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Pendel

Als ich heute Morgen aufwachte, den Wecker ausmachte, eine halbe Stunde weiterschlief, zum Bus hetzte, nach einer Station schon an der Endhaltestelle war, 500 Meter zur S-Bahn laufen musste, auf die ich noch fast 20 Minuten warten musste (diese Baustelle... wie soll ich das 2 Monate lang aushalten?), zum Unterricht hetzte, zu spät kam und deswegen nur noch einen Stuhl ohne Tisch abbekam, dachte ich zuerst, der heutige Tag würde werden wie der gestrige, nur noch schlimmer.
Irgendwann später dann saß ich wieder mal in der Gegend herum, als sie mal wieder in der Tür stand. Das freute mich schon ein bisschen. Ich traute mich dann auch, den Mund aufzumachen und den Termin munter hin und her zu schieben. Da freute ich mich noch ein bisschen mehr. Sie musste noch etwas planen, bevor sie sich auf die Uhrzeit festlegen konnte. Noch später fragte "sie von vor 2 Jahren", die ab jetzt dank lustigem Jonglieren mit Namensbestandteilen unter Mai laufen wird, mich und den Kerl der neben mir saß, ob wir am Wochenende was vorhätten. Ich ja aus Prinzip schon mal nicht. Sie, die ständig in Türen irgendwelchen von Räumen steht, in denen ich sitze, und sie und noch jemand hätten vor, auszugehen. Obwohl ich mich beim Gedanken daran schon wie ein Fremdkörper fühle und vor Angst am liebsten weglaufen würde (vor dem Gedanke, nehme ich an), habe ich mal vorläufig zugesagt.
Zu guter letzt kam sie selbst dann in einer Pause mal eben zu mir rüber, um endgültig einen Termin festzulegen.
Wie schön sie heute war.
1.6.10 22:18


Wenn ich mir meine aktuelle Stimmung so anschaue, dann ist die schon nicht schlecht. Selbst wenn also "nichts passiert", wenn alles einfach so weitergeht wie bisher, bin ich gut versorgt.
Ich mein, immerhin besteht die Chance, dass ich ein Mädchen an 2 verschiedenen Tagen (auch noch am Wochenende!) außerhalb der Uni sehe. Das ist ja fast schon zu viel Unwahrscheinlichkeit auf einem Haufen.
3.6.10 21:05


Stetiger Fluss

Ich habe noch keine passende Erzählform für Abende gefunden, an denen ich nicht nur gelangweilt in der Ecke herumstehe. Heute hätte ich sie gebraucht.
Der Anfang des Abends gefiel mir schon. Davor musste ich ungefähr noch eine Viertelstunde warten, auf diesem Platz mit den viel zu vielen Menschen, aber das kann man ja unter "Anreise" einsortieren. Als ich mich nämlich von meiner Bank zum Treffpunkt begab, stand sie schon alleine da. Da fand ich es dann fast schon schade, dass die anderen kamen. Zuerst gingen wir die Schloßbeleuchtung schauen, die von einem sehr schönen Feuerwerk begleitet wurde. Einfach nur dazustehen, in ihrer Nähe, und in den Himmel zu schauen, war ein ziemlich ergreifender Moment.
Nächste Station war der Innenhof der Mensa, wo wir uns hingesetzt und etwas getrunken haben. Und die letzten 2 Stunden haben wir, dann schon auf 5 Personen geschrumpft, an einem gemütlichen Ort verbracht und vor allem geredet. Natürlich war das nichts spektakuläres, aber gerade deshalb sehr nach meinem Geschmack.
Ganz am Ende haben der Typ, der immer an ihr hängt (Er hat eine Freundin, das sollte ich vielleicht mal erwähnen. Auch, um mich selbst zu versichern...) und ich sie nach Hause begleitet, auch weil wir beide zum selben Bus in eben diese Richtung mussten. Zum Abschied hat sie mich umarmt. Sie hatte Glück, dass sie mich damit so überrumpelt hat, sonst würden wir vielleicht jetzt, im strömenden Regen, immer noch da stehen.
Vielleicht habe ich mich damals tatsächlich geirrt?
Das Hausaufgabentreffen musste sie leider auf morgen verschieben, aber das kommt über "schade, egal" auch nicht hinaus.
6.6.10 20:35


Rückstau

Eine meiner hanebücheneren Theorien ist, dass es sehr oft egal ist, was an einem Tag passiert. Wenn ich traurig sein will, werde ich traurig.
Selbst wenn ich mehr als 2 Stunden mit ihr verbringe, nur sie und ich, sie mittendrin mal kurz die Augen zumacht und die Sonne ihr dann durchs Fenster aufs Gesicht scheint, während ich nur dasitze und mir denke: "Wie kann soetwas sein?" Selbst wenn ich mich ihrer Sitzposition anpasse, um allzu große Distanz zu verhindern, und sie nichts dagegen tut, aber auch nicht unbedingt aktiv mitspielt. Dann denke ich mir immer, und gerade an Tagen wie heute: Sie kann nicht deshalb mit mir VWL - Übungen machen, weil ich so gut und sie so schlecht rechnen kann. Das ja nun überhaupt nicht.
An solchen Tagen werde ich mir bewusst, was zwischen mir und dem Abgrund liegt. Sie. Ein Seil, auf dem ich balanciere. Das ist merklich über dem Abgrund, aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist: Ich muss ständig balancieren und habe keinen festen Stand.
Dazu kommt noch die Wahrheit, deren Existenz ich immer so gut es geht leugne: Nach diesem Semester geht sie für ein Jahr ins Ausland, und wenn sie wiederkommt, könnte ich mit dem Studium fertig sein.
7.6.10 22:19


Meine Stimmung ergibt überhaupt keinen Sinn. Heute z.B. freue ich mich. Warum? Weil sie heute Mittag mal nicht zufällig im Aufenthaltsraum saß und ich nur am Ende des Tages kurz mit ihr redete?
Das muss es sein. Das nennt man einen empirischen Zusammenhang. Gegenteilige Stimmung im Vergleich zu gestern, ausgelöst durch einen Tag, der das Gegenteil vom gestrigen war.


