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Das erste, was mir einfällt, wenn ich mich am Wochenende tatsächlich mal daran mache, Sachen für die nächste Woche vorzubereiten, ist, dass das wirklich Wichtige die langfristigen Sachen wie Bewerbungen schreiben und die Übersetzung fertigmachen sind. Und ich die in letzter Zeit mit mäßigem Eifer angehe. Was inzwischen noch dazu gekommen ist, sind die anstehenden Klausuren. Zum Glück musste der Typ kurzfristig ein Referat vorbereiten und hat dementsprechend dieses Wochenende auch keine Zeit.
Gestern habe ich verschlafen, und zwar so krass, dass ich nicht mal bewusst den Wecker ignorieren konnte. Also fiel die erste Stunde flach. Das war aber auch irgendwie gut, weil mein Körper sich auch 2 Stunden nach der regulären Zeit noch heftig gegen das Aufstehen gewehrt hat. Nachmittags lief dann das Gitarre spielen unerwartet gut, ich war wohl munter. Und abends, wo trotz Freitag was los war, lief CS genauso gut. Verschlafen scheint ziemlich positive Nachwirkungen zu haben.
Außerdem hatte ich da noch die Aussicht auf 2 freie Tage, die inzwischen schon auf einen einzigen zusammengeschrumpft sind.
Da das Abitur inzwischen schon 5 Jahre her ist, soll es dieses Jahr wieder ein Treffen geben. Da ja alles vernetzt ist, wurde das soziale Netzwerk da mit reingezogen. Jetzt finden mich plötzlich viele Leute von früher. Irgendwann bin ich vom unbewussten zum bewussten Ablassen von Kommunikationsversuchen übergegangen. Und jetzt fügen mich diese Leute als Freund hinzu, und mir ist nicht danach, so zu tun als sei nichts gewesen und ihnen "Lange nicht gesehen!" zu schreiben. Auf das Treffen an sich freue ich mich, aber das ist eine andere Baustelle.
Selbst wenn mich nur die Leute finden, mit denen ich auch wirklich irgendwas zu tun hatte, erhöht das die Anzahl meiner "Freunde" um mindestens 50%.
Ich war heute Abend im Kino, "Naokos Lächeln" schauen. Der Kameramann war sein Geld wert, nur die Geschichte tat sich etwas schwer.
2.7.11 22:31


Wenn man seine Band "I hate myself" nennt, bedeutet das zumindest, dass es in die richtige Richtung geht. Obwohl die Gelegenheiten, mich selbst zu hassen, ziemlich rar geworden sind, seit ich aufgehört habe, irgendetwas zu machen. Man könnte sagen, ich bin sogar dafür schon zu apathisch. Was vermutlich eine gute Sache ist. Der langen Rede kurzer
Sinn. Ich bin mir noch unsicher, ob sie das immer noch vorherrschende musikalische Vakuum füllen können. Ich habe das Gefühl, seit Ewigkeiten nichts gutes Neues entdeckt zu haben.
Wenn Gitarre spielen gut läuft, ist das zumindest ein von Ventil, das funktioniert.
Außerdem habe ich viele Sachen angefangen. Kleinigkeiten für meine Übersetzung, eine weitere Bewerbung und eine Hausaufgabe. Nicht viel, aber immerhin ein Anfang, auf den ich möglicherweise aufbauen kann.
3.7.11 22:40


Niedergang

Die letzten beiden Nächte bin ich extrem spät eingeschlafen. Sonntag auf Montag konnte ich das noch verstehen, aber wieso ich von gestern auf heute dann wieder nicht müde gewesen sein soll, ist mir ein Rätsel.
Zwar ist die Woche schon wieder so gut wie vorbei, aber ich habe auch ein bisschen was auf die Reihe bekommen. Zum Beispiel ist meine Übersetzung annähernd so weit, dass ich sie abgeben kann. Annähernd. Das wurde aber auch Zeit. Gut, den halben bis dreiviertel Juni habe ich so ziemlich gar nichts dafür getan. Sollte man bedenken.
Außerdem kam heute meine erste Absage auf eine Bewerbung. Ich hatte schon Angst, dass alle Personalchefs der Welt bei ihren wöchentlichen Treffen zu der einstimmigen Einsicht gekommen sind, dass das keine Bewerbung, sondern ein ziemlich geschmackloser Scherz sei.
An der anderen Front stehen andere Kämpfe an. Nächste Woche Donnerstag sind zwischen 11 und 14 Uhr zwei Klausuren. Das finde ich nicht gut. Entweder ich kann mit Japanisch später anfangen und dann überziehen (letztes Semester hätte ich mir zugetraut, es in dieser Zeit komplett zu schaffen...), oder ich muss die Nachklausur schreiben. Bis dahin habe ich die Sprache allerdings vollständig verlernt. Dann ist Freitag eine Klausur, und den Dienstag drauf noch eine. Für keine habe ich bisher auch nur einen Finger krumm gemacht, allerdings ist das auch nur bei einer wirklich dringend notwendig. Oder vielleicht bei zweien, Japanisch ist wie schon mal erwähnt ziemlich widerspenstig geworden.

