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Es fing ganz gut an. Mein Cousin rief an, ich solle mal rüberkommen und erst mal Die Nackte Kanone schauen. Das tat ich sowieso, und zu zweit ist's lustiger, also los. Nach den ersten 20 Minuten des 3. Teils konnten wir uns loseisen und gingen in den Jugendraum. Da waren sogar Leute, mit denen man ab und zu mal reden konnte, von daher war der erste Teil ganz erträglich. Dann gingen wir mit vielen Leuten auf eine Anhöhe vor dem Dorf, von wo aus man die Feuerwerke von 3, 4 Dörfern in der Umgebung sehen konnte, und das war wirklich schön. Danach ging es auf den Dorfplatz, und dann wieder in den Jugendraum. Dazwischen verschwanden mein Cousin und der Typ, mit dem man reden konnte. Dafür kam nach einiger Zeit die hübsche Freundin von jemandem rein. Ich saß also dann die allermeiste Zeit in Gedanken versunken da, sagte kein Wort, schaute ab und zu mal auf, wobei mir dann immer ins Auge fiel, wie sehr sich der Nachbarsjunge eben jenem Mädchen körperlich annäherte (umarmen, Arm um die Hüfte legen usw.), während der Freund auf der gegenüberliegenden Seite der Bar stand. Und ich mache mir Sorgen, wenn ich mir so nah neben jemanden setze, dass sich unsere Schultern berühren. Auf jeden Fall saß ich so ganz gut da, irgendwann war es aber auch genug und ich rutschte den Berg runter und ging schlafen.
Eigentlich sollte heute also ein guter Tag sein, weil ich mir das erst in 364 Tagen wieder antun muss, aber irgendwie klappte das nicht.
Stattdessen verstimmte sich meine Gitarre druchgehend, ich habe Angst, dass jede Fehlfunktion oder Beeinträchtigung mit dem Trojaner zu tun hat (Ich brauche einfach nur einen Grund, Angst zu haben, der Rest kommt dann wie von alleine) und die Landschaft auf dem Weg zu meiner Oma zwecks Neujahrsbesuch spiegelte sehr viel sehr gut wider. Endlose weisse Flächen, schwarze Bäume am Horizont und dann wieder endlose trüb-weisse Flächen.
1.1.11 23:15


In einer Woche geht es wieder los, und dann muss ich noch 4 Wochen durchstehen. Realistisch betrachtet sollte das doch machbar sein. Aber irgendwie habe ich Angst, dass ich die nötige Kraft dafür nicht mehr aufbringe. Und für das Referat habe ich auch noch keinen Finger krumm gemacht. Vielleicht kann unter Zeitdruck meine hohen Ansprüche fallen lassen. Immerhin handelt es sich um ein so genanntes "Hauptseminar". Aber wenn ich mir die anderen so anschaue... und mein Thema... Chinesische Minderheiten. Davon gibt es ja nur 55. Naja. Dazu kommt noch, dass sich niemand wegen dem Praktikum meldet, was ich mal so deute, dass es nicht sonderlich rosig aussieht.
Ich bin dreist geworden und habe der Ablenkung von der Ablenkung geschrieben, was wir in einem Kurs aufbekommen haben, in dem sie letzte Stunde nicht da war. Das ist ja nun fast 2 Wochen her, und ich weiss noch bzw. habe überhaupt bemerkt, dass sie nicht da war.
Zur Zeit ist wieder alles so.. -.-
2.1.11 23:13


Witwenschütteln

Heute kam ihre Antwort. Und mit ihr eine Erklärung, warum das so lange gedauert hat. Und ein Foto. Zuerst bemerkte ich natürlich das Foto und dachte, dass sie vielleicht darauf zu sehen sein wird. Das hätte mich gefreut. Es ging aber nur um Weihnachtsmannkostüme. Dann sah ich die Erklärung. Mehr so in einem etwas verloren wirkenden Nebensatz erwähnte sie, dass ihr Freund sie besuchen gekommen war. Das war nun eine Neuigkeit. Die mir den Teppich unter den Füßen wegzog.
Es ist jetzt 5 Monate her, dass ich sie zum letzten Mal gesehen habe, aber ich habe nie aufgehört, die Hoffnung zu nähren. Oder mich an ihr festzuklammern. Und irgendwie scheint mir auch nie dieser Gedanke gekommen zu sein. Nichts an ihrem Verhalten mir oder diesem anderen Typen gegenüber liess irgendetwas vermuten.
Es ist so ein seltsam surreales Gefühl, als wäre etwas geschehen, das nicht hätte passieren sollen. Jetzt kann der Winter ja kommen.
In meinem Horoskop für 2010 (!) in der aktuellen Fernsehzeitung steht als letzter Satz: "Ihr Leben hat einen Sinn." Das ist beruhigend zu wissen.
3.1.11 22:27