Irgendetwas muss ich übersehen.
8.6.10 20:51


Ich geb's jetzt einfach auf, drüber nachzudenken, bezeichne es als "Stimmungsschwankungen" und freue mich über das derzeitige Hoch.
Manchmal erschrecke ich darüber, dass sich alles, also wirklich alles nur noch um sie dreht. Dann denke ich meistens daran, wie es wäre, wenn sie nicht da wäre und bin direkt froh, dass das vorerst nur ein Gedankenspiel ist. Oder ich denke einfach an morgen, so wie heute.
10.6.10 23:49


Manchmal, wenn sie mich anschaut, wegen irgendwas, und ich zurückschaue, bleibe ich hängen. Dann schaue ich ihre Augen und frage mich, warum sie freiwillig mit mir in einem Raum sitzt. Neben mir sogar. Dann schaut sie immer ruckartig wieder auf das Blatt, also wollte sie sagen: "Genug der Spirenzchen, widmen wir uns der Aufgabe."
Was ich damit abslolut nicht sagen will ist, dass es gestern nicht schön war, mal wieder.
Es ist einfach nur vollkommen nutzlos und wird direkt wieder aufgefressen, bis nichts mehr davon übrig ist. Dann kann ich mich wieder nur an Hoffnungen klammern. Montag werde ich sie sehen, Dienstag auch, Donnerstag auch, Freitagabend ist sogar Grillabend des Instituts... Und ab übernächster Woche könnte ich aus Gründen, die zu kompliziert sind und auch nichts zur Sache tun, mit ihr zusammen in einem sehr sehr kleinen Kurs sitzen, was vielleicht dazu führen könnte, dass ich öfters mal neben ihr sitze.
Immer positiv denken.
12.6.10 21:01


Widerstand ist vollkommen zwecklos

Ob ich mich morgens neben sie setze, oder ob sie nachmittags wider Erwarten wieder auftaucht, eigentlich macht das überhaupt keinen Unterschied. Wenn ich abends zu Hause bin, kann ich mich immer nur an einer Hoffnung festklammern. Morgen.
Das ist aber im Grunde genommen sehr konsequent und lässt sich gut mit meiner zentralen Einsicht in meinen Kopf vereinbaren: Wenn es nichts mit Berührungen zu tun hat, könnte es auch genauso gut gar nicht stattfinden.

Ich frage mich ernsthaft, was sie und diesen Typen verbindet. Man merkt richtig, wie sich sein Verhalten ändert, wenn sie da ist. Und das nicht zum positiven. Wie ein kleines Kind, das nach Aufmerksamkeit schreit. Und sie spielt mit.
14.6.10 20:52


Summer sun

Was mir heute den Tag gerettet hat war nicht die gute Note im Vokabeltest. Sowas hebt meine Laune für exakt 5 Minuten. Sie war es auch nicht, obwohl es mich erfreute, so zu beobachten, wie sie da saß. Und sie am Ende noch mal kurz auf mich zu kam, um den Termin mal wieder in der Gegend herumzuschieben.
Es war Mai, die mich überraschend dazu einlud, mich eine Stunde lang draußen zu ihr in die Sonne zu setzen.
Die meisten Leute ahnen vermutlich nicht mal ansatzweise, was für einen großen Effekt sie auf mich haben können.
15.6.10 20:25


Heute nach dem Unterricht saßen zufällig noch wir beide im Unterrichtsraum, uns jeweils gegenüber, relativ weit entfernt. Ich schlug noch Zeit tot, bevor ich zum Sport gehen wollte, und als ich dann endlich den Mund aufbekam, sagte sie, dass sie noch etwas fertig machen musste, was sie während des Unterrichts angefangen hatte. So ein PC-Raum ist schon was gefährliches. Als sie dann ging und ich sagte "Bis morgen!", meinte sie, dass sie noch nicht wüsste, ob sie wirklich zum Kneipenabend käme. Das kann sie doch nicht machen? Das wird sie nicht machen. Oder?

Ich hatte in den letzten 7 Tagen schon zwei Mal ganz überraschend ein Inspiration, wie man ein Lied, oder genauer einen Teil eines Liedes, auf der Gitarre spielt. Ein Mal fehlte noch eine wirklich kleine Variation, die im Gegensatz zum Rest nicht im Internet auffindbar war, wo ich urplötzlich wie von der Hummel gestochen aufspringen und an die Gitarre hetzen musste, weil ich irgendwie ahnte, wie es gehen musste. Das andere Mal kam es auch einfach so über mich, aber nicht ganz so dramatisch. Interessanterweise handelte es sich in beiden Fällen um ein Lied von Mono.
Und ich war bisher der festen Überzeugung, dass es mir nie im Leben möglich sein würde, ein Lied nach Gehör zu spielen. Gut, bis es wirklich so weit ist, ist es natürlich noch ein sehr sehr weiter Weg, aber das war schon mal ein erster Schritt.
17.6.10 23:44


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