Ich habe das Gefühl, ziemlich teilnahmslos geworden zu sein. Und wenn ich mal etwas sage, spritze ich Gift, indem ich versuche, Leute dazu zwingen mir Bestätigung zu geben. Mein Geduldsfaden ist auch nicht mehr sonderlich lang. Und das was ich merke ist traditionell nur die Spitze des toxischen Eisberges.
Gestern traf ich Mai in der Bibliothek, und nachdem ich den dringenden Teil meiner Aufgaben erledigt hatte, setzte ich mich neben sie an den PC, um einerseits in ihrer Nähe zu sein und andererseits Musik hören zu können. Am Anfang fragte ich sie, worum es in ihrer BA-Arbeit überhaupt geht, und sie erklärte es mir sehr weitläufig. Nach einigen wenig zielführenden Sätzen gewann ein bestimmtes Gefühl die Oberhand. Es ist schwer zu fassen, aber ein starker Grundtenor ist Resignation. Ich sitze hier, wo ich sein wollte, sie redet mit mir, aber ich schaffe es nicht, mich zu freuen. Im Gegenteil, ich mache die Luken dicht und schotte mich mental ab. Und weiß ganz genau, dass ich es eigentlich genießen sollte.
Es ist dies das Gefühl, von dem ich am ehesten erwarte, dass es sich sofort einstellt, sollte mir irgendjemand nahe genug kommen, um mir menschliche Wärme zu geben.
Immerhin hat sie mich dazu eingeladen, am Freitag bei ihrem Abschied dabei zu sein. Sie macht sich auf in die weite Welt. Die Reihen der Leute, die mit mir angefangen haben, lichten sich zusehends.
5.7.11 23:10


Irgendetwas stimmt nicht. Nur was? Ich habe darüber nachgedacht, komme aber zu keinem Ergebnis. Sind 20 Semesterwochenstunde mehr als es sich anhört? Oder habe ich einfach so wenig Kraft übrig, dass ich es nicht auf die Reihe bekomme? Oder hat es wirklich so negative Auswirkungen, in der Vorlesungszeit eine Hausarbeit zu schreiben?
Eigentlich dachte ich, dieses Semester würde relativ entspannt werden, und so fing es ja auch an. Aber inzwischen sind die Tage in der Überzahl, wo ich morgens aus dem Haus gehe und abends rechtzeitig heimkomme, um schnell zu duschen und was zu essen, bevor ich CS spiele. Dieses "morgens" schwankt natürlich zwischen halb bis kurz vor 9 und halb 11, aber dass ich morgens aufstehe und was mache ginge eindeutig zu weit. Außerdem sehe ich es nicht ein, nur wegen den Anforderungen der Welt an mich auf meine Unterhaltung in Form von Zocken zu verzichten. Wo die Zeit dazwischen hingeht, kann ich auch nicht genau bezeichnen. Aber irgendwas ist immer, in letzter Zeit gehäuft Übungen für den einen Wirtschaftskurs, die mit 2 anderen Kommilitonen zusammen vorbereitet werden wollen. Morgen werden wir uns in dieser Woche zum dritten Mal treffen.
Das andere ist, dass meine einzige ferienähnliche Zeit die Weihnachtsferien und die Wochen in der Mitte bis Ende Februar waren. Ich glaube, meine Batterien sind leer. Das, habe ich neulich festgestellt, lässt sich sogar quantifizieren. Und wann das nächste Mal ferienähnliche Zustände herrschen, steht in den Sternen.
Möglicherweise allerdings schon ab heute in einer Woche. Nächste Woche schreibe ich nämlich 4 oder 5 oder so Klausuren. Zwei davon in Wirtschaftskursen, ich habe noch null vorbereitet. Lustig wird es am Donnerstag: Punkt 11 fängt die eine Wirtschaftsklausur an. Die böse. Zeit ist bis 13 Uhr. 12:15 fängt Japanisch an. Ich darf kommen, wenn ich fertig bin und danach mit der Lehrerin in einen Raum nebenan gehen, wo ein anderer Kurs auch Klausur schreibt.
Wenn das alles vorbei ist, bricht mein Stundenplan quasi vollkommen in sich zusammen. In der folgenden Woche sind noch 2 Klausuren, die ich beide nicht ernst nehme (Hauptfachklausuren... damit fange ich jetzt nicht noch an).
Meine Eltern wissen, dass das Semester Ende Juli endet. Damit bleibt mir noch Zeit.

