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Es ist jetzt schon ziemlich lange her, nämlich 3 Wochen, dass ich ihre Antwort bekommen habe. Und es wird noch mehr als eine Woche dauern, bis ich antworten werde, weil ich jetzt, in den Ferien, absolut nichts zu schreiben hätte. Außer, dass ich oft an sie denke und sie vermisse. Aber...
Ich hoffe, sie deutet mein Schweigen nicht falsch.
In der letzten Zeit war es nicht unbedingt gut, aber irgendwie erträglich. Wenn man nichts erwartet, außer nachmittags Gitarre und abends Counter Strike spielen zu können, wird man nur manchmal enttäuscht. Den Rest träume ich mir zusammen.
2.10.10 00:11


Ich hasse es, wenn ich so müde bin, dass ich vollkommen unkonzentriet bin. Ich konnte gestern so schlecht schlafen. Das muss der Sonntag sein. Also, anderer Leute Sonntag. Bei mir ist der nicht oft so.
Noch 7 Tage bis zu meinem Auszug. Mal wieder.
3.10.10 21:24


Schwebe

Ich lebe immer noch in meiner von Gefühlen isolierten Blase.
Aber heute wurde ich, wie jeden Dienstag, gewaltsam vor die Tür gezerrt, um Eier zu verkaufen. Irgendwann am frühen Nachmittag sah ich ein hübsches Mädchen die Strasse entlanggehen. Ich weiss nicht, ob sie wirklich hübsch war, vielleicht war auch nur das Verlangen, irgendjemanden anzustarren und anzuhimmeln, groß genug, um diesen Eindruck entstehen zu lassen. Und nächste Woche werde ich wieder mit einem Schlag mittendrin im Strudel solcher Eindrücke stehen. Mit noch ungewissen Ausgang.
Ich freue mich schon darauf, irgendetwas zu schreiben zu haben, damit ich ihr in 10 000 km Entfernung vielleicht eine kleine Freude machen kann. Und mir eine große. Gleichzeitig habe ich Angst, dass es sich anfühlt wie bei jedem Semesteranfang. Nämlich nicht gut.
Da bisher keine Antwort auf meine Bewerbung beim Conservatoire de Paris kam, werde ich meine neueste Errungenschaft präsentieren müssen, um den Vorgang zu beschleunigen: Ich kann das (durchaus minimalistische...) Riff von "Error #9" von Mono, nur durch meine Ohren. Ich bin fast schon stolz auf mich.
Eine endgültige Antwort wegen meines Praktikums habe ich immer noch nicht. Aber in der Hinsicht läuft sowieso alles etwas gemächlicher.
5.10.10 23:17


Es gibt nichts zu erzählen. Ich hatte heute keine Lust auf Stall, habe das sogar geäußert und meine Mutter ist nicht halb ausgetickt. Es war fast, als wäre es ihr egal. Das ich sowas noch erleben darf. Natürlich änderte das nichts daran, dass ich musste, aber das ist nicht der Punkt.
Meine Oma ist seit gsetern Uroma. Ich bin weiterhin nichts.
Heute hat Gitarre spielen weder geklappt noch richtig Spaß gemacht. Es ist immer ein prekäres Gleichgewicht.
7.10.10 23:55


Heute ist es wieder schlimm. Ich bin geistesabwesend, fertig und müde. Warum ich müde bin, weiss ich auch nicht so genau, ich kann höchstens äußerst schlecht geschlafen haben, äußerst kurz war es sicher nicht.
Und morgen Abend fahre ich nach dem Geburtstag meines Vaters wieder Richtung Uni. Am Montag ist direkt ein Einstufungstest für das ganze Institut. Das wird alles sehr sapßig.
Ich weiss jetzt schon, wen ich vermissen werde.
9.10.10 22:55


