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Der gestrige Tag war eine einzige Enttäuschung. Erst war ich CDs einkaufen, wobei die neue Deftones und das Debüt von Joy Division bei rumkam. Im direkten Anschluss ging ich dann zum Unterricht, schon mit einer gewissen Vorfreude, sie wieder zu sehen. Sie kam nicht. Gut, dachte ich mir, aber vielleicht kann ich mich dann daheim über die Musik freuen. Pustekuchen. Ich frage mich immer noch, ob die mich verarschen wollen. Ich weiß es nicht, glaube es aber schon. Das Joy Divison - Album hingegen ist nicht schlecht. Erst musste ich aber noch einkaufen, wo mir aber jede einzelne Person in diesem lärmerfüllten Laden auf den Sack ging. Dann wollte ich Gitarre spielen, aber das Ding war verstimmt und wehrte sich mit Händen und Füßen, da hat es keinen Spaß gemacht. Dann wollte ich noch eine Hausaufgabe abschicken, die ich vorher schon gemacht habe, aber das Dokument bestand nur noch aus Fragezeichen (statt chinesischen Zeichen). Irgendwann ging der Tag dann aber vorbei.
Heute lernte ich wieder, diese vollkommen aktionsbefreiten Wochenenden in meiner eigenen Wohnung zu schätzen. Gut, ich wollte Wasser kaufen gehen, aber da ja Feiertag ist, muss ich jetzt von Milch leben bis Montag. Und die paar Hausaufgaben sind da auch noch. Aber. Niemand stört mich dabei, wenn ich mich auf Montag vorfreue.
Und viel mehr Freude als das scheint derzeit nicht drin zu sein.
1.5.10 21:03


Kehrtwende

Ich war heute ganz unverfroren und habe mich neben sie gesetzt. Praktischerweise hatte sie auch bald eine Frage zu den Hausaufgaben, die sie freundlicherweise mir stellte. Den wirren Wörtersalat, den ich als Antwort von mir gab (das übliche Durcheinander, das hatte nichts mit ihr zu tun) nahm sie zum Anlass, mich damit wohlwollend auf die Schippe zu nehmen.
Die ganze Zeit neben ihr zu sitzen war wie Medikation.
Als sie am Ende der Stunde in ihrem Rucksack wurschtelte, berührten sich unsere Ellenbogen ganz kurz.

Als wäre das nicht schon zu viel des Guten, werde ich am 21. Johann König live und in Farbe sehen.
3.5.10 21:17


Bilanzen

Ich:
- 2 Mal neben sie gesetzt
- Stundenlang angestarrt

Sie:
- 3 Mal mehr oder weniger neckische Bemerkungen in meine Richtung abgegeben
- 1 Gesprächsanfang

Heisst das, dass sie mich als Kommilitonen wahrnimmt und ich ihr nicht abartig unsympathisch bin, so dass sie manchmal den Kontakt sucht? Die Möglichkeit, dass sie das aus dem Gefühl heraus tat, etwas reden zu müssen, kann ich eigentlich ausschließen. (Dass ich es wage, diesen Satz zu sagen, klingt fast so, als würde ich irgendetwas oder irgendwem (mir selbst?) vertrauen) Oder ist sie damit, wie ich, an ihrem bisherigen Limit angelangt und würde mehr tun, wenn sie könnte?
Es fällt mir einfach unglaublich schwer zu glauben, dass es irgendjemanden so gehen könnte wie mir. Funktionieren die dafür nicht alle zu gut? Aber dass man nicht so tief fällt, muss ja nicht heissen, dass man auch automatisch einfacher weiter nach oben kommt.