Eine letzte Frage, auf die es keine Antwort zu geben scheint: Wo ist der Juni hin? Hat er überhaupt stattgefunden?

Beschreibt ziemlich gut, was ich fühle.
7.7.11 23:55


Expressis Physis

Gestern war ein sehr langer Tag. Wie immer bin ich um 7 aufgestanden und hatte bis 3 Uni. Neu war das Treffen zur Übungsvorbereitung für den Wirtschaftskurs im Anschluss, das auch wieder seine 2 Stunden dauerte. Danach bin ich für eine gute Stunde nach Hause gefahren, bevor ich auf das Sommerfest des Institutes ging. Da ging es dann hin und her, erst stand ich ein wenig mit Leuten rum, die ich kannte, später stießen wir dann zu Typ und Gruppe, die in der Stadt essen waren. Dann ging es wieder auf das Sommerfest zurück, wo wieder viel Zeit verging. Inzwischen war Mai gekommen, die an dem Abend ihren Abschied feiern wollte. Außerdem erblickte ich dank Absolventenfeier die Eltern einer Kommilitonin und dachte eigentlich nur: "So habe ich mir das vorgestellt." Sowas erklärt immer ziemlich viel. Oder passt zumindest nahtlos ins Bild. Zwischenzeitlich war ich äußerst schweigsam und saß nur rum, während alle redeten, manchmal nahm ich aber auch am Geschehen teil. Und ab und zu schwebten grazile Mädchen sanft durch die Menge, ohne den Boden zu berühren. Irgendwann setzte sich der Tross um Mai ganz langsam in Bewegung. Das heisst sie und ich liefen vor, alle anderen blieben hängen.
Der Weg hin zum Club war wahrscheinlich der schönste Teil des Abends, weil ich da Gelegenheit hatte, mit ihr zu reden.
Dann gingen wir in den Club, und auf der äußert schwach frequentierten ersten Tanzfläche tat ich so, als würde ich vorgeben zu tanzen. Das wurde uns irgendwann zu dumm und wir gingen zur anderen, wo deutlich mehr los war. Für meine Verhältnisse war ich extroventiert, aber dann habe ich mir Mais Bewegungen angeschaut und alles wurde wie von selbst in Relation gesetzt.
Wie das immer so ist, ist es an solchen Orten sehr an und viele Leute laufen an einem vorbei. Der männliche Teil davon geht dabei tendentiell ruppig zu Werke. Die Mädchen machen eher Unterschiede im Grad des Körperkontaktes. Am liebsten mochte ich die, die mir im Vorbeigehen den Arm auf die Schulter legte und eigentlich schon verschwunden war, als ich mich umgedreht habe.
Irgendwann, da war es schon ziemlich spät, gingen wir los. Der Typ hatte seinen Schlüssel im Schließfach liegen, also war ich solidarisch und ging mit in die falsche Richtung, anstatt den quasi schon nahenden Bus zu nehmen und nach Hause zu fahren. Dann gab es Verwickelungen, und dann gingen wir zum Bahnhof frühstücken, während die Sonne aufging.
Zur Verabschiedung umarmte mich Mai. Ich weiß nicht, wann ich sie wiedersehen werde. Ob ich dazu noch vor ihrer Abreise Gelegenheit haben werde. Diesem Gefühl nachgebend habe ich nach der Umarmung noch ihre Schulter berührt. Ich hoffe, das hat sie nicht gestört. Dann nahmen der Typ und ich den nächsten Bus, der aber noch bestimmt einen Kilometer Fußweg bis nach Hause hat. Die Nacht der langen Märsche. Gewaltmärsche.
Als ich um 11 Uhr nach 4 Stunden im Bett und 2 Stunden nach dem Wecker aufwachte, machte ich mich auf den Weg in die Heimat. Ich war sogar vergleichsweise munter, merkte aber, dass es keine gute Idee gewesen wäre, ohne die Pause ins Auto zu steigen. Und Alkohol war ganz und gar nicht das Problem. Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe, aber ich war extrem sparsam und keiner hat mir was aufgeschwatzt. Gegen 1 kam ich an, duschte, aß etwas, hatte etwas Pause und fand mich dann auf dem Traktor wieder. Dann im Auto, Botengänge erledigen. Dann war Abend, ich schaute ins Fernsehen und erspähte eine Dokumentation über Sport in Nordkorea und fühlte mich allen gezeigten Menschen sehr verbunden.
Nach dem Abendessen habe ich angefangen zu lernen, und zwar für den bösen Kurs, was erstaunlich gut von der Hand ging. Gut, die ersten Kapitel sind die einfachsten. Aber so viel komplizierter wirds nun auch nicht. Es besteht zumindest da noch Hoffnung. Trotzdem werde ich wohl oder übel versuchen müssen, mir an dem ein oder anderen Abend der kommenden Woche das CS-Spielen auszureden. Meine Opferbereitschaft hält sich in Grenzen.
Und gleich gehe ich ins Bett.
9.7.11 23:28


