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Fliegender Wechsel

Ich spiele ja manchmal mit dem Gedanken, ein Experiment zu machen: Wie lange müsste ich auf chatten verzichten, wenn ich darauf warten würde, angeschrieben zu werden? Ich hätte gestern Abend anfangen sollen. Eines von den vielen Mädchen, die ich hier so kennenlerne, (ganz ehrlich, als gemeiner Leser hat man da doch ganz sicher keinen Überblick mehr drüber, oder?) brach das Schweigen.
Wie immer konnte ich nachts nicht schlafen, aber das glich ich mit Lesen aus. Morgens kam ich dann auch so irgendwie aus dem Bett. In der ersten Stunde gab es recht unterhaltsame Referate, in der Mittagspause erledigte ich einigen Kram, in der nächsten Doppelstunde blieb die nachmittägliche Müdigkeit aus und danach bekam ich ein T-Shirt der Uni geschenkt. In der folgenden Referatsvorbereitung spürte ich wieder diese Hand auf meinem Arm. Und dann war klar: Heute ist einer von diesen ziemlich erträglichen Tagen.
Dann wollte ich noch eine Runde Laufen gehen. Unerwarteterweise taten meine Kniee höllisch weh, und das wurde mit der Zeit eher schlimmer statt besser. Also musste ich abbrechen und heimhumpeln. Was ich sehr deprimierend fand. Abgesehen davon, dass es weh tat. Irgendwie riss das auch einen merklichen Teil meiner Laune mit.
Mit der es in den letzten Wochen sowieso seltsam ist. Wenn es erträglich ist, ist der tiefe Fall selten weit. Wenn es unerträglich ist, ist ein Ausweg auch nie außer Reichweite. Aber fast immer außer Sichtweite. So geht es dann rauf und runter, meistens mit Extremen. Etwas Stabilität...

ist eher nicht wünschenswert, weil es sich dann ziemlich weit unten einpendeln müsste.
1.6.09 19:57


Übermorgen ist die Hälfte meiner Klausuren. Montag zwei weitere. Mittwoch die letzte. Danach werde ich noch etwas durch die Gegend gurken. Ein einzigier Blick auf den Kalender und ich kann schon im Kopf ausrechnen, wie lange ich noch hier bin. Oder wie kurz. Ich sehe aber auch die guten Seiten am Heimkommen. Wie sehr das daran liegt, dass es nur auf Zeit ist, weiß ich nicht.
Ich glaube, ich brauche einfach mal Abstand von allem. Hoffentlich wird es wie letztes Jahr und ich muss 2 Monate lang fast niemanden sehen.
3.6.09 17:43


Paparazzi

Als ich zum ersten Mal aufstand, fiel mir auf, woran es liegen könnte, dass meine rechte Schulter in letzter Zeit öfters wehtut: Ich schlafe in seltsamer Haltung drauf, und bei dem bisschen Matratze hat das dann wohl Auswirkungen. Und ich stellte erfreut fest, dass es sehr stark regnete.
Als ich zum zweiten Mal aufstand, weil ich musste, und zum Unterricht ging, regnete es immer noch stark. Nach der letzten Stunde des Übungsunterrichts wollten die 3 Deutschstudentinnen natürlich noch Fotos machen. Ich erinnerte mich an meinen Eintrag vom letzten Mittwoch. Auch wenn ich nicht so weit zurück hätte gehen müssen... Es fühlte sich so richtig an, wie sie so nah neben mir stand. -.-
Und dass es das nicht zwangsläufig tut, wird dieser Tag noch an vielen Beispielen belegen.
Als ich einen Regenschirm kaufen ging, regnete es immer noch stark. Danach wurde es dann merklich weniger.
Gegen 5 Uhr hetzte ich durch starken Regen zum Bus. Es ging zu einer Abschlussfeier für internationale Studenten, also Leute, die richtigen Unterricht hier haben und die ich daher nicht kenne. Unser Haufen dann so als Klatscher. Die sich für wenig Geld den Wanst vollschlagen können, und das ganze größtenteils als ihre eigenen Abschlussfeier nutzen. Foto hier, Foto da. Ich hab das Gefühl, auf 50% davon zu sein. Und auf 90% der Fotos, auf denen 2 Personen zu sehen sind. Aber ich glaube, mein Gefühl übertreibt. Wie ich es geschafft habe, auf dem richtigen Abschlussfoto zu sein, wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben. Zumindest für mich. Ich wurde auf die Bühne gezerrt mit der Begründung, irgendjemand müsste Deutschland vertreten und kurz was sagen. Das mit dem "kurz" nahm ich sehr sehr wörtlich. Der Typ neben mir fragte etwas verwundert, ob ich schon 4 Jahre hier sei? "Nein, nur 4 Monate." Hm. Später wollte er natürlich auch noch ein Foto mit mir machen. Ich hoffe, er wird mich nie vergessen. Übrigens haben 7 von 7 Koreanern an meinem Tisch etwas bei der Verlosung gewonnen. Ratet mal, wer nie ein Los erhalten hat.
Noch einer mit Fotos. Mono haben ihre vom Konzert hochgeladen. Ich finde mich, wenn auch mit einigen Schwierigkeiten. Wenn man zwei Mal Minuten hinschaut, sieht man, dass die 6,5 nicht schwarzen Pixel unter mir ihr Gesicht darstellen sollen. Von der Seite gesehen. Es wäre falsch zu sagen, ich solle sie vergessen. Viel besser wäre: Ich hätte mich nie an sie erinnern sollen.
Noch ein letzter ohne Fotos. Heute ist es ganz einfach die Schwere. Inzwischen regnet es nicht mehr.
4.6.09 19:52


