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Schiebung

Diese Woche war der Mittwochsdurchhänger nicht so extrem, von daher musste sie heute nicht angehechtet kommen, um mich zu retten. In gewisser Weise hat sie das aber trotzdem getan, als sie sich mit ihrem ganzen Gewicht auf mich geworfen hat und mit all den Sachen, die sie sagte, fast erdrückte.
In dem kleinen Kurs vorher, den sie nicht besucht, saß wieder zufällig diese eine Japanologin neben mir. Vor 3 oder 4 Wochen blieb mein Blick beim durch den Raum schweifen ein Mal bei ihr hängen, und als der Dozent die wenigen Leute auf einen Haufen zusammengepfercht hat, saß sie plötzlich neben mir, und das hat sich dann heute auch wieder ergeben. Seitdem setzt sich jeden Donnerstag ein klitzekleiner Stein auf den Turm. Heute sah ich mich irgendwie dazu gedrängt, einen Satz zu ihr zu sagen, der sich aus dem Gespräch, das um mich herum stattfand, ergab. Das hat sich einfach so ergeben.
Es gibt keine schöne, wohlklingende Erklärung dafür.
Ich kenne ihren Namen nicht, kenne sie nicht, sehe sie ein Mal die Woche, wo sie dann mehr oder weniger schweigend dasitzt, werde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in diesem Semester nicht über 3 gewechselte Sätze hinauskommen und sie dann nie wieder sehen.
Aber irgendwen muss man ja aus der Ferne anhimmeln. Es geht nicht anders. Das ist extrem offensichtlich.
Ich weiß, ich habe ihr (also der ursprünglichen) gegenüber keinerlei Verpflichtung. Aber warum fühlt es sich dann so komisch bis vollkommen falsch an? Vielleicht erinnert mich das daran, dass ich sie dann wahrscheinlich fallen lassen würde wie eine heiße Kartoffel. Oder zumindest schätze ich mich so ein.
Es ist schweisstreibend heiß geworden. Furchtbar.
1.7.10 23:20


Ich merk schon, etwas über den heutigen Tag zu schreiben wird schwierig. So als würde die Freude weglaufen, wenn ich sie frei im Eintrag herumspazieren lasse.
Heute Mittag trafen wir uns mal wieder zum Zahlen jonglieren. Irgendwie und aus irgendeinem Grund (warum wohl...?) rückte ich ständig möglichst nah an sie heran, und da freute ich mich dann drüber. Mittendrin fiel ihr ein, dass sie mich noch nicht zu ihrem morgigen Geburtstag eingeladen hatte. Dann werd ich wohl mal gucken gehen, was da so ist.
Danach war das Tutorium zur Vorlesung gestern, wo ich feststellte, dass ich das andere Mädchen doch nicht nur ein Mal die Woche sehe. Das ändert aber nichts daran, dass wir bis zum Semesterende nicht mehr als 3 Sätze gewechselt haben werden. Heute belächelte ich meine Gefühle von gestern etwas, aber ich weiß, dass das nach dem nächsten Mittwochsdurchhänger wieder anders aussehen wird.
Als ich dann heute zu Hause ankam, wartete ein Päckchen von Tafeldienst auf mich, die sich nach auch wieder fast 4 Monaten Stillschweigen mit einem Paukenschlag voller koreanischer Süßigkeiten und ihrer Unizeitung zurückmeldete, wo wohl irgendwas drin steht, was mit ihr zu tun hat. Jedenfalls ist sie mit einer Gruppe von Leuten auf dem Titelfoto. Wenn ich jetzt noch Koreanisch könnte...
Heute ist wieder so ein Tag...
3.7.10 00:40


Unterm Rad

Sie kann nichts dafür, dass es regnet, wenn sie ihre Feier draußen geplant hat. Sie kann weiter nichts dafür, dass ihr Handy den Geist aufgibt. Sie kann auch nichts dafür, dass die einzige Person, die ich sowieso hätte erreichen können ihr Handy vergisst und auch nur ziellos umherirrt, bevor sie wieder geht. (Und wenn das das erste ist, was man an einem Montagmorgen von der ganzen Sache aufgeklärt bekommt, bewahrheitet sich wieder: Geteiltes Leid ist halbes Leid.)
Ganz abgesehen davon, dass es auch ihr sicher den Tag versaut hat.
Im Gegensatz zu mir ist sie aber nicht mit voller Wucht ins offene Messer gerannt.
Das Salz in der Wunde war die Zeitspanne, in der ich durch die Gegend geirrt bin. Wir erinnern uns: Samstagabend um 6, da war doch was. Schon als ich aus der Tür trat und mir Hupen und Tröten entgegenschallten, wäre ich am liebsten wieder auf der Schwelle umgekehrt. Weiter musste ich durch den belebtesten Teil der Stadt und dachte nur daran, dass ich das alles für ein wichtiges Ziel auf mich nehme.
Pustekuchen.
5.7.10 20:18