Erinnert sich noch jemand, wo ich das letzte Jahr verbracht habe? Einigen scheint das nämlich nicht so zu gehen. Allen voran Tafeldienst, die mir nun schon länger irgendeine Art von Antwort schludig bleibt. Oder das Mädchen auf den Bildern, die irgendwann auch die Funkstille für sich entdeckt hat.
Die Sache mit Xuxici verhält sich anders. Mit der habe ich neulich noch gechattet, aber... Ich habe mir Mühe gegeben, sie hat sich sichtlich Mühe gegeben, aber der Graben ist schon ziemlich groß geworden. Das einzige Mädchen, bei dem ich mir bisher realistisch und fern von jeder Träumerei wirklich etwas hätte vorstellen können. Ich weiß nicht, ob ich in ihrem Leben auch so einen tiefen Einschnitt markiere. Die Erkenntnis, dass es tatsächlich Chancen und Möglichkeiten gibt.
Ich glaube, das ist zu vereinfacht dargestellt, so bleibt nämlich einzig die Frage offen, warum es dann nichts geworden ist.
4.5.10 23:45


Ich war gestern Abend auf einem Vortrag an der Uni über Nietzsche. Der Redner hat einen interessanten Vortrag gehalten, auch recht locker und mit der nötigen kritischen Distanz an den richtigen Stellen. Wenn er mir auch wenig bahnbrechend neues erzählen konnte, hat er doch einige interessante Details in petto gehabt. Und ich weiß wirklich nicht, warum es mir vorkommt, als würde ich gerade wie ein Werbetexter schreiben. Nach dem Vortrag gab es noch einen Empfang, wo ich mich ein wenig unters Volk gemischt habe. Das war zwar im Durchschnitt ca. dreimal so alt wie ich, aber das machte nichts. Ab und zu redete ich sogar mit irgendwem. Kurz bevor ich ging klopfte mir der Redner, sowieso schon vom Typus sympathischer Opa, auf die Schulter und wünschte mir alles Gute.
Manchmal brauche ich schon Ermutigung von Leuten, die es zu etwas gebracht haben.
5.5.10 21:14


Zuckerwasserdammbruch

Dank meiner intelligenten Platzwahl setzte sie sich neben mich. Wir redeten fast schon viel miteinander (nicht nur relativ, sondern absolut).
Unter die jetzt gerade schier unermessliche Freude mischt sich die beruhigende Erkenntnis eines doppelten Bodens: Selbst wenn nichts passiert (was wie immer nicht unwahrscheinlich ist), wäre immer noch etwas da. Will sagen, vielleicht stehe ich nicht unter dem Zwang, einen riesigen Graben mit einem Satz zu überspringen, sondern kann es Schritt für Schritt machen. Weil sich ja zumindest irgendetwas entwickelt, und sei es nur so eine Art Freundschaft, und weil ich es vielleicht mal schaffe, mich nicht mit Träumereien über Wasser halten zu müssen, sondern mich einfach mal so freue. In einem Satz: Vielleicht schaffe ich es, ein normales Verhältnis aufzubauen. Doch noch.
Ich weiß nicht, ob ich gerade versuche, meinem Optimismus ein stabiles Fundament zu bauen, oder ihn nach oben zu begrenzen.
Ich fange wirklich an zu glauben, dass ich sie mag, und nicht die Person, die ich in sie hineinprojeziere.

Zwei kleine Problemchen gibt es am Rande aber doch: Ich grüble, ob sie den einen Satz heute so gemeint hat, wie sie ihn gesagt hat. Dann hätte ich ziemlich abweisend reagiert. Außerdem ist es unwahrscheinlich, dass sie den Kurs morgen noch weiter besucht.
Das soll uns aber nicht weiter in unserer Glückseligkeit stören.
7.5.10 00:12


Ich kann nicht behaupten, dass sich sonderlich viel von meiner Donnerstagslaune auf den Freitag rüberretten konnte. Von heute mal ganz zu schweigen.
Das Bild des Dammbruches war insofern schon treffend, als auch Treibgut mitgeschwemmt wurde, das besser nicht wieder aufgetaucht wäre.
Ich klammere mich dann mal am Montag fest.
8.5.10 21:59


