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Wie immer zu Ferienbeginn war gestern wieder LAN. Geistesgegenwärtig lud mein Cousin noch 2 andere Leute ein, das einzige Problem war nur, dass einer davon, der Bruder des anderen, erst 14 oder so ist. Kinder. Haben keinen Respekt vor den Schwierigkeiten, die das Alter mit sich bringt. Gerade hat man ein Spiel fertig, schon hört man "Und was spielen wir jetzt?" Und überhaupt: "Wo kauft man Waffen?" Argh. Im Großen und Ganzen hat es dennoch Spaß gemacht und ging dann auch bis spät in die Nacht hinein.
Bisher haben mir meine Eltern noch ziemlich viel Freizeit gelassen. Aber meine Mutter hat natürlich einen riesigen Spaß daran, mich immer mal wieder daran zu erinnern, dass ich morgen früh aufstehen und mit Eier verkaufen fahren muss.
1.8.11 22:16


Gestern war ein sehr sehr langer Tag, weil zusätzlich noch schönes Wetter war, was derzeit nicht allzu häufig der Fall ist, und mein Vater darum beschloss, das zu nutzen. Wenn eine Woche lang solches Wetter gewesen wäre und wir das in dem Maße genutzt hätten, wäre wir danach wohl mit der Ernte fertig.
So hatte ich heute aber Zeit, rumzusitzen und den Regen anzustarren.
In den Ferien wirken die wenigen schönen Mädchen, die ich sehe, noch schöner.
3.8.11 21:58


Bananenschalen

Gestern träumte ich von dem Mädchen, das zwar nicht mehr ganz so weit weg, aber immer noch außer Reichweite ist. Wir trafen uns im Gang des Instituts, sie war komplett schwarz angezogen, was zu ihrer blassen Haut passte, ich rannte auf sie zu und schloss sie in die Arme. Ich muss dabei ziemlich stürmisch zu Werke gegangen sein, denn ich erinnere mich noch an das Gefühl, mit ihr in den Armen beinahe hinzufallen, und an die Beschämung darüber, die mich danach ergriff.
Das führt aber wie jedes Mal einfach nur dazu, dass ich unweigerlich daran denke, ausrutsche und vollkommen aus der Realität und in Tagträume falle.
Ein Moment, an den ich mich in den letzten Tagen ein wenig festklammere, ist der folgende hier noch nicht erwähnte: Bei irgendeinem unserer ökonomisch bedingten Rechentreffen und dem sich ergebenden Geplapper sprach ich sie auf ihr Alter an. Da haben andere Leute noch kein Abitur und sie war schon mitten im Studium. Ihr schien das etwas unangenehm zu sein, also sagte ich grob wörtlich: "Das muss dir nicht peinlich sein. Ich habe auch eine Klasse übersprungen." Sie muss wohl andere Reaktionen gewohnt sein.
Keine Ahnung wie sie das wahrgenommen hat, aber für mich war das ein Moment, wo ich dachte, dass er mich ihr näher gebracht hat. Auf jeden Fall hat sie danach noch mit mir geredet. Ob dem zum Trotz oder deswegen lässt sich jedoch wie immer schwer sagen.

Der Absagenregen setzt schleppend ein. Es ist mehr ein Nieseln. Hier mal ein "Dieses Jahr geht nicht bla" (Dabei geht es um einen Zeitraum ab Dezember...), dort mal ein "Tut uns sehr leid und alles Gute!". Ich müsste das nach der Klausurenphase und den anschließenden Ferien auch mal wieder aktiv angehen. Heute fand dazu immerhin ein erster Schritt statt.
Nachdem das Nachspielen wieder halbwegs flüssig von der Hand geht, habe ich auch mal wieder versucht, selbst irgendwas zu kreieren. Das vorhersehbare Ergebnis ist, dass ich die Musik nicht in dem Maße in mir habe, dass ich einfach mal eben ein Lied aus dem Ärmel schütteln kann. Ich kann da absolut nicht aus dem Vollen schöpfen. Was bisher bei solchen Versuchen immer herauskam, kam nie über mäßig spannende Akkordfolgen hinaus.
Dabei hätte ich gerne einen Weg gefunden, der Dunkelheit Ausdruck zu verleihen.
5.8.11 22:14


