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Sie hat mir geantwortet, mit einer ziemlich langen Mail. Als ich das gesehen und gelesen hab, habe ich mich gefreut. Ich hätte bei meinen Sorgen vielleicht bedenken sollen, dass sie Ferien hatte und auf Reisen war.
Nachmittags musste ich zwar etwas holen fahren und Reifen wechseln helfen, aber trotzdem hatte ich relativ viel Zeit für meine Gitarre. Sie hat es mir dann auch vergolten, indem sie keine Zicken gemacht hat.
Übermorgen fängt meine letzte Praktikumwoche an. Das wurde aber auch Zeit, kann ich da nur seufzend zu sagen.
2.4.11 23:03


Radikale Innerlichkeit

1/5
Heute gab es ab und an sogar etwas zu tun, dementsprecheng ging der Tag nicht ganz so langsam vorbei. Morgen hat mein Betreuer möglicherweise Zeit für eine abschließende Besprechung. Auf der Heimfahrt muss ich mir sehr realistisch vorgestellt haben, wie es war, damals, als sie noch manchmal so nahe neben mir saß, dass sich unsere Schultern berührt haben. Auf jeden Fall hatte ich so eine Ahnung von Sinnhaftigkeit.
So lange ich ausblende, dass ich derzeit überhaupt nichts erwarten kann, und dass das irgendwann in naher Zukunft zu meinem unabänderbaren Schicksal werden wird, lässt es sich irgendwie ertragen.
4.4.11 22:49


3/5
Gestern bin ich einen Nagel getreten. Das hört sich immer schrecklich an, und wenn ich mir das vorher erzählt hätte, wäre mir wahrscheinlich auch schwarz vor Augen geworden, aber irgendwie ging es glimpflich aus. Ich hatte zum einen nicht viel Gewicht auf dem Fuß, dann lag das Brett auf weichem Untergrund, und zu guter Letzt war es noch hinten an der Ferse. Es gab einen kurzen Stich, dann hing das Brett an meinem Schuh fest. Ein großer einzelner roter Tropfen suchte sich seinen Weg heraus, und trotzdem musste ich mich nicht hinlegen und die Füße hochlegen, oder mich auch nur hinsetzen. Ich bin so tapfer.
Heute wäre mir um ein Haar ein Reh vors Auto gelaufen. Das war wirklich verdammt knapp.

Noch 2 Tage bzw. 18 Stunden aussitzen, dann ist das Praktikum abgehakt. Es ist so schwer, die Zeit totzuschlagen, ohne dabei ins allzu Legere abzugleiten.
Danach habe ich 3 Tage vollständig frei, obwohl auch nur 2 draus werden könnten, je nachdem, was meinen Eltern so einfällt, und noch einen, an dem nur die Semestervorbesprechung ist. Dann fängt das Semester an, das womöglich mein letztes sein wird. Das ist mir bisher genau gar nicht bewusst.
In jedem Fall knüpfe ich da die Erwartung dran, dass es erträglicher wird.
6.4.11 22:24


5/5

Gestern Abend gegen neun, ich war gerade am zocken, bekamen wir ein Kälbchen. Meine Mutter scheuchte mich vom PC weg, ich zog mich an und ging raus. Weil ich natürlich schon geduscht war, der Nachbar helfen kam und somit 3 Leute an der Kuh hantierten, stand ich nur bei der Tür, in der Hoffnung, danach nicht noch mal duschen zu müssen. Ich hatte die Hände in den Hosentaschen. Das regte meine Mutter auf. Sie sagte, ich solle einfach gehen, aber das hätte alles nur noch schlimmer gemacht.
Heute war mein letzter Praktikumstag. Damit ist das ausgesessen, im wahrsten Sinne des Wortes. Gestern hat sich ein Mitarbeiter beim Frühstück an meinen Tisch gesetzt und mit mir geredet, er kam des öfteren in dem Büro vorbei, in dem ich sitze. Ziemlich am Anfang zeigte der Mitarbeiter in meinem Büro, der nur ein paar Jahre älter als ich ist, auch ein Mal kurz Interesse an meiner Tätigkeit. Das war in etwa der ganze Kontakt, der nicht direkt mit der Arbeit zu tun hatte.
Auf der Heimfahrt fragte mich meine Kontaktperson und Mitfahrgegelegenheit in Personalunion nach meiner abschließenden Bewertung und ich erwähnte, dass es ab und zu ein wenig langweilig war. Er versprach, meinen Betreuer mal darauf anzusprechen. "Wenn es sein muss", sagte ich. Das heißt ich hätte mehr nach Arbeit betteln müssen, obwohl doch so schon alle keine Zeit für nichts haben, woher sollen sie dann die Zeit nehmen, sich um mich Gedanken zu machen?