Anatomie eines Tages

Aufwachen, Klausuren schreiben. Dann denken: "Endlich Wochenende. Hoffentlich muss ich niemanden sehen." Aber zu früh gefreut. Im nicht ganz direkten Anschluss ist noch ein Treffen wegen dem Referat. Immerhin aber eine Gelegenheit, Tafeldienst zu treffen. Würde sie denn kommen. Ich lese in meinem Astronomie - Heft (das ich tatsächlich ewig nicht mehr ausgepackt habe...) und blende 4 koreanisch redende Stimmen um mich herum aus. Irgendwann sind wir dann vollzählig, hantieren etwas rum und machen. Irgendwie bin ich zu sehr in mir selbst versunken, um das so zu genießen, wie ich vermutlich sollte. Folgerichtig sehe ich auf dem unglaublich langen, 1 Minute dauernden Nachhauseweg die Sonne untergehen und weiß, was getan werden muss. Die Sonne legt wirklich ein beachtliches Tempo vor. Zum Glück kommt nie jemand auf den Balkon. Leider sind die Fotos nicht sonderlich beeindruckend geworden. Auf jeden Fall nicht halb so beeidruckend wie das Gefühl. Dann passiert dies und das und nichts. Bis 23:59. Die Mischung des Freitags vor drei Wochen mit Donnerstag. Nur noch länger. Und das ich nie vorhatte, früh ins Bett zu gehen.
Jetzt habe ich wieder was, um mich drin zu suhlen. Wie ein Schwein im Dreck.
6.6.09 10:18


Gebranntes Kind & Feuer GojH

Ich habe ja irgendwann neulich mal gelernt, dass es für jedes Verhalten 50 verschiedenen Gründe geben kann. Und es meistens nicht der ist, den ich als einzigen in Betracht ziehe.
Aber.

Ich will das gar nicht ausrechnen, aber wenn ich sage, dass wir das ganze Wochenende miteinander gechattet habe, übertreibe ich nur leicht. Sehr sehr leicht. Heute Morgen fiel mir auf, dass ich eigentlich zumindest ein bisschen für die Klausur am Nachmittag lernen wollte. Es gibt Wichtiges. Und auch Unwichtiges.
Würde es dann da schon aufhören. Es ist zwar zeitlich ziemlich doof, aber sie hat mich zu einem Essen mit ein paar von ihren Freundinnen (d.h. Deutschstudenten, die womöglich auch kenne, hätte ich denn gefragt, wen sie mit "mit uns" meint) am letzten Unitag eingeladen. Das ist der Freitag vor dem Samstag an dem ich fliege. (Wie kriege ich sowas immer hin? Erinnert sich noch jemand, wie ich mir letztes Jahr auf der Semesterabschlussfeier selbst Hoffnung intravenös injiziert habe?)
Richtig, mehrere Leute. Man sollte vielleicht bedenken, dass es am 2. Tag schon so weit gekommen war. Und dass sie ja auch schlecht wissen kann...
"oj" steht übrigens für "ohne jegliche".
Und kann ich es wissen?
Angst und Freude.
8.6.09 19:02


Ich mag es nicht, wenn sich meine Stimmung derart aufhellt. Dann hänge ich wieder ein paar Tage in der Luft, das Loch sieht von oben gleich viel bedrohlicher aus, und am Ende falle ich dann unweigerlich hinein. Dann darf ich mich wieder vom Boden abkratzen.
Gerade bin ich bei dem Teil mit dem Loch und dem bedrohlich.
Die Angst wächst schneller als die Hoffnung. Denn die Angst braucht keine Gründe.
9.6.09 14:54


Nach dem Spiel ist wann genau?