Gestern fühlte es sich wie allzu vertrautes Terrain an, als würde man nach einer langen Schifffahrt wieder festen Boden unter den Füßen haben. Sie verhielt sich irgendwie wenig kommunikativ (was durchaus nichts mit mir zu tun haben muss, aber das ist ja gerade das Problem) und schien mir so unerreichbar weit weg. Wie schön sie in diesem Licht aussah. Als wäre sie aus dem Nebel in meinem Tal herausgetreten und würde in die Sonne blinzeln.
7.7.10 20:42


Wenn ich mir andere Leute so anschaue, die immer wieder gegen die gleiche Wand zu laufen scheinen und nicht wissen, warum, kann ich fast froh sein, dass sich meine Komplexe zu einem so offensichtlichen Klumpen zusammenballen und mir überall im Weg rumliegen.
Die Suche nach einer Mutter, die (emotional) für mich da ist. Ist es vielleicht das, was ich die letzten 8 Jahre mit verzweifeltem Eifer betrieben habe?
Die Frage ist es zumindest wert, dass ich darüber nachdenke.
8.7.10 23:31


Manchmal wüsste ich gerne, von welchen Faktoren es abhängt, ob mich darüber freue, Zeit mit ihr zu verbringen, oder ob ich hinterher nur noch trauriger bin, wegen der Enttäuschung über die nicht erfüllten Erwartungen.
Wenn ich nicht alles durcheinander bringe, ist die nächste Woche die letzte reguläre Unterrichtswoche, danach ist noch die Klausurenwoche und dann ist das Semester schon wieder vorbei. Die einzig wichtige Klausur ist am Montag nach der Klausurenwoche, dementsprechend ist die Klausurenwoche ein Witz, und die logische Schlußfolgerung ist, dass sich alles stark dem Ende entgegenneigt.
Meine Gitarre will man nicht zum Feind haben. Und mein Stimmgerät nicht zum Freund, glaube ich langsam. Das Problem ist, dass ich in einem Fall in einem vollkommenen Abhängigkeitsverhältnis stehe, im anderen immer noch in einem starken.
10.7.10 23:04


Ich hasse es, wenn die Schwere so körperlich spürbar wird, weil ich mal wieder einfach nicht einschlafen konnte, was aber nicht ausschließlich am Wetter, sondern auch an meinem Tagesrhythmus am Wochenende liegt. Denn der sieht vor, dass ich irgendwann nach 12 Uhr aufstehe und den ganzen Tag möglichst wenig mache.
Als ich dann im Bus von Mai aus meinem Halbschlaf geweckt wurde, dachte ich, dass es heute vielleicht doch noch was wird, obwohl ich da schon eine halbe Stunde im Bus saß, weil der Stau wieder besonders schlimm war. Wenn man die "Gleich wendet sie sich gelangweilt ab, gleich, jeden Moment, jeeeeheeehetz..." - Gedankenspiele außer Acht lässt, klappte das auch, weil niemand den Stop - Knopf drückte und wir so erst mal sitzen bleiben und zurücklatschen mussten.
Im Unterricht war dann sie überraschend nicht da. Sie macht es mir nicht leicht, mit ihrer Hilfe meine Stimmung über Wasser zu halten.
Die 2 Stunden zwischen dieser Stunde und der nächsten habe ich zum größten Teil schlafend verbracht, was aber vor allem meinen Kreislauf niedergerungen hat. Irgendwann im Laufe das Tages kam dann das Kopfweh, der Schweiss war da schon wieder eingetrocknet, und das Gewitter brauchte auch keine so große Abkühlung. Immerhin habe ich es geschafft, grob eine Minute bevor der Regen anfing zu Hause zu sein.
Heute in 2 Wochen ist die VWL - Klausur. Wenn man meine Motivation am Wochenende als Inidikator nimmt, dann... Diese Mischung aus Druck und Langeweile ist doch jedes Mal wieder unheimlich super.
Wobei Langeweile nicht falsch zu verstehen ist. Ich kam mal wieder dazu, länger Gitarre zu spielen. Es ist mehr die Weigerung, produktiv zu sein.
12.7.10 21:10


