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Mechanismus

Wie ich mich immer wieder freue, wenn ich von irgendwo weglaufen kann. Genau das gleiche war ja kurz vor der Heimreise. Genau das ist wieder jetzt.
Ich müsste ein Leben führen, das mich nur 2 Wochen am Stück an einem Ort lässt. Aber dafür bin ich viel gemütlich...
Und außerdem zeigt das, dass ich noch viel zu viele ungegründete Hoffnungen habe. Oder mir ganz fix zaubern kann.
1.9.09 00:52


Das ist bedenklich. Ich bin schon einige Tage Deftones - frei geblieben, höre wieder zu viel Lagwagon (das ist quasi mein Äquivalent zu "fröhlich", was ziemlich ironisch ist, würde irgendjemand bei der Band mal genauer hinhören) und Beatles - Schallplatten und habe mir heute überlegt, ob ich nicht mal meine E-Gitarre wieder hochstimmen sollte. Gut, dafür war ich dann doch zu faul und hab Akustik gespielt, aber die Tendenz wird klar.
Ich habe einfach so ein Gefühl, als würde es sehr erträglich werden. Nächstes Semester am anderen Ende der Welt. Das Gefühl besteht zu 73,4% aus unbegründeten Hoffnungen, und der Rest ist eine Mischung aus geschöntem Blick zurück und Naivität, aber das ist ja mal egal.
Natürlich nur, bis die Realität wieder kommt. Aber das dauert noch. 9 Tage.
2.9.09 23:32


Es ist ziemlich kalt geworden

4.9.09 21:31


Welten

Die Quintessenz des gestrigen Tages ist die Bestätigung meiner Isolation. Sich auf einer Party zu Tode zu langweilen ist eine Sache. Sich durchgehend denken zu müssen "Das hat der gerade nicht gemacht / gesagt?!" eine andere. Und bei anderen merkt man vor allem, dass sie einfach mal einen unvoreingommenen Zuhörer gebraucht haben.
Und zu Hause ist man auch nicht sicher, wenn man in diesem Haus zusammen mit dieser Oma wohnt. Da bekommt man nur aus dem Grund was geschenkt, um sich anhören zu müssen, dass sie doch viel zu gut zu allen ist. Da bedankt man sich doch gerne.
Lauter Wahnsinnige. Einfach überall.
5.9.09 23:07


Tatsächlich

Ich muss zugeben, ich habe Hesses "Unterm Rad" beim ersten Lesen unterschätzt. Und dann 3 Jahre liegen gelassen. Es ist doch etwas mehr als "interessant", auch wenn es ziemlich eindeutig noch Frühwerk ist und an vielen Stellen einen ziemlich (literaturepochal-) romantischen Ton anschlägt, was ich von Hesse jetzt gar nicht gewohnt war. Zumindest von dem, den ich kannte.
Heute bekam die Vorfreude zum ersten Mal einen Grund. Das koreanische Mädchen, das mir manchmal ihre Hand auf den Arm legt und eigentlich einen Codenamen bräuchte, hat mir eine kurze Offline - Nachricht hinterlassen. Es passt irgendwie zu ihr (und zu mir), dass sie das Datum, an dem die Uni anfängt, ziemlich offensiv erwähnt hat. Damit ich es auch nicht vergesse, vermutlich.
Ich habe damit angefangen, meinen Rucksack aus- und wieder einzumisten. Morgen oder so geht es an den Koffer.
Der September ist noch abartig warm drüben. Danach sollte es erträglich werden.
6.9.09 20:42


Ich weiß, dass es wenig Sinn hat, darüber nachzudenken, wie es dieses Mal sein wird. Es ist einfach vollkommen nutzlos. Aber ich kann mir nicht helfen, ich tue es trotzdem die ganze Zeit. Am meisten Sorgen mache ich mir darüber, wie es sein wird, mein Zimmer mit einer anderen Person zu teilen. Ich habe eben gerne oft meine vollkommene Ruhe.
So langsam macht sich auch fast eine Art Nervosität breit. Noch etwas mehr als 60 Stunden bis zum Abflug.
8.9.09 21:36