Kreisbewegung

Sonst fühlte sich der Semesterstart oft an, als würde ich in ein tiefes schwarzes Loch fallen. Dieses Mal ist es mehr so, als würde ich eine alte, vertraute Haut schlüpfen. Vielleicht heisst das, dass ich hier wirklich angekommen bin. Vielleicht ist das aber auch nur Wunschdenken und morgen ist wieder alles vorbei.
Das würde allerdings auch nichts mehr daran ändern, wie es heute war.
Aus diversen Gründen, vor allem wegen dem schlechten Abschneiden vieler Studenten bei den Zwischenprüfungen in der letzten Zeit, wurde dieses Semester ein Sprachtest eingeführt. Und der fand heute Morgen um 9 statt. Das bedeutete, dass ich, nachdem ich gestern Abend um 11, nach dem Geburtstag meines Vaters, hier ankam, direkt früh rausmusste. Irgendwie klappte das, und dann war der 1. Test (Es gibt 2 Stufen, je nach Länge des Studiums, ich bin in der Mitte, also brauche ich beide.) auch relativ einfach. Mai war zwar auch da, kam aber zu spät und ich ging wie immer zu früh, so gesehen hatten wir uns also fürs Erste verpasst. Danach traf ich dann mehr und mehr Leute, die ich auch kannte (und mit denen ich freiwillig reden würde). Unter ihnen auch die Ablenkung von der Ablenkung, die mir im letzten Semester kaum über den Weg gelaufen ist. Nicht, dass wir beide irgendetwas miteinander geredet hätten, aber sie stand für kurze Zeit nah genug neben mir, dass ich mir vorstellen konnte, sie würde das mit Absicht tun. Nach dem Test, der auch lange nicht schwer war wie befürchtet, tat sie das schon wieder. Es war, als wollten meine Gefühle in dem Moment zu mir sagen: "Hier, Strudel, reinspringen, mitreissen lassen und wegtreiben, genau wie vor 2 Jahren." Ein probates Gegenmittel, getestet und für gut befunden. Jedoch mit schwerwiegenden Nachwirkungen. Sie ist in ihrer Traurigkeit wunderschön. Wäre sie eine Figur in einer Novelle, würde sie aus der Feder von Kawabata stammen.
Mittags zerrte mich F. mit in die Mensa. Mit im Schlepptau war noch ein Mädchen, das er von früher kannte. Später kam noch jemand dazu, und obwohl die drei nicht nur Geschichten von früher auspackten, wurde das doch langsam zu viel Geselligkeit.
Im Bus nach Hause saß neben mir eine hübsche Asiatin. Manchmal, wenn die Straße zu holprig war, berührten sich unsere Schultern ganz kurz. Wie das Oktobersonnenlicht auf ihre Haare fiel war unbeschreiblich.
Kurz darauf kam dann der Typ vorbei, der jetzt in der Nähe wohnt, weil ich noch Sachen von ihm mitgenommen hatte. Irgendwie blieb er dann noch mehr als eine Stunde, und es war auch lustig. Aber als er heute Abend weggehen wollte, hatte ich da keine Lust drauf. Mein Plan sieht vor, um 11 ins Bett zu gehen und vor 11 morgen nicht aufzustehen. Das hätte ich schlecht realisieren können, wäre ich aus dem Haus gegangen. Er hat noch kein Internet, und ich hatte keine Ferien. Das ist ein leichter Interessenkonflikt zwischen Tatendrang und Schlafbedürfnis.
11.10.10 21:07


Taumel

Morgen ist ein Kurs, vor dem möglicherweise nicht nur vorher Respekt haben könnte. Das liegt vor allem daran, dass es ein Hauptseminar ist (mein erstes) und durchaus Leute da drin sitzen könnten, die schon fast doppelt so lange studieren wie ich. Außerdem geht es einen Philosophen names Zhuangzi, mit Originaltext. Wir werden sehen.
Ich bin außerdem mal gespannt, ob ich ohne Anmeldung in den allgemeinen Japanisch - Kurs reinkomme. Auf die Frage nach dem Warum ist die Antwort wohl: Aus Protest, weil Kantonesisch sich mit einer wichtigen Vorlesung von VWL überschneidet. Als wäre dieses Fach je für irgendetwas gut gewesen... Man hört ja von Leuten, die schon fast überall ohne Anmeldung reingekommen sind, aber bei mir selbst traue ich dem nicht so über den Weg.
Die Kursvorstellung gestern war wie jedes Mal vollkommen nutzlos, aber immerhin haben die Dozenten ihre Alleinunterhalterqualitäten ausgepackt, so war es immerhin unterhaltsam. Oh, und ich habe im Anschluss erfahren, dass ich beide Prüfungen bestanden habe. Das Problem ist damit schon mal aus der Welt.
Heute war dann wieder wie aus dem Nichts Geselligkeit angesagt, weil ich den Typ mehr zufällig traf, wir essen gingen und unterwegs noch zwei Leute aufgabelten.
Bald, vielleicht schon morgen, werde ich ihr wieder schreiben. Dann wird sie hoffentlich nicht denken, dass ich sie vergessen habe und antworten.
Im Bus heute Abend saß ein Mädchen die ganze Fahrt neben mir. Ich habe mich nicht getraut, sie auch nur ein Mal anzuschauen.
In meinem Leben gibt es immer Grund zur Freude.
13.10.10 22:00