Handbremse

Ich habe es vor mehr als 2 Jahren schon mal gesagt, und es hat seitdem nichts von seiner Gültigkeit eingebüßt: Wem Buddhallah ins Knie schießt, dem wirft er im Anschluss eine Tube Bepanthen mit der stumpfen Seite gegen den Kopf.
Um mein Trojanerproblem einfacher zu lösen, brauche ich eine Art Betriebssystem auf CD, weil ich dann noch Sachen von meinem PC holen kann, ohne alles wieder zu verseuchen. Diese CD sollte möglichst von einem sauberen PC aus erstellt werden, also wäre ich nach den Ferien irgendwann ins Unirechenzentrum getappt und hätte das gemacht. Und das wäre eine zeitraubende Aktion geworden. Nun habe ich gestern Nachmittag gerade nach dem Feuer im Keller geschaut, als der Nachbar klingelte und Eierverpackungen wollte. Dabei erzählte er mir, dass das Virenproblem seines Sohnes von einem Spezialisten gelöst wurde, der dann eine CD dagelassen hat, die er jetzt gerne gebrannt hätte. Warum er da mich für braucht, weiß ich auch nicht, aber die CD enthält genau das, was ich brauche. Erstmal habe ich den umfangreichen Virentest, den die CD auch konnte, 7 Stunden laufen lassen, aber das half nichts. Danach konnte ich aber meinen mp3-Player säubern und feststellen, dass der Familien-PC ihn nicht wieder dreckig macht. Da sind mir schon mal 2 bis 3 Steine vom Herzen gefallen. Vielleicht ist ja sogar nur der Laptop das Problem und mein PC braucht keine Generalüberholung. Das würde zwar absolut keinen Sinn ergeben, aber naja.
Mein Effektgerät steht meistens auf Delay und die Echo-Funktion behandele ich immer ein wenig stiefmütterlich. Ich kann ja auch nur ein einziges Lied, wo die eingesetzt wird: "Error #9" von Mono. Nachdem ich vor 3 Monaten oder so über das Riff gestolpert bin, habe ich es heute mal wieder gespielt, und irgendwie fielen mir dann noch die Akkorde für die anderen Gitarre zu, wie reifen Äpfel vom Baum fallen. Wenn ich wüsste, wo der Baum steht, würde ich öfters mal dran rütteln, damit mehr runterfällt. Auf jeden Fall habe ich jetzt ein weiteres Puzzleteil. Wenn das in dem Tempo weitergeht, kann ich bald das ganze Lied. So in einem Jahr.
5.1.11 22:42


Die Ferien nähern sich dem Ende, und ich glaube so ein bisschen was anderes als apathisch zu Hause rumsitzen tut langsam auch mal ganz gut. Wenn es nur nicht gleich wieder mit voller Wucht losgehen würde... Immerhin fängt es mit einem Montag an, das heisst, dass ich die Ablenkung von der Ablenkung sehen werde. Und so extrem viele Klausuren sollten auch nicht anstehen am Ende.
Außerdem wollen der Typ und ich das mit dem zusammen Musik machen noch mal forciert angehen. Unter anderem habe ich in die Ideenlosigkeit der Lieder für 2 Gitarren "Moonlight" von Mono eingeworfen, und da wir, wie gesagt, relativ ideenlos da stehen, hat er zugestimmt. Leider haben wir keine zwei E-Gitarren, sondern nur eine und eine Auswahl von Akustischen. Aber das wird schon nicht so schlimm sein.
Und das ist eigentlich schon ziemlich viel zum dran festklammern.
6.1.11 23:00