Ich habe ihr geschrieben. Aber nicht davon, wie mich in letzter Zeit manchmal die körperliche Erinnerung daran überkommt, wie sie neben mir saß. Wie eine kühle Brise an einem angenehmen Frühsommertag.
8.4.11 22:42


Ich bin jetzt wieder in meiner Wohnung. Das finde ich tendentiell gut, nur habe ich keinerlei Getränke da, kann also nur auf den Wasserhahn zurückgreifen, und ich muss mir noch den neuen Router kaufen, damit das Internet nicht ständig abstürzt.
Das Mädchen auf den Bildern hat nonverbal auf einen Kommentar reagiert, den ich ihr bei einem sozialen Netzwerk hinterlassen habe. Kleine Gesten machen den großen Unterschied. Es freut mich, dass sie mich noch nicht vergessen hat.
10.4.11 23:36


Ich habe gar nicht daran gedacht, und hatte es auch vollkommen vergessen, dass Semesteranfänge eigentlich jedes Mal kaum zu ertragen sind.
Gestern habe ich mir einen neuen Router gekauft. Nachmittags schloss ich ihn an, und alles klappte wunderbar. Abends wollte ich zocken, aber nichts ging. Surfen ging weiterhin problemlos, nur konnte ich auf keinen Server. Nachdem ich heute an der Firewall und den Ports rumgespielt habe und das zu nichts führte, werde ich ihn wohl morgen zurückbringen. Das beste war sowieso, dass überhaupt nichts mehr ging, sobald ich die Firewall deaktiviert hatte.
Auf der anderen Seite war gestern auch kaum Zeit zum zocken, da der Kommilitone Geburtstag feierte, und der Typ und ich ihn begleiteten. Deswegen musste ich Geld abheben, jetzt ist mein Konto leer, und erst am Donnerstag bringen meine Eltern meine Ersparnisse auf die Bank. Außerdem ist jetzt eine von meinen zwei langen Hosen verqualmt. Das habe ich gut geplant.
In irgendeine der Bars kam plötzlich das Mikromädchen mit Begleitung hereinspaziert. Woher sollte sie mich auch kennen. Woher sollte sie mich gut genug kennen, um sich irgendetwas anmerken zu lassen.
Heute war die Semestervorbesprechung am Institut und ich saß neben Mai. Ich darf gar nicht an die Hausarbeit denken, die ich im Laufe des Semesters noch schreiben muss.
Selbst als es gestern draußen so warm war, war es in meinem Zimmer kalt. Und die Heizung wurde offensichtlich schon abgeschaltet.
Der Typ hat am Wochenende nur vielleicht Zeit, Musik zu machen. Dafür sieht es so aus, als wäre ich am Freitag zu einem Monopoly-Abend eingeladen worden, und würde am Montag mit dem Typ auf ein Konzert gehen. Während ich doch einfach nur bei heruntergelassenen Rolläden hier sitzen will.
12.4.11 19:55


Nadir

Ich kann der Hässlichkeit der Welt nicht mehr ins Gesicht blicken.
Wenn ich Kurse habe mit Leuten, mit denen ich vorher sporadischen Kontakt hatte und die ich zu dem Zeitpunkt halbwegs leiden konnte, fällt es mir unendlich schwer, nicht nur da zu sitzen und sie hasserfüllt anzustarren.
Gestern bin ich um halb 11 ins Bett, nachdem ich den ganzen Tag so ziemlich gar nichts gemacht habe und um 11 aufgestanden bin. Ich habe es heute geschafft, mich um halb 12 aus dem Bett zu quälen. Das wurde zusätzlich erschwert, weil ich von ihr träumte. Das kam schon lange nicht mehr vor. Sie war irgendwie auf einem Familienfest mit mir und wollte so tun, als wären wir zusammen. Ein Scherz. Der schöne Schein.
Den Rest des Tages habe ich mich mit meinem neuen Modem gebattlet. Die Schlacht habe ich verloren, den Krieg noch nicht.
Selbst Schokopudding essen hat nichts geholfen. Ich könnte mich einfach nur für Wochen ins Bett legen. Jeder halbwegs erträgliche Zustand scheint vollkommen unerreichbar.
13.4.11 23:19