Schieflage

Allein schon die Vorbesprechung für den gestrigen Kurs war anstrengend. Die Dozentin hat in einer Tour geredet, aber leider habe ich immer noch keine Ahnung, wie das jetzt ablaufen wird. So viel zu der Sorte von Respekt.
Danach ging ich in den Japanisch - Kurs, und der Typ ging einfach mal mit. Es waren zumindest Sitzplätze frei, demnach wäre es logisch, wenn ich mich auch ohne Anmeldung dazugesellen könnte. Gut, wann war Bürokratie je logisch? Irgendwie kam ich auch nicht dazu, mit der Lehrerin darüber zu reden...
Gestern nach dem Sport schrieb ich dann eine E-Mail gewisse Leute, die sich weiter weg aufhalten. Ich hoffe, sie freut sich, von mir zu hören. Ich freue mich jetzt schon darauf, ihre Antwort zu erhalten.
Heute war es dann etwas weniger erfreulich.
Der erste Kurs heute Morgen war vollkommen überfüllt. Dass ich nicht im Gang draussen sitzen musste, war noch ein Wunder. Dann war das, trotz dieser Menschenmassen, interaktiv, artete also auch noch in Geschwafel aus.
Der nächste Kurs war immerhin überfüllt genug, um mich ein Mal ans andere Ende des Ganges watscheln zu lassen, um mir einen Stuhl zu holen, den ich in die Ecke stellen konnte.
Der Nachmittag fing eigentlich noch gut an, aber beim Gitarre spielen machte der Verstärker in unregelmäßigen Abständen ohrenbetäubend laute Geräusche, als wurde man sich den Anschluss des Kabels an den Finger halten. Dann wollte ich lesen, aber von dem allzu gemütlichen Sitzen wurde ich ganz müde und schläfrig.
Vielleicht wird es ja etwas erträglicher, wenn ich nachher noch mit dem Typ in die Stadt gehe.
15.10.10 19:08


Begradigung

Gestern Abend war es doch noch lustig. Da bin ich glatt froh, dass ich mal etwas gemacht habe. Es war auch nicht krass und wurde nicht besonders spät, daher hatte es keinen negativen Einfluss auf den heutigen Tag. Und als ich heute Nachmittag noch schnell einkaufen ging, traf ich den Typ noch vollkommen unerwartet und zufällig vor dem einzigen Laden hier im Ort.
Den Rest des Tages habe ich mit Gitarre und ein paar Hausaufgaben verbracht. Und zum Abschluss werde ich gleich noch in meinem Buch über Nordkorea weiterlesen. Es heisst "Die Kinogänger von Chongjin" und wurde von einer Journalistin geschrieben, die viele Gespräche mit vielen Flüchtlingen geführt und deren Geschichten gesammelt hat. Dieses Land übt eine seltsame Faszination auf mich aus, und ich kann gar nicht genau sagen, warum. Die Tatsache, dass es in so ziemlich jeder Hinsicht extrem ist (extrem arm, extrem repressiv und extrem abgeschlossen) mag ein Teil der Antwort sein. Es wäre so wunderbar, wenn ich direkt nach der Öffnung da hin könnte, um mir anzuschauen, wie es dort gewesen sein muss.
Interessant ist auch meine Stimmung. Ich fühle mich selten schlecht, eher routiniert und funktionierend. Und noch seltener habe ich das Gefühl, dass mir irgendetwas fehlen könnte.
16.10.10 23:55


Abschussrampe

Ich habe einen Kurs mit der Ablenkung von der Ablenkung zusammen. Es ist sogar ein Pflichtkurs, daher ist die Chance, dass sie plötzlich verschwindet, nicht sonderlich hoch. Und obwohl es ein Pflichtkurs ist, sind doch wenige Leute drin. Perfekt. Ihre Schultern...
Einen seltsamen Augenblick gab es aber. Das Thema waren äußere und innere Eigenschaften von Personen, und die Lehrerin, ich hatte sie im letzten Semester schon, diskutiert dann sowas auch gerne locker. Als es dann darum ging, was für Eigenschaften man an anderen Leuten schätzt, wurde ihr die Aussage entlockt, dass sie begeisterungsfähige Leute mag. Die Lehrerin (man würde es jetzt erkennen, wenn man nicht wüsste, dass sie aus Taiwan kommt) zeigte dann auf mich. Ich weiss nicht, wie sie das gemeint hat. Und ich weiss nicht, mit wem sie mich verwechselt. Ich weiss auch nicht, wie sie mich dann angeschaut hat, weil ich lieber den Blick gesenkt habe. Ich wollte mich nicht verraten.
Im Anschluss war ich im freien Tischtenniskurs der Uni. Das letzte mal, dass ich einen Schläger in der Hand hatte, war bestenfalls im Januar. Und davor halt jahrelang nicht. Ich hatte also gewisse Startschwierigkeiten. Überhaupt ist das Niveau da nicht schlecht. Aber es gibt zum Glück solche und solche. Und anstrengend ist das...
Warum gibt es eigentlich keinen Pro-Ana-Blog mit dem Namen "leichtes Mädchen"?
18.10.10 20:32


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