Ich bin gut. Ich habe gestern Abend auf CS verzichtet, aber doch nicht all die freie Zeit zum Lernen benutzt, bin heute Morgen früher aufgestanden (!!) und habe vor dem Unterricht bisschen was gemacht, nachmittags was gelesen, heute Abend nur ein bisschen gezockt und bis eben die normalen Hausaufgaben für morgen gemacht.
Ich würde gerne noch meine Hausarbeit abschließen, aber das wäre auch nur ein ziemlich ausgefuchster Weg, sich vor dem Lernen zu drücken.
Ich darf gar nicht daran denken, wie wenig Uni ich nächste Woche noch habe. Noch nicht. Das wird so toll. Der Donnerstag könnte sogar vollkommen verpflichtungsfrei werden.
11.7.11 21:41


Medium

Langsam wird es anstrengend. Wenn das so weiter geht, stelle ich einen neuen Negativrekord für CS auf. Und es steht noch einiges für die beiden morgigen Klausuren an, und ich bin mir nicht sicher, ob ich alles das noch vorbereiten kann, was ich gerne vorbereitet hätte. Ich habe selbst bei Wirtschaft eigentlich keine Angst, dass ich durchfalle, so arg ist es nicht, aber eine zwei vor dem Komma wäre schon schön. Oder zumindest eine 3,0. Aber dafür kam die Klausur vielleicht zu früh. Sonst sind die in dem Fach immer nach Semesterende, also habe ich ein schönes Zeitpolster, dieses Mal kommen sie mittendrin und fallen mich von hinten an, während ich ganz woanders schwer beschäftigt bin. Und bei Japanisch hoffe ich sowieso, dass die Klausurfragen nur so vor Kanji wimmeln. Wenn der morgige Tag vorbei ist, mache ich auf jeden Fall drei Kreuze. Die ersten beiden schon, während ich nach der Wirtschaftsklausur zu Japanisch renne und mittendrin in die Klausur reinplatze.
Heute war die erste Hauptfachklausur, aber... pfff. Ich würde den Schwierigkeitsgrad zu gerne als Indikator nehmen für den Rest, aber das geht leider nicht.
Außerdem ist heute etwas seltsames passiert. Auf meinem Weg durch die Fußgängerzone kam mir ein Jugendlicher entgegen, der offensichtlich zu denjenigen Schülern gehörte, die ihren Abschluss feierten. Es fuchtelte mit den Armen und sagte beschwörend zu mir: "Dich erwarten 10 Jahre Unglück!" Vermutlich war er betrunken. Ich kniff die Augen zusammen, sah ihn an (typische Reaktion) und fragte: "Warum?" "Weil du es verdient hast!" Andere Leute begeben sich in jahrelange psychologische Behandlung und wissen immer noch nicht, was los ist. Mir kommen Leute auf der Straße entgegen und durchschauen mich mit traumwandlerischer Sicherheit. Ich scheine sowas anzuziehen.
13.7.11 20:12