Wie immer keine Ahnung, aber: Ich glaube, dass sich hinter dieser Anhäufung aus taktischen Fehlern (d.h. Dinge, die man lieber anders hätte sagen sollen) und typischem Männerverhalten (d.h. Dinge, die man am besten einfach gar nicht gesagt hätte) ein Gespräch entwickelt hat, dass zumindest mal nicht in die falsche Richtung weist.
Ich befürchte fast nur, dass ich es unter Umständen geschafft haben könnte, ein etwas anderes Bild zu vermitteln. Ich weiß ja auch, wie sowas dann immer gleich von außen aussieht... mit einem unsicheren Blick gesehen, der Gesten auf Goldwaagen legt.
Es stimmt, ich bin manchmal einfach unfähig.
Jetzt muss ich mir aber was überlegen, um das wieder in Richtung zu biegen. Und womöglich am besten, ohne dabei direkt mit der Tür ins Haus zu fallen.
9.6.09 20:26


Fade

Ich hänge. Fest und in der Luft. Alles auf einmal.
Sie hat bei mir ganz schön tiefe Wurzeln geschlagen. Aber auf der gegenüberliegenden Seite? Ich habe Angst vor allem. Missverständnis von vorneherein, am Dienstag versaut, gestern nicht verbessert (weil wenig Gelegenheit), irgendwas.
Wenn wenn wenn. Wenn es mehr als nur ein kurzes Flackern war, dann kann ich es Dienstag nicht komplett versaut haben. Wenn es endet, weiß ich, was für eine Gefühlslage mich erwarten wird.
Heute hoffte ich, dass es einfach wie ein Traum zerfließt, ohne klares Ende. Während ich die ganze Zeit an sie dachte.
11.6.09 17:46


Scheitel

Heute ist einer dieser Tage, an denen Träume platzen.
Wobei "platzen" eigentlich ein viel zu schnelles Verb ist. "Verblassen" ist besser.


Wo bist du?


Also begann der Untergang des k.

Wie immer hoffe ich darauf, dass es für alle eine ziemlich schlüssige Erklärung gibt. Und zwar nicht die "Ich bin nun mal ziemlich scheisse" - Version. Sie könnte z.B. im Gegensatz zu letztem Wochenende für die Klausuren lernen. Das wäre jetzt zwar ein ziemlich krasser Gegensatz, aber sowas soll ja vorkommen.

Ich mache ungewollt so viel dummes Zeug, da kann ich auch mal bewusst sowas machen.
Ich habe ihr gestern Nacht eine Einladung zum Essen geschickt.
Nachdem ich den halben Abend auf sie gewartet habe.
13.6.09 19:22


Unfallschockgefühldoppelgängerwettbewerb

Ich habe die Lösung gefunden. Nachdem ich heute Nachmittag entdeckte, dass Leute auf Youtube meine Idee längst umgesetzt haben (Hello Kitty Squier suchen...), beschloss ich erst, einen Fanclub zu gründen.
Jetzt. Nachdem wir schon sehr sehr lange geschwiegen hatten. Also, nachdem ich auch mal ausprobieren wollte, wie das so ist, wenn man mit Zweideutigkeiten um sich wirft und sie, die nach tagelangem Untergetauchtsein wieder auftauchte, keine Minute später plötzlich weg musste, was ich vermutlich letzte Woche am allerbesten auch gemacht hätte. Das ist jetzt übrigens der Punkt, an dem es offiziell "wie immer" ausgegangen ist. Also. Also... Sie sagte: "Ich muss mal eben weg. Tschüß." Ich sagte: "Tschüß." Und wollte hinzufügen: "Ich auch. Weinen."
Also. Nachdem ich neulich Werbevideos von Scientology und gestern im Laden ein Buch von L. Ron Hubbard sah. Da ahnte ich schon, was getan werden muss. Jetzt weiß ich es.
Ich muss einen Kult gründen. Dann seltsame Rituale begehen und dadurch ewigen Frieden finden.
Erwähnte ich schon, dass ich nicht den blassesten Schimmer habe, was innerhalb der letzten 10 Tagen passiert ist?
Aber dafür gibt's dann ja das Orakel.
15.6.09 17:56


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