Das ist das Problem, wenn man zu feige ist, sich quer zu stellen: Man hängt zu einhundert Prozent vom Schicksal ab. Ich kam zusammen mit jemand anderem in den Unterrichtsraum, sie war nicht da. Ich dachte noch kurz darüber nach, den anderen 2 Schritte vorgehen zu lassen, um ein paar mehr Eventualitäten abzudecken, indem ich am Rand sitze. Natürlich hätte ich es einfach wirklich machen können, aber irgendwas in mir sträubte sich und ich tat das, was die Umstände von mir verlangten.
Ich wäre für meine Courage belohnt worden.
Was immer es ist, es ist noch zu schwach, um eine Konversation über andere Leute hinweg aushalten zu können. Zum Glück gab es eine kleine Gruppenarbeit, so hatte ich immerhin ein bisschen Kontakt mit ihr.
Sowieso war das alles besser als gar nichts. Es drückt einen dann nicht ganz so tief runter wie sonst.
10.5.10 21:48


Limes

Was sie heute gemacht hat war wirklich hart an der Obergrenze von "unverbindlich". Ich saß alleine im Aufenthaltsraum rum und schlug Zeit zwischen zwei Kursen tot, als sie in der Tür auftauchte. Sie sagte hallo, fragte warum ich hier und nicht in der Bibliothek sitze und verschwand bald wieder. Wenige Minuten später kam sie zurück, mit ziemlich rotem Kopf (!!), und fragte nach meinen Notizen aus einem Kurs, die sie kopieren wollte. Ich gab sie ihr, und dieses Mal blieb sie noch. Zwar in der Tür stehen, aber wir wollen es ja nicht übertreiben. Wir redeten über dies und das, und später über das und dies, ich half sogar dabei mit, das Gespräch am Laufen zu halten. Irgendwann ging sie dann doch (für ein einfaches "Setz dich doch!" hat es dann aber wirklich nicht mehr gereicht), und jetzt frage ich mich: Wie geht's von hier aus weiter?
Eins immerhin steht außer Frage: Irgendwas muss ich wohl mal unternehmen.
11.5.10 21:03


Ich bräuchte jetzt nur noch 2 bis 3 zweite Chancen. Eine davon werde ich dann ja wohl nutzen können, um eine Brücke zu bauen. Ich habe zwar wie immer keine Ahnung, wie ich das anstellen könnte, aber im Improvisieren war ich auch noch nie gut. Wenn ich jetzt noch an meine grundsätzliche Unfähigkeit denke, wird mir vollends schlecht.
Heute morgen in der Wirtschaftsvorlesung schoss mir ständig das Bild in den Kopf. Sie in der Tür, lächelnd. Inzwischen sind die Umrisse wieder verschwommen und weiß nicht mehr, wie sie aussieht. Es sei denn, ich konzentriere mich lange genug. So eine Art Schatzsuche.

Ich habe auch wieder einen CS1.6 - Server gefunden, auf dem man wirklich spielen kann. (Und das tatsächlich eine Erwähnung wert, selbst in diesem Umfeld.)
12.5.10 22:18


Gestern war mal wieder LAN, und es waren sogar sieben Leute da! Dass es sowas noch gibt, im Jahr 2010... Irgendwer hat auch Unreal Tournament 2004 ausgegraben, da wurde man ja richtig nostalgisch. Auch sehr bemerkenswert: Es war lustig, obwohl wir nicht mal Counter Strike gespielt haben.
Ungeschlagen war aber folgender Dialog zwischen meinem Cousin und mir:
Ich: "Die Bilder sind jetzt freigegeben, kannst sie jetzt ziehen."
Er: *schweigen* "Waswaswas?"
Ich: hatte gerade eine Hand voll Chips in den Mund gesteckt und nach 2 Silben meiner versuchten Antwort gemerkt, dass das nichts mehr wird, von daher produziere ich aus Spaß ziemlich behindert klingende Laute.
Er: "Achso, die Bilder!"
Ja ne.
14.5.10 21:51


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