Heute kamen nicht unerhebliche Teile der Verwandtschaft zum Essen vorbei, unter anderem der französische Teil. Mit meinen zwei Großcousinen (? Enkel der Schwester meiner Oma), die ich laut offiziellen Berechnungen alle 5 Jahre sehe, habe ich dann Karten gespielt. Leider ist deren einzige wirkliche Verbindung nach Deutschland ihre Oma, obwohl die Mutter auch Deutsch kann, und mein Französisch ist schon sehr lange arg zusammengeschrumpft, das machte das Regelerklären etwas schwierig. Zumal sie vergaßen, die Handbremse anzuziehen und genau so schnell redeten wie sonst auch immer. Ich war klug genug, kein Spiel vorzuschlagen, weil ich das in diesem Leben nicht mehr verständlich erklärt bekommen hätte.
Da das Wetter weiterhin erntefeindlich ist, habe ich mehr oder weniger Zeit. Naja, tendentiell eher weniger. Es reicht aber, um das zweite Solo aus "Sultans of Swing" anzufangen. Bis vor einigen Tagen hielt ich das für schlichtweg unspielbar, ein klassischer "Kids, don't try this at home!", und bis das auch nur halbwegs flüssig kommt, verschleiße ich noch einige Packungen Saiten, aber ich habe einen Fuß in der Tür.
Um mich herum fanden an diesem Wochenende lauter Festivals statt. Und irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass alle, Dorfjugend, Freunde und ehemalilgen Schulkameraden da waren. Sonst fahre ich wenigstens noch mit dem Traktor an der Polizeikontrolle für die Pillenschlucker vorbei, aber selbst diesen Berührungspunkt gab es dieses Jahr nicht mehr.
PS: Eine neue Retrospektive erwartet Leser. Nicht, dass sie irgendetwas im Gegenzug bieten würde.
7.8.11 21:25


Bis wolkig

Das kam aus heiterem Himmel. Irgendeiner Ahnung nachgebend (in meinen Bewerbungen steht meine Handynummer) schaltete ich heute Abend ausnahmsweise mal mein Handy ein. Und siehe da, ich hatte sogar eine Mitteilung erhalten! Mit Staunen las ich die letzte Zeile: Ihr Name stand da. Sie mag zwar immer noch außer Reichweite sein, aber gefühlt nicht mehr ganz so weit weg. Denn sie fragte, wo ich sei, und erwähnte später auch, dass sie öfters mal in der Unistadt ist.
Nicht, dass mir irgendjemand jemals SMS schreiben würde. Noch seltener antworte ich, also war das Getippe extrem ungewohnt und ging langsam von statten. Und dass ein Mädchen fragt, wo ich bin, kommt überhaupt eigentlich nie vor, ist nicht vorgesehen im Drehbuch. Sie hat mich nicht vergessen und gibt Geld aus, um mit mir zu kommunizieren.
Das ganze erinnerte mich daran, warum ich Slowdive mal so vergötterte: Sie vertonen wie Schönheit aussieht, wenn man sie, in einer finsteren Ecke stehend, vorbeischweben sieht.
Der einzige Schönheitsfehler ist, dass ich frühestens in einem Monat wieder von hier wegkomme. Es sei denn, ich mache etwas total verrücktes und fahre für ein paar Tage hin
8.8.11 23:41


Es war natürlich vermessen zu erwarten, dass sich das Hin- und Herschicken von Kurznachrichten über den einen Abend hinaus retten könnte. Es ist bitter, aber ich scheine sie um anderthalb Wochen verpasst zu haben, und muss jetzt warten, bis meine Ferien vorbei sind.
Aber das ist eigentlich nur ein Grund mehr, sich auf den Tag zu freuen. Und vollständige Isolation in den Ferien ist schon lange nichts Ungewohntes mehr. Eigentlich war es selten mal anders.

Ich mag die Abnutzungsspuren an meinen Gitarren. Zwar fehlen noch ca. 2 Welttouren, bis sie aussehen wie nach 2 Welttouren. DIe neue hat einen sehr empfindlichen Lack, das wusste schon die Produktbeschreibung. Mein Gitarrenlehrer stellte es dann auch so dar, als würde sie schon verkratzen, wenn man sie schief anschaut. So ist dann doch nicht, aber hier und da sind schon Macken drin, keine Ahnung warum, eigentlich gehe ich damit sorgsam um. Am besten gefallen mir aber die Abschabungen am Hals, zwischen 15. und 18. Bund direkt unter der hohen e-Saite. Und bei meiner Alten sieht man im 2. Bund auf dem Griffbrett schon E-moll und A-moll durchscheinen.
Das hört sich jetzt an, als hätte ich viel Zeit für sie gehabt, aber eigentlich ist das seit Montag nicht mehr der Fall gewesen.
10.8.11 22:06


