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Der "Mondaufgang am Meer" von, wie könnte es anders sein, Caspar David Friedrich kam als 80x60 cm großer Kunstdruck an. Das hattte seinen Preis, aber den war es wert. Das wird mir dann bei jedem Betreten meiner Wohnung klar werden, nehme ich an.
2.4.10 20:07


Gestern waren wir mal wieder im Wald. Dieses "wir" bestand dieses Mal aber nicht, wie sonst, nur aus meinem Vater und mir, sondern noch aus 5 weiteren Personen, nämlich dem Nachbarn mit 2 Jungs und meinem Cousin plus Vater. Irgendwie hatten sich unsere alten Herren dazu bereit erklärt, jemandem den Wald aufzuräumen. Da war dann richtig was los, mit so vielen Leuten kriegt man erstens was geschafft, und zweitens ist es auch fast noch unterhaltsam. Einmal haben wir vier einen Spaltwettbewerb gemacht, den ich kläglich verloren habe. Ich hab aber auch mehr geflucht als Holz gespalten, weil ich das einfach schlecht bis gar nicht kann. Naja, zum Träger haben meine Fertigkeiten ja gereicht. Insgesamt waren wir 6 Stunden da, was mir heute noch in den Knochen steckt.
4.4.10 20:30


Ich war heute im Baumarkt, um mein Bild aufspannen zu lassen. Einrahmen war mir dann doch etwas teuer, vielleicht irgendwann mal. Auf jeden Fall sagte die Frau an der Theke: "Es gibt nicht viele junge Männer, die Bilder von C. D. Friedrich aufhängen." Worauf ich wie auf 99% aller Gesprächsversuche mit "Tja." reagierte. Ich meinte das gar nicht desinteressiert, aber was soll ich dazu sagen? Dann weiter: "Aber ich war früher auch die einzige, die statt (das habe ich akustisch nicht verstanden) Klassik gehört hat." Was soll ich denn dazu sagen? Ich war sehr froh, dass sie mich nicht schief für meine Bildwahl angeschaut hat (weil ich das Gefühl habe, für alles, was ich tue und mir aussuche, schief angeschaut zu werden), aber mit dieser Reaktion war ich dann doch überfordert.


Ich schreibe wieder mit dem Mädchen auf den Bildern. Wir sind dank Zeitverschiebung nie zur gleichen Zeit online, aber es gibt ja auch andere Möglichkeiten außer MSN. Ich habe angefangen, und sie hat enthusiastisch reagiert ("warm response" wäre ein passendes Wortspiel, weil wegen "warm").
Ich finde es immer noch schwer zu begreifen, dass sie überhaupt jemals Kontakt mit mir gesucht hat. Soetwas wie sie. Das widerspricht allem, was ich von mir weiß.
6.4.10 22:20


Heute war es wieder urplötzlich ganz schwer zu ertragen. Einfach so, grundlos. Oder zumindest finde ich keinen. Eher für das Gegenteil, ich war gestern Abend mal wieder ein bisschen LAN machen bei meinem Cousin.
Aber gegen den Donnerstag an sich kommt einfach nichts an.
Obwohl ich noch ein Ass im Ärmel habe: Ich habe den alten Windows 95 - PC aufgebaut und werde darauf Tie Fighter spielen, wenn es klappt. Leider ohne Joystick. Und das ist echt schade.
8.4.10 20:58


Man versteht doch schnell, warum Windows 95 so einen schlechten Ruf hatte und immer mit Bluescreens asoziiert wurde. Ständig stürzt irgendwas ab. Vor allem Siedler 3 war da anfällig, im Endeffekt habe ich nur ein Spiel fertig bekommen. Tie Figther war da stabiler, krankte aber an anderer Stelle: Ohne Joystick ist das böses Mausgekurbel, vor allem wenn man A-Wings jagt. Obwohl es so immer noch Spaß macht, so ist es nicht.
Für's erste habe ich das alles aber wieder eingemottet, denn morgen fahre ich wieder nach Heidelberg, und ich gehe mal davon aus, dass ich da auch nicht so viel Zeit für solche Spirenzchen habe. (Als hätte ich die in den Semesterferien.) Dienstag soll der Mann vom Internet kommen. Ich weiß zwar nicht, wofür da jemand kommen muss, aber... Naja, kein aber, es wäre besser, wenn keiner kommen müsste, bei den Zeitangaben ("Stellen Sie sicher, dass sie von 8 bis 18 Uhr zu Hause sind. Der Termin ist nicht verschiebbar.") Denn in die Semestereinführung müsste ich schon gehen. Daumen drücken.
10.4.10 20:27


Das mit dem Internet in der Wohnung dauert noch etwas. Am Wochenende mehr. (Und es wird absurd!)
Ich habe die Sinnlosigkeit jeder Handlung zwischen Aufstehen und zu Bett gehen erkannt. Inklusive Gitarre spielen und Musik hören. Aber ich frage mich: Geht das noch als Nihilismus durch?
14.4.10 19:07