Resterampe

"Ich warte dort auf dich, weil ich dich mag, an unserm letzten Sommerferientag"

Eben roch es nach Toast, der etwas zu lange drin war. Sonst riecht es um diese Zeit nach Gülle, weil ein Bauer meint, dass jetzt die richtige Zeit dafür ist. So ziemlich jeden Tag manchmal.
Der kleine Nachbar kam mit seinem Lauflernwagen angewatschelt und Mama machte fleißig Fotos. Auf einem müsste man meinen Rücken sehen, und die Gabel.


"Wir sind zur Freiheit verurteilt." Zur vollkommen Freiheit. Und daran scheitert man. Nicht heute, nicht morgen. Aber im allgemeinen.

"Herr Präsident, Ihr Wohlfahrtsantrag besteht nur aus dummen technischen Wortspielen und Partisanenrhetorik!"

"Ich mach Party ohne Rücksicht, heute wird sich totgefickt!" Das musst ganz dringend mal publik gemacht werden.

Morgen wird um 5 Uhr aufgestanden und die Uhr 6 Stunden vorgestellt.
Bis irgendwann.
10.9.09 22:18


Grenzen

Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Außer mir sind plötzlich 8 Studenten aus Heidelberg hier. Die meisten aus niedrigeren, manche aus höheren Semestern. Es bietet Chancen. Was an mehr oder weniger interessante Orte mitgeschleppt werden angeht, unter Umständen auch einfach für die Kommunikation, weil ein paar durchaus in Ordnung zu sein scheinen. Es hat Nachteile. Plötzlich bin ich nicht mehr ungebunden und damit gezwungen, mir Anschluss zu suchen bei ansonsten recht festen, nach Sprachen sortierten Gruppen.
Mit meinem Mitbewohner werde ich mich arrangieren können. Viel mehr dem ersten Eindruck nach wohl nicht. Ich würde mich besser mit ihm arrangieren können, wenn er etwas langsamer reden würde. Das geht gar nicht… Noch.
Es ist immer noch abartig warm hier, aber auch das wird sich noch geben. Wie vermutlich vieles.
14.9.09 07:25


Ich habe heute 2 wichtige Dinge gelernt. Koreanische Ausspracheübungen ersetzen eine mittellangen Therapie beim Logopäden. Und wenn man Kalligrafie beherrscht, kann man all seine Lebensziele erreichen. Wirklich. Leider kann ich mein Maltalent ungefähr einschätzen.
Tja, Koreanisch, dritter Versuch. Ich habe noch ein Trauma zu überwinden...
Nach Selbststudium und Kurs bei unfähiger Lehrerin könnte dieses Mal vielleicht was bei rumkommen. Zumindest tun mir alle Kiefermuskeln noch weh.
Es ist wichtig, schlechte Texte über gute Bücher zu lesen. Sonst käme man nie auf bessere Gedanken.
15.9.09 14:39


Es ist eine dieser "Wie man sieht, sieht man nichts" - Situationen. Man dürfte meinen Blogeinträgen anmerken, wen ich noch gar nicht und wen ich ein Mal ganz kurz gesehen habe. Und es ist, als wäre nicht wenig auf den Punkt gerichtet, an dem sich das ändert.
Es ist, als würde das nichts ändern. Es würde nur die sich langsam ansammelnde Spannung in eine Enttäuschung auflösen.
Nehme ich an.
Ich habe sogar Angst, nach der Deutschnachhilfe dieses Semester zu fragen, weil ich dann ein schlechtes Gewissen haben würde. Ich habe vor den Ferien noch gesagt, dass ich hoffe, dieses Semester wieder die gleichen Leute zu unterrichten. Jetzt, unter leicht veränderten Vorzeichen, hängt nur die Ahnung schwer über mir, wie das dann aussehen würde. Zumindest für die eine Person.
Irgendwie fühle ich, dass ich es trotzdem tun werde.
17.9.09 15:58


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