Diese Woche war vollkommen für die Katz und es wird nicht mal besser. An jedem Wochentag wurde ich nur durch die Gegend gescheucht, morgen wird das nicht anders, und am Wochenende sind 2 Polterabende (an einem Abend) und 1 große Party im Dorf, wo ich mich auch mal blicken lassen sollte. Sonst schauen alle komisch.
Dagegen kommt selbst der Montag nicht an, so schön er auch war. Dabei ist es nur technisch gesehen der Montag, die SMS kam schon am Samstag. Seitdem ist mein Handy aber an, leider bisher umsonst.
11.8.11 21:37


Da ich heute endlich mal wieder Zeit für meine Gitarre hatte, weil ich alle in Ruhe gelassen haben, war der Nachmittag ganz erträglich. Nur regen mich manche Sachen auf, die ich gerne spielen würde, was aber dank deren heftiger Gegenwehr nicht so ohne weiteres geht.
Gestern Abend hatten sowohl meine Cousine als auch meine Großcousine Polterabend. Noch drängt die Zeit aber nicht, ich habe noch immer eine unverheiratete ältere Cousine (obwohl die auch schon in einer langjährigen Beziehung ist) und die nächstjüngere Cousine scheint derzeit auch noch weit davon entfernt. Dennoch, die einzigen, die bisher noch keinen Partner auf eine Familienfeier mitgebracht haben, sind meine Schwester, ich und mein derzeit 14 Jahre alter Cousin.
Ich werde irgendwann mal der kauzige Onkel sein.
Derzeit lese ich zum wiederholten Male "Snow Country" und kann mich fast eins zu eins mit der subtilen, kalten Grausamkeit der Hauptperson gegenüber der Frau, die ihn wohl irgendwie liebt, identifizieren. Eigentlich lese ich zwar Schopenhauer und finde das auch sehr gut, aber dafür braucht man Muse, während man das andere auch gut einfach mal aufschlagen und dann wieder weglegen kann.
Obwohl es regnet und meine Stimmung eigentlich schlichtweg unerträglich ist, warum kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, werde ich gleich auf die große Party im Dorf gehen. Warum, weiß ich auch nicht. Vielleicht treffe ich jemanden, den ich kenne, bleibe dann ein bisschen und gehe wieder.
13.8.11 21:02


Zu Samstagabend gibt es nicht viel zu sagen. Ich war da, fast alle, die ich kannte, waren hinter der Theke statt davor, also klettete ich mich an den, der auch ziemlich alleine dastand, aber immerhin ständig Leute traf und Mädchen umarmte. Ich hielt mich so sehr im Hintergrund, dass die meisten dieser Leute wahrscheinlich nicht mal wirklich merkten, dass ich da war. Irgendwann fing sein Dienst an, und danach blieb ich noch geschätzte 10 Minuten.
Meine Wortkargheit grenzt an Mutismus.
Es wäre höchste Zeit, dass wieder aus dem Nichts eine SMS eintrudelt. Das würde mich dann vielleicht ein wenig aufmuntern. Leider gibt es keine triftige Ausrede für mich, die Initiative zu ergreifen. Ich könnte nachts um 12 fragen, wie ihr Tag war, und das würde auch den genau den richtigen Eindruck erwecken. Zur gleichen Zeit wäre das der vollkommen falsche Eindruck.
Stattdessen habe ich mal wieder angefangen, Ghost Recon zu spielen. Auch schon wieder fast 10 Jahre alt, das Spiel. Nach einigem Schrubben läuft auch die Missions-CD wieder, die mal etwas ramponiert von einem Freund zurückkam. Single Player-Spiele rocken. In Single Player-Spielen ist man Gott.
15.8.11 23:09


Relativität

Die Zeit vergeht zu langsam. Es soll September werden, damit ich wieder von hier wegkomme, und wie zufällig damit auch an einen Ort, wo sie nicht mehr außer Reichweite ist. Meine Vorstellung vom ersten Wiedersehen nach so langer Zeit kam bisher nicht über die obligatorische Begrüßungsumarmung hinaus.
Die Zeit vergeht zu schnell. Es kommen derzeit nicht mal mehr Absagen auf meine Bewerbungen für ein Praktikum. Obwohl ich inzwischen auch den Überblick verloren habe, wie groß die Diskrepanz zwischen der Anzahl der abgeschickten Bewerbungen und der der erhaltenen Absagen ist.
17.8.11 23:04


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