Viel mehr als 5 Stunden habe ich auf keinen Fall geschlafen, aber das reichte schon, um es nicht so unerträglich werden zu lassen, wie es gestern war.
Sie ist immer noch verschollen. Vielleicht freue ich mich dann nur umso mehr, wenn sie wieder auftaucht.
Heute habe ich mich von Mai für die Semesterferien verabschiedet. Sie hat mich umarmt.


Ich würde gerne mal wieder Counter Strike 1.6 auf Servern spielen, wo auch Leute sind.
13.7.10 22:04


Da ich heute eigentlich erwartet habe, sie wieder nicht zu sehen, wurde ich positiv überrascht.
Meine halbwegs erträgliche Laune könnte aber auch am Gewitter von gestern samt sinkender Temperatur liegen, oder daran, dass CS mal wieder wirklich und tatsächlich Spaß gemacht hat (ich bin immer so einfach zu erfreuen...), oder daran, dass meine Gitarre auch nett sein kann und nicht vollkommen verstimmt ist (und immer wieder diesen Zustand erreicht), wenn man mal Zeit für sie findet.


Ich träumte von einem Mädchen aus meinem Dorf, das aus einer vollkommen kaputten Familie kam. Der Vater ist Alkoholiker und die Mutter raucht während der Schwangerschaft. Und das ist nur das, was man von außen mitbekommt. Wir gingen in der Grundschule in die gleiche Klasse, und sie schwankte egientlich durchgehend zwischen Mobbingopfer, wobei ich keine Ausnahme bilde, selbst wenn es für mich nur harmlose Scherze waren macht das für sie keinen Unterschied, und Ausgeschlossene. In meinem Traum traf ich sie vor ihrem Haus, verliebte mich in sie und wir kamen zusammen.
Ich glaube zu verstehen, warum mein Gehirn immer alle Erinnerungen an alle Träume direkt löscht.
15.7.10 23:45


Stranger Things happen in Mexico

Einen Vorteil hatte dieses Semester gegenüber allen vorherigen Phasen in meinem Leben. Einen Vorteil, der mir selten wirklich so bewusst war. Ein Mal pro Woche habe ich mich mit einem Mädchen getroffen, und das war sicher. Sie hat mich nicht ein einziges Mal sitzen lassen. Und wer weiss, wie sehr ich Regelmäßigkeiten mag, wird auch verstehen, was das bedeutet. Auch wenn es nur primär darum ging, VWL - Aufgaben zu rechnen. Aber da wir uns immer unter 4 Augen getroffen haben, liessen sich fachfremde Gespräche nicht vermeiden.
Ein Tag hatte also immer die Chance, den ganzen restlichen Mist zu rechtfertigen.
Heute hat es wieder einer geschafft.
Der bezeichenende Moment war, als sie sich aufrichtete und näher zu mir rückte, als wollte sie sich an mich anschmiegen. Für einen kurzen unendlichen Moment traf mich dieses Gefühl wie eine Welle und riss mich mit. Während sich unsere Unterarme berührten, fühlte es sich an, als würde die Haut an der Stelle brennen, und die Wärme bis in jede einzelne Zelle tragen.
Dann rückte sie wieder etwas weiter weg.

Später traf ich mich mit meiner Tandempartnerin und versuchte, ihr Sachen auf Chinesisch zu erklären. Plötzlich tauchten Mai und eine Freundin von ihr auf und nahmen am Nebentisch Platz. Später kam sie noch dazu. Als meine Tandempartnerin dann wegmusste, gesellte ich mich zu dieser Gruppe, die einen kleinen Abschied für Mai vor ihrer längeren Reise beging. Das tat ich aber auch nur, weil sie sagte: "Setz dich doch zu uns!" Später fragte ich mich, ob sie sich wohl ärgert, dass sie nie den Mund halten kann. Irgendwann ging dann die Freundin. Ich blieb noch. Obwohl ich irgendwie nicht dazu kam, viel zu sagen. Weiterhin dazu zu kommen, in ihrer Nähe zu sein, genügte mir selbst aber vollkommen.
16.7.10 23:54


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