Es ist schwer zu glauben, aber der schlimmste Teil des Semesters liegt seit einigen Stunden hinter mir. An sich war die Klausur fast schon leicht, nur gab es ein mehr oder weniger schwerwiegendes Problem: Das Standard-Modell, das fast ein Drittel der Klausur ausmachte, hatte sich kurzerhand aus meinem Kopf verabschiedet. Nachdem ich den Rest bearbeitet hatte, was ziemlich gut von der Hand ging, habe ich überlegt und überlegt, und mir am Ende aus einer Grafik, die mir dazu eingefallen ist, den Rest versucht herzuleiten. Es ist sicher etwas wackelig, aber es steht etwas da, was in die richtige Richtung geht und was mit der Frage zu tun hat. Überhaupt, das ist ja das Praktische an dem Fach: Wenn man es wirklich könnte, müsste man sich nur ein paar Annahmen merken und könnte sich daraus den Rest herleiten.
Dann bin ich zu Japanisch gerannt. Also, wirklich gerannt. Ich war extrem gehetzt, obwohl ich doch Zeit gehabt hätte. Und genau so fielen dann auch meine ersten Antworten aus, wie mir beim späteren Durchschauen auffiel. Die Klausur war dann auch lange nicht so schwierig wie befürchtet. Als ich ging, saß sogar noch eine verlorene Gestalt im Raum und kratzte sich den Kopf. Das war indes dumm von mir. Hätte ich mir Zeit gelassen, hätte ich mit der Lehrerin den Raum wechseln müssen. Dort hätte ein anderer Kurs geschrieben. Auf dem Weg nach draußen lief ich dem unbekannten Mädchen (also, noch viel unbekannter als das andere unbekannte Mädchen) über den Weg, das sich beim Abschlussessen nach dem letzten Semester beim Bezahlen neben mich gestellt hat. Und sie ging sicher genau zu dieser Klausur, alles andere wäre vollkommen unlogisch. Gut, dann wäre ich mit meiner Klausur nie fertig geworden.
Wer denkt, ich hätte sie vergessen, ist schief gewickelt.
Heute Abend beim Sport war auch wieder das hübsche Mädchen da.
Und das ist genau der Punkt. Heute dachte ich an das Mädchen, das Anfang nächster Woche nicht mehr ganz so weit weg ist, und mir wurde warm ums Herz. Noch ist vollkommen unklar, wann wir uns nun wiedersehen. Aber es ist bitter nötig, dass sie wieder in mein Leben tritt und all dem ein Ende macht. Selbst wenn das Sommersemester '10 unwiederbringliche Vergangenheit ist und ich nicht mal darauf hoffen brauche, dass es annähernd so schön wird. Wie ich es idealisiere.
Jetzt sind noch 3 Klausuren, vor denen ich keine Angst zu haben brauche, und dann muss ich der Hausarbeit noch den letzten Schliff verpassen (eine Fußnote fehlt glaube ich noch) und sie abgeben, dann war es das. Dafür habe ich jetzt hoffentlich viel Zeit.
Kaum vorstellbar, dass wieder ein halbwegs normales Leben anfangen soll. Nur ich, meine Gitarre und CS.
14.7.11 23:44


Wahrscheinlich war ich nach der 4. Klausur der Woche zu sehr in einer "Ich mach jetzt überhaupt nie mehr irgendwas"-Stimmung. Da war es natürlich eine dumme Idee, nach Hause zu fahren und diese Stimmung mitzunehmen. Zumal es zu Hause sowieso gleich doppelt so bedrückend ist. Gestern Abend kam ich zu spät, um noch etwas aufgedrückt zu bekommen, aber heute Morgen um 10 wurde ich dann doch aus dem Bett geholt. Die Mittagspause war etwas länger, aber dann war es Abend, bis wir fertig waren. Die Ernte hat nämlich schon wieder angefangen.
Das einzig Schöne ist der Traum, den ich letzte Nacht hatte. Mai saß hinter mir, lehnte sich an meinen Rücken und legte ihre Arme um mich. Und blieb in dieser Position. Unendlich lange. Unendlich wärmend.
Erwähnte ich schon, dass es dieser Tage wieder ganz ganz knapp an "vollkommen unerträglich" vorbeischrammt?
16.7.11 23:30


Farbenlehre

Natürlich ist Schwarz die Farbe der Trauer, die Farbe der Dunkelheit und der Nacht. Aber gleichzeitig ist es dennoch eine elegante Farbe, die sich zum Beispiel bei Kleidung, Autos und Computerperipherie gut macht.
Was man von Grau schwerlich behaupten kann. Grau ist einfach nur trist, eintönig, öde und aussagelos. Viele tragen nur schwarz, aber wer würde schon in Einheitsgrau vor die Tür gehen?
Außerdem macht Grau einen Großteil des Grauens aus.
17.7.11 22:12


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