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Es gibt nicht viel zu sagen. Ich habe etwas Kopfweh, aber das ist wohl der Preis, den man zahlen muss, dass Silvester vorbeigeht. Das Feuerwerk blieb etwas hinter meinen Erwartungen zurück, muss ich sagen.
1.1.10 14:24


Cool

Meine Maus setzt seit ca. einem Monat ständig kurz (oder auch mal lang) aus, aber wofür gibt's Touchpads? Wenn ich anfangen würde, kaputte Sachen grundlos auszutauschen, müsste ich mir auch neue Schnürsenkel, einen Geldbeutel und ein paar neue Strümpfe kaufen. Aber irgendwann wird meine Counter Strike - Sucht über meinen Geiz siegen. Vermutlich, wenn ich wieder zu Hause bin und wieder CS spiele.
Ich schaue sehr viel Star Trek. Vor allem Voyager, seit gestern aber auch Next Generation.
Ich habe jetzt einen Blog auf Chinesisch, um alle Leute auf dem laufenden zu halten. Und ja, er ist grundverschieden von diesem hier.
Ich kann (mehr oder weniger) das Solo aus The Mars Volta - Take the Veil Cerpin Taxt auf einer Akustikgitarre spielen, deren hohe e - Saite auf dem 12. Bund gerne streikt.
Mono spielen 6 Tage nach meiner Ankunft in Hongkong. Das einzige, was mir Gedanken macht, sind die 450 HK$ (=45€), die mir das wert sein müsste. Leider bin ich schon aufgeflogen, jeder sagt, dass niemand 13 Tage in Hongkong verbringt. Irgendwie schaffe ich es jedes Mal, aufzufliegen.
Ich habe es gestern geschafft, mit niemandem zu reden.
Wie kann man mit so einem Leben nicht zufrieden sein?

Die Verletzung geht weg, aber die Resignation kommt und wird bleiben.
3.1.10 14:04


Ich habe eine hanebüchene Theorie. Und sie geht so.
Was, wenn wir beide in die gleiche Richtung wollten, aber nicht zum gleichen Ziel? Vielleicht dachte sie "Viel Zeit ist nicht mehr, also flirte ich ein wenig mit ihm.", während ich dachte: "Viel Zeit ist nicht mehr, aber besser wenig als gar keine Zeit zusammen."
Und so endet dann wieder alles in einem einzigen großen Desaster. Für alle Beteiligten. (?)
4.1.10 17:04


Knetmasse

Als ich letzte Woche das Wort "Kontaktabbruch" benutzte, meinte ich das auch, weil ich annahm, dass sie dafür schon den Grundstein gelegt hatte und es dann auch weiterführen würde.
Dem war nicht so.
Und ich? Wenn sie mich 500 Mal fallen lassen würde, würde ich mich bei ihrer 501. Rückkehr immer noch freuen. Ganz einfach weil sie etwas gibt, was ich mehr als gerne annehme: Nähe.
Morgen ist nicht nur unser letzter gemeinsamer Unterricht, sondern auch allgemein meine letzte Stunde. Ich sollte langsam der Realität ins Auge blicken, dass das hier nun endgültig ein Ende hat.
Ich habe heute "Avatar" gesehen. Luke "Che" Skywalker, Pocahontas, die Ewoks und die Nachtelfen aus Warcraft gegen eine Kreuzung aus dem Typen aus "Dr. Seltsam", der auf der Bombe reitet und dem Terminator. Ich fand ihn gut, den Film. Leider hat Großmutter Weide dieses Mal kein Lied gesungen.
Es ist erstaunlich, einen wie viel tieferen Eindruck 5 Minuten in der Metro machen können. Im Vergleich zu allem anderen, mag es auch stundenlang dauern.
5.1.10 16:28


Heute haben wir uns zum vermutlich letzten Mal gesehen.
Es wurde niemand verletzt und kein Vertrauen missbraucht, und besser als Trostlosigkeit ist Traurigkeit allemal. Es ist fast wärmend. Denn es ist schon ein Fortschritt, dass es etwas gibt, worüber ich traurig sein kann, wenn es zu einem Ende kommt. Wenn es auch nicht viel war. Nur weg von der Leere.
Verwirrend ist es trotzdem, dieses Gefühl.

Es wäre gerade echt praktisch, wenn Taiwan ein Teil von China wäre, dann käme ich nämlich an das Ticket für das Konzert in Hongkong. So muss ich hoffen und Daumen drücken. Nachdem ich die zweite Vorband gehört habe (Uno & Dos), würde mich das nämlich schon enttäuschen, das ganze Spektakel zu versäumen.
6.1.10 13:23


