.
Noch unerwarteter als eine Reaktion auf meine Gitarristen-Aushänge sind wohl nur zwei Reaktionen. Der Zweite hätte aber erst in einiger Zeit Zeit dafür. Der Erste scheint bisher auch beschäftigt gewesen zu sein und hat deshalb am Dienstag abgesagt. Nächste Woche wird das hoffentlich mal hinhauen.
Eben schrieb mich HKP an. Ich hatte schon befürchtet, dass es zu viel an Unterwürfigkeit war, ihr ein Buch aus der Bibliothek herauszusuchen (Physisch, da gut versteckt.), aber vielleicht fand sie das auch einfach nur nett. In jedem Fall brachte das sie dazu, ihre Einladung an mich wieder zu erwähnen.
Ich warte natürlich noch den richtigen Moment ab, um mit meiner Freude darüber zu beginnen und höre ungerührt weiter Townes van Zandt.
16.11.12 22:04


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