Venedig

Gestern, um 11 Uhr abends, habe ich mich wieder normal angezogen und bin mit meinen Eltern Sandsäcke holen gefahren, weil das Wasser schon die Straße erreicht hatte. 2 Stunden später standen 200 Meter Straße unter Wasser, an den tiefsten Stellen fast einen halben Meter. 2 Stunden später stieg es nicht mehr und wir sind ins Bett.
Nachts träumte ich von einem Mädchen, das mich mochte. Ich kann mich nicht erinnern, ihr Gesicht gesehen zu haben. Es handelte sich aber sicher nicht um das Mädchen auf den Fotos, obwohl ich gestern plötzlich wieder viele Bilder von ihr betrachten musste und es sich interessanterweise heute zum ersten Mal jährt, dass wir uns zum ersten und vorletzten Mal gesehen haben. Das weiss ich seit genau jetzt, Blog sei Dank. Wenn das mal kein Zufall ist.
Heute habe ich mal ein paar Sachen abgearbeitet, aber es ging langsam. Eigentlich habe ich auch nur eine Sache fertig abgearbeitet und den Rest nur angefangen.
7.1.11 22:21


Den heutigen Tag durfte ich zum großen Teil damit verbringen, nach dem Hochwasser aufzuräumen, und für das, was übrig blieb, haben meine Eltern auch noch was aus dem Ärmel geschüttelt.
Heute Abend habe ich dann noch ein paar Sachen für die Uni vorbereitet, damit ich mir nächste Woche in aller Ruhe Stress wegen dem Referat machen kann.
Vielleicht höre ich zum pünktlich zum Ende der Ferien damit auf, wie ein Wahnsinniger Einträge zu schreiben.
8.1.11 22:51


Zum Trotz

Heute morgen klingelte der Wecker, ich stand fast direkt auf und war nicht mal sonderlich müde. Weil ich so unerwartet früh auf war, ging ich notwendiges Zeug einkaufen und brachte auf dem Heimweg Brot mit, das ich dann genüsslich verspeiste, indem ich bretthartes (weil zu kaltes) Nutella draufzuschmieren versuchte. Ich fuhr zur Übung und sah auf der Treppe schon den Bekannten sitzen. Wir gingen hoch und warteten. Und warteten. Ein anderer Typ saß auch noch rum, der ging plötzlich. So langsam dämmerte uns: Weil vor den Ferien keine Vorlesung war, fällt auch die Übung flach. Boing. So gingen wir wieder, er nach Hause und ich gammelte in der Bibliothek.
Nachmittags kam die Ablenkung von der Ablenkung etwas zu spät, weswegen ich schon dachte, sie käme gar nicht mehr. Dann setzte sie sich aber neben mich. Da freute ich mich. An irgendeiner Stelle im Verlauf der Stunde lehnte sie sich so weit rüber, dass sich unsere Oberarme berührten. Da freute ich mich noch mehr.
Ich habe heute Abend etwas zu lange Counter Strike gespielt und habe deswegen nicht mehr so viel Zeit und Lust, Sachen vorzubereiten, aber es lief auch irgendwie ganz gut. Nachdem das Internet sich stabilisiert hatte.
10.1.11 22:40


Ich habe gestern einen und heute 20 Cent auf der Straße gefunden. Hoffentlich finde ich morgen 4 und übermorgen 80 Euro.
Ich habe außerdem bei meinem Internetanbieter angerufen, weil mir dauernd alles um die Ohren fliegt. Gestern Abend ging das Internet zum Beispiel eine Stunde lang gar nicht, und danach erst Mal nur instabil. Und das ist bei weitem kein Einzelfall. Irgendwann am Nachmittag rief dann die Telekom zurück. Der Mann sagte mir, dass er bei der Leitung nichts findet, und so kommt am Freitag ein Techniker vorbei, den mir mein Internetanbieter hoffentlich nicht in Rechnung stellt. Und das dann wahrscheinlich nur um mir zu sagen, dass mein Router spinnt oder sowas. Auf jeden Fall geht das doch eh nicht gut aus.
Ich wünschte, ich hätte das Gefühl von vorgestern in ein Einmachglas gesteckt. Dann würde ich es heute wieder rausholen können. Und es wäre nicht schon eine ferne Erinnerung.
Zum Glück ist diese Woche schon wieder so gut wie vorbei.
12.1.11 21:48