Wieder so ein verwirrendes Gefühl. Oder eher viele auf einmal.
Heute war das Abschlussessen für die Austauschstudenten. Das war so der Punkt, an dem es Zeit war, Abschied zu nehmen von den meisten Leuten, mit denen man das letzte halbe oder aber auch ganze Jahr zumindest im Unterricht viel Zeit verbracht hat. Das war der Punkt, an dem sogar ich mich getraut habe, Fotos zu machen.
Zuerst wurde der Raum in einem feinen Hotel mit dem lauten chinesischen Äquivalent zu Bierzeltmusik beschallt, dann gab eine Verlosung, bei der ich einen nutzlosen Kasten gewonnen habe und irgendwann haben ein paar Koreanerinnen getanzt (Was mich tatsächlich wunderte war, dass Super Junior überhaupt nicht vorkamen in dem Musikmix. Äußerst ungewöhnlich.).
Irgendwie zufällig saßen an meinem Tisch auch 4 Leute aus der Gruppe der Leute, die hier wirklich studieren und nicht nur die Sprache lernen. Eine davon saß 3 Plätze neben, war also gut zu sehen, gewann einen mp4 - Player und war ein gutes Fundament für jedes Luftschloss. Wir redeten etwas, nicht viel, sie fragte mich nach meiner MSN - Adresse und höchstwahrscheinlich werden wir uns nie wieder sehen.
Auf eines von den letzten Fotos, dass ich von mir und irgendwelchen Leuten machen liess, schmuggelte sie sich drauf. Ihr Handrücken berührte meine Schulter. Sanft und warm.
Das hat den Tag oder wahlweise auch die ganze Woche gerettet.
Dadurch, dass ich jetzt also ein Foto von ihr habe, hat die Realtität diesen Monat keine Chance mehr.
7.1.10 17:27


Es grenzt fast schon an Langeweile derzeit, da es gar nichts mehr zu tun gibt. Das ist bedenklich. Und es hat noch sieben Tage Zeit, noch bedenklicher zu werden, denn dann mache ich mich erst auf die Socken. Heute habe ich mir einen Reiseführer für Hongkong gekauft. Jetzt muss ich nur noch das Paket mit den paar Sachen, die nach Deutschland müssen und zu schwer für den Koffer sind, fertig machen, dann sind meine Vorbereitungen mehr oder weniger abgeschlossen.
Heute war es plötzlich warm, 18°. Da bin ich etwas in der Gegend rumgelaufen. Nachdem ich einen sehr steilen Weg erklommen hatte und sie da in großen Rudeln auf der Straße in der Sonne liegen sah, dachte ich mir: "We can't stop here, this is dog country." Überall diese Biester hier.
9.1.10 15:16


Abenteuer

Eigentlich wollten wir heute zu dritt in den Nationalpark nicht weit von hier, dann ist eine Person abgesprungen, blieben noch 2. Dann haben wir so lange auf einen Bus gewartet (von den falschen Angaben auf den Fahrplänen mal ganz zu schweigen), bis wir zu Fuß gegangen sind und festgestellt haben, dass es uns viel Zeit erspart hätte, wenn wir direkt gegangen wären, weil es nicht weit war. Dann begannen wir den Aufstieg auf einen Berg, als es anfing leicht durch das Blätterdach zu regnen und wir bei Regenwald-Wetter schwitzten. Der Weg war sehr steil, also bogen wir statt zum Gipfel zum nächsten Ausgang ab. Als wir weiter oben ankamen und aus dem Dickicht traten, sah man nichts, weil der Nebel überall hing. Der Wind war auch plötzlich ziemlich stark, und der Regen passte sich an. Als es an den Abstieg ging, war das Wetter vollends gegen uns. Schritt für Schritt, Stufe für Stufe, während Wassertropfen langsam das Gesicht runterlaufen und ins Genick fallen. Links und rechts vermutlich eine schöne Aussicht, nach 30 Metern allerdings nur noch Nebel zu sehen. Die ständige Angst, falsch abgebogen zu sein. Nach 20 Minuten warten kam dann auch der Bus. Wir waren nicht falsch abgebogen.
Ich habe schon lange nicht mehr so eine schöne Wanderung gemacht. Das war richtig aufregend.
11.1.10 14:35


Das ist ganz nach meinem Geschmack. Ich habe eine langsam verblassende Erinnerung und 3 verschiedene Versionen eines Fotos, aber all das hat gar keinen Bezug zur Realität. Ich habe sie letzten Donnerstag zum ersten und letzten Mal gesehen, und am Freitag haben wir keine 15 Minuten gechattet.

Wenn ich nahe genug ranzoome, man nur unsere beiden Köpfe sieht und die richtige Musik läuft, ist es sehr leicht, sich Wärme vorzustellen. Und Trost.
Hoffentlich flaut das nie ab, sonst bin ich wieder ganz alleine.
12.1.10 15:01


Schläge

Vorgestern war ich im Plane'arium und musste ständig an South Park denken. Und das ist natürlich so weit hergeholt, dass keiner weiß, was ich meine. Aber auch abgesehen davon war es sehr unterhaltsam. Weniger aufschlussreich, weil die Erklärungen nur auf Chinesisch waren. Aber es gab viele schöne Aufnahmen von Galaxien, Sternenentstehungsgebieten und was da sonst so überall rumhängt.
Dann habe ich gestern die Gitarre ihrem Besitzer zurückgegeben. Danach waren wir Deutschen einen Geburtstag feiern, was insgesamt 13 Stunden dauerte und Bowling, essen, Trinkspiele und Billard beinhaltete. Das war dann sogar ganz lustig.
Heute habe ich mich zwei Stunden lang mit Tafeldienst getroffen, um mich von ihr zu verabschieden. Es freut mich, dass es ihr auch wichtig war, sich zu verabschieden.
Vorhin habe ich mein Paket abgeschickt, in 50 bis 70 Tagen kommt also ein Haufen Krams zu Hause an.
Morgen wird mich jemand auf einen Tagesausflug mitnehmen, am Samstag werde ich möglicherweise in die Gallerie gehen und am Sonntag werde ich möglicherweise für sehr lange Zeit diesen Ort verlassen.
14.1.10 10:23


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