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Völlig losgelöst

Es ist nicht so dass… ich bin nur verwirrt. Weiß nicht, was ich fühlen oder tun soll, außer die Insekten, die sie bedrohen, zu vernichten. Was ich weiß ist, dass selbst das sich über mehrere Unterrichtsstunden hinziehende, unglaublich lustige, Freestyle – Battle zwischen dem Typen und mir auf meinem Block es nicht schafft, das bodenlose Fass zu füllen.
Die letzten Wochen hören sich auf dem Papier so gut an, trotzdem bleibt das ewige flaue Gefühl im Magen. Als wäre etwas weg gebrochen, eine Stütze, eine Halterung, irgendetwas.

Und genau darum denk ich mir den ganzen Tag schon: Guilty feet have got no rhythm.
2.6.08 20:09


Ich nenne diese Komposition "Medikamentencocktail": Zur Ausstellung
Ich glaube, Unordnung liegt mir nicht so.
3.6.08 20:39


D-Day

D-Day ist kurz für Decision-Thursday und beschreibt das donnerstags regelmäßig wiederkehrende Muster ihrer Platzwahl: Sie kommt, stellt sich neben mich, überlegt, und geht wieder weg.
Wir bekamen die Klausur in dieser Stunde zurück. Würde jemand die Noten mit dem Sitzplatz korrelieren, würde sich ein ganz klares Bild ergeben: Die 4 besten Klausuren saßen nebeneinander, gruppiert um den Chinesen. Neben ihm der Polizist, der urplötzlich viertbester wurde. Der elitäre Club, der zur Hälfte übrigens auch sehr davon profitierte, hat folgendes erlassen: Wir sagen ihm nie wieder im Unterricht vor und ergötzen uns daran, wir er rumstottert.
Ich saß letzten Freitag leider falsch, und bin mit meinem B zufrieden. Nur an manchen Stellen frage ich mich, was ich mir dabei nur gedacht habe, oder was die Korrektoren sich dabei gedacht haben. In beiden Fällen ist die wahrscheinlichste Antwort: absolut gar nichts.
So, dass ich sie von der Seite direkt anschaute, saß die Ablenkung von der Ablenkung quer vor mir. Unsere Kommunikation beschränkte sich auf "Was ist da bei der 3 richtig?" - "Äääääh (lange Blätterpause) yaobu.", aber das ist schon verhältnismäßig viel. Dafür, dass ihr Codename sehr sprechend ist und mal ziemlich genau beschrieb, wie ich zu meinem Verhalten stand, konnte ich meinen Blick heute ziemlich schlecht von dem melancholischen Blick in ihren Augen abwenden. Dass sie dann noch Herzchen in ihr Buch malte, trug das übrige zum Gesamteindruck bei.
Ich wünschte nur, mein Glück würde nicht so sehr von solchen Unwägbarkeiten abhängen...
Wenn Bad Astronaut dann noch "Grey Suits" zum besten geben und singen "The best is yet to come", möchte man ihnen am liebsten glauben.
5.6.08 23:47


Ich bin ja immer noch dabei, meinen Blog systematisch abzuspeichern. 06 und 07 hab ich schon. Neulich hab ich 2-3 weitere Monate von 2005 geschafft, und nach der Lektüre drängten sich mir folgende Fragen auf: Warum habe ich zwischen August und September plötzlich angefangen, "nicht" anstatt "nitt" zu schreiben, und generell mehr richtiges Deutsch, dafür aber weniger Einträge pro Tag zu bringen? Was ist nur passiert, dass aus einer ehemaligen regelrechten Kommunikationsplattform eine Monologplattform wurde? Habe ich auch etwas dazu beigetragen, dass es mir heute nicht mehr so (schlecht/pubertär/irgendwas) geht wie damals, oder war das alles nur Zufall? Warum hat uns das Auftauchen von Tokio Hotel kollektiv so irritiert? Und am wichtigsten: Warum ist das Wort "abstrus" aus meinem Wortschatz verschwunden?

Ich will eigentlich keine Welt vorstellen müssen, in der sie Vokabeln kann, ich jedoch nicht. Und Käseeckchen kann schon verdammt spannend werden.
6.6.08 21:16


Ach. Man tu so, was man kann. Am liebsten gar nichts. Aber das ist auch nicht richtig.
8.6.08 20:48


Hätte Würde Könnte

Es war schwer, diesen Tag mit Würde zu ertragen. Für alle. Für mich, weil sie nur ca. 10 Sekunden neben mir saß, bevor sie sich umentschied. Ihre andere Nachbarin fragte, ob sie es nicht mehr neben ihr aushalte, worauf sie "Nein, wenn überhaupt..." sagte, sich auf die andere Seite neben sie setzte und in meine Richtung schaute. Immerhin war es kein von Abscheu gezeichneter Blick. Was für kreative Gründe man sich in dieser kurzen Zeit ausdenken kann, verwundert mich immer wieder. Für den Dozenten, der offensichtlich am besten im Bett geblieben wäre, nach 10 Minuten keine Lust mehr auf uns hatte und mal für 10 Minuten ging. Für Streber II, weil