Balance

Es wäre natürlich bequem, wenn ich annehme, dass es deswegen so schwer zu ertragen ist, weil ich den ganzen Nachmittag Zeit hatte und absolut nichts auf die Reihe bekommen habe. Gitarre spielen zum Beispiel. Irgendwie spuckt mein Verstärker keine Verzerrung mehr aus, und das kann ich nicht gutheißen. Außer Gegentreten habe ich schon alles versucht und an allem gedreht. Dabei hätte ich sehr viel Lust gehabt, dagegen zu treten. Und Tremolo spielen lief auch nicht rund. Oder dass der Mann vom Internet angerufen hat, weil er am Kasten rumgefummelt hat, um mir zu sagen, dass es so vielleicht jetzt geht oder meine Bandbreite runtergedrosselt werden müsste, um Stabilität zu garantieren. Bisher ist das Internet dann auch nur ein einziges Mal abgeschmiert, und das könnte natürlich noch eine Spätfolge davon sein. Wer kann das schon mit absoluter Sicherheit sagen. Oder dass ich das Handout schreiben wollte, aber nur sehr sehr langsam vorwärts kam. Oder dass plötzlich schon wieder 10 Uhr ist. Ich aber morgen um halb 10 am Institut sein muss, um mit anderen Leuten das Protokoll einer Stunde heute zu machen, damit das pünktlich fertig ist.
Aber all das ignoriert die Tatsache, dass ich den ganzen Morgen schon ziemlich verloren ins Nichts gestarrt habe.
Als ich einstieg, war der Bus schon ziemlich voll, und an der nächsten Haltestelle wurde es logischerweise noch voller. Ein Mädchen stieg ein, und als der Bus losfuhr, hatte sie noch nichts gefunden, um sich daran festzuhalten. Also nahm sie einfach meinen Ellbogen. Aber nicht mal grob, wie man das bei der reflexartigen Reaktion (sofern es das denn war) erwarten würde, sondern sanft und warm wie... Ich weiss gar nicht, was so sanft und warm sein sollte. Durch Jacke und Pulli hindurch. Sie hat nicht mal "Entschuldigung" oder sowas gesagt. Aber wofür auch? Der Bus wurde in der Folge auch nicht leerer, also blieb sie direkt neben mir. Und ich wurde das Gefühl nicht los, dass dieses "bleiben" auch wirklich eine aktive Handlung war. Obwohl sie wahrscheinlich nur dachte, dass der Kerl doch endlich mal mehr Platz machen soll. Während ich mir vorstellte, sie einfach so zu umarmen. Und mir vorstellte, wie es wäre, wenn mal jemand so nah bei mir stehen würde, weil er eben so nah bei mir sein will. Und mir dachte, wie schön es ist, jemanden emotional völlig unbelasteten zu haben, der mich noch nie verletzt hat.
Und als sie ausstieg, liess sie nur verbrannte Erde zurück.

Es ist kaum zu glauben, dass das so lange her sein soll, aber Ende Oktober ist schon mal so was ähnliches passiert, worüber ich dann gleich ganz geschwiegen habe, anstatt alle 2 Sätze 5 Runden Solitär zu spielen. Ein Mädchen aus den niedrigeren Semestern saß vom vorherigen Unterricht noch im Raum rum und entschloß sich dann, sich mal anzuhören, was die alten Hasen so den lieben langen Tag treiben. Mitten in der Stunde musste sie dann aber anscheinend doch weg. Irgendwie stand sie dann hinter mir und etwas vollkommen verwirrendes geschah. Sie legte ihre Hand auf meine Schulter und sagte "Entschuldigung", als wollte sie mich ansprechen. Als wäre das nicht genug (und das wäre es gewesen), drehte ich mich um, nur um zu sehen, wie sie mich ignorierte und dem Dozenten sagte, dass sie jetzt weg müsse. Mit ihrer 6mm - Frisur und ihren schwarzen Augenrändern sah sie wie schon lange an irgendetwas zerbrochen aus.
14.1.11 22:51


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