Dolores

Ich benehme mich seit neuestem den meisten Leuten gegenüber wie eine verbitterte alte Gewitterhexe. Früher habe ich wenigstens funktioniert, jetzt bekommt auch die Fassade schon Risse, wie es aussieht.
Dabei hat mir das Leben schon den einen oder anderen Strohhalm gereicht, an dem ich mich bitte festklammern soll. Gestern, im Bus, saß ein Mädchen, das der Situation angepasst traurig dreinschaute, im Gegenlicht des Sonnenunterganges. Das Pokémon-Mädchen aus diesem Kurs im letzten Semester hat mir ziemlich enthusiastisch zugewunken, als sie mir über den Weg gelaufen ist. Dass sie sich überhaupt erinnert. Das Internet funktioniert, wie es soll. Bisher sogar fehlerfrei.
Aber all das hatte nur insofern Erfolg, als ich zumindest ein bisschen was fühle, was nicht bedrückende Schwärze ist. Minimal. Meine Augen fühlen sich trotzdem die meiste Zeit an, als hätte ich mich gerade eben ausgeweint, und viel leichter zu ertragen ist es auch nicht geworden.
Wenn ich raten müsste was los ist, und das ist das einzige was mir übrigbleibt, würde ich sagen, dass es gerade jetzt bei mir angekommen ist, dass das Mädchen in ganz weit weg eben ganz weit weg ist. So ganz wollte ich das im letzten Semester ja auch nicht wahrhaben.
15.4.11 20:24


Isolation

Seit ich Freitagnachmittag aus der Uni zurückkam, habe ich keinen Schritt mehr vor die Tür gemacht. Das war mal nötig. Stattdessen habe ich mich ausgiebig mit meiner Gitarre beschäftigt, die es mir dann auch damit gedankt hat, dass sie gefügig war und keinerlei Zicken gemacht hat. Ich habe noch den letzten Teil vom "Money"-Solo gelernt und das einfache erste bisschen Solo aus "Comfortably Numb", also sogar ein bisschen was geschafft bekommen.
Was ansonsten die Arbeit an sich angeht... ich hatte 2 Sachen zu erledigen für die Uni, keine halbe Stunde Arbeit, aber das hinzubekommen war schon anstrengend genug. Ich war schlicht unfähig, mich dazu zu überwinden.
Stattdessen habe ich Musik gefunden. Diese resignative Trauer passt wie die Faust aufs Auge. Irgendwie wie Codeine, bezeichnenderweise auch bei Youtube als ähnlich beworben, aber sanfter.
17.4.11 21:35


Coming to

Was auch immer mich letzte Woche angefallen hat ist jetzt wieder weg. Das heisst ich sehe wieder die Inseln der Schönheit inmitten der Hässlichkeit und klammere mich an ihnen fest. Die Sehnsucht ist wieder eingekehrt. Heute Morgen saß ein Mädchen mit einer orangenen Hose im Bus.
Ansonsten genieße ich meine Ferien. Gestern zum Beispiel ging um 12 zur Uni, fuhr nach Hause um etwas zu essen und dann abends wieder hin für einen Kurs. Heute war sowieso nur ein Kurs, um 11, und da er heute das erste Mal stattfand war nur die Vorbesprechung, ich war also vor 1 schon wieder daheim und hatten den Rest des Tages absolut frei. Ich hoffe, dass es dieses Semester nicht viel schlimmer wird, und so ganz unwahrscheinlich ist das nicht, denn allzu viele vorbereitungsintensive Kurse habe ich nicht. Erst wenn ich dann die Hausarbeit / Übersetzung angehen muss, könnte mich das beeinträchtigen.
Bisher weiss ich das auch gut zu nutzen, vor allem mit Gitarre spielen. Manchmal kommt auch mein Cousin an und will LAN über Internet machen. Gestern Abend zum Beispiel ziemlich ausgiebig. Man merkt, dass er seinen WoW-Account gekündigt hat.
19.4.11 22:35


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