Sand im Getriebe

Die Sache mit dem Internet verhält sich folgendermaßen: Am Dienstag kam der Mann vom Internet. Ich hatte Glück, er kam, als ich da war. Als er wieder ging, hinterließ er einen Zettel im Briefkasten. Als ich dann nachmittags aus dem Haus ging und den Zettel sah, wunderte ich mich. Ich machte ein paar Versuche, und als ich mir sicher war, ging ich zu meinem Vermieter. Der schraubte die Klingel auf und staunte nicht schlecht, als er den Kontakt abgeklebt fand. Mein agoraphobischer, menschenscheuer Vormieter und ich, Teil 1. Hoffentlich dreht niemand eine Fortsetzung.
Wenn ich aufgepasst hätte, hätte ich den neuen Termin auf Dienstag legen können, weil ich genau an dem Dienstag noch Zeit dafür habe, aber so wird es wieder Freitag werden, bis das geregelt wird. Und hoffentlich wird es dann geregelt.
Sonst, wenn man die bisherigen Kurse nimmt, was ein unvollständiger Bild abgibt, das sich aber höchstwahrscheinlich bestätigen wird, hat sich einiges am Besetzungskarussell gedreht. Die meisten Leute, die mit mir zusammen angefangen haben, sind entweder in höheren Semestern oder in China, wobei das aber vor allem die Leute umfasst, mit denen ich sowieso wenig zu tun hatte. Es beinhaltet aber auch die Ablenkung von der Ablenkung. Dafür ist sie, die erste Ablenkung in dieser Kette, wieder da. Und der Typ ist ja sowieso nicht da. Ich weiß noch nicht, was das alles bedeuten wird.

Ich frage mich, ob es nur die Eingewöhnung in das andere Leben ist, oder die Unsicherheit, was das Semester bringen wird. Oder was ganz anderes. Aber eines weiß ich sicher: Es ist schwer zu ertragen. Zähne zusammenbeißen, irgendwann geht es auch wieder weg.
Hoffentlich.
16.4.10 22:10


Bäume & Wald

Ich glaube die Lösung gefunden zu haben. Teil 1 ist: Ich packe meinen Stundenplan so unmöglich voll, dass der einzige klare Gedanken, den ich fassen können werde der folgende ist: "So, was steht als nächstes auf dem Plan?"
Teil 2 ergab sich am Montag, als ich mit auf dem Kneipenabend der Alumni - Vereinigung des Institutes war. Irgendwann im Laufe des Abends stieß ein Mädchen zu der Gruppe, das dann so in etwa kurz bevor ich mit ein paar anderen ging sagte, dass sie in einem Kurs mit mir wäre, worauf ich die "Ich schaue dir so lange ins Gesicht, bis mir einfällt, ob ich es schon mal gesehen habe" - Nummer (nicht im Sinne einer Aufreißermasche, einfach der Versuch, mich zu erinnern) nicht rechtzeitig beenden konnte. So eine Art Feedback - Schleife, die sich selbst speist.
Am nächsten Tag, gestern also, war dann der Kurs. Der einzige Grund, warum sich unsere Blicke manchmal trafen war, dass die Wahrscheinlichkeit dafür von meiner Seite einfach ein bisschen erhöht. Ein bisschen.
Ich glaube, ich weiß jetzt, was das Fehlen der Ablenkung von der Ablenkung bedeutet. Und wenn ich eines inzwischen begriffen habe, dann, dass es auch wirklich langweilig wäre, wenn ich niemanden hätte, den ich aus der Distanz anhimmeln könnte.
21.4.10 16:48


Wenn ich sie anstarre, enthält das noch nicht diese Vorahnung, diese spontane, grundlos entstehende Vorstellung des Gefühls, wie es sein wird. Würden wir dann gemeinsam diese Abende zusammen verbringen, vor dem Fernseher zum Beispiel, und sie würde etwas sagen, und ich könnte nur mit einem "Ja." antworten. Einem Ja, das mir die allerschwerste Ankerkette schmiedet und um den Hals legt. Wo das ganze Resignieren im Kampf gegen mich selbst drin steckt, weil ich nicht in der Lage bin, das zu genießen, was zu genießen ich mir so lange ausgemalt habe. Weil ich habe, was ich immer wollte, und merke wie unterträglich es ist. Weil Wertlosigkeit abfärbt.
In einem solchen Moment würde ich mich dann im Bad einsperren.
Wenn ich sie anstarre, entsteht nur eins: Absolute Ruhe. Dieses unmöglich zu beschreibende Gefühl. Wie ein Hoffnungsschimmer.
23.4.10 23:40


Vielleicht habe ich ja Glück und ich habe auch morgen einen Kurs zusammen mit ihr. Aber selbst wenn nicht würde ich sie immer noch an 3 Tagen der Woche sehen. Was meiner Vorstellung vom Himmel schon ziemlich nahe kommt. Und der eine Kurs ist nicht nur an 2 verschiedenen Tagen, sondern dauert auch mehr als 2 Zeitstunden!
Ich glaube, eine Freundin ist wie schnelles Internet: Man träumt ewig davon, und wenn man es hat, weiß man nicht, wozu es eigentlich gut sein soll. (Richtig, seit heute hat mein Zimmer DSL6000) Und mit der Enttäuschung muss man dann leben.
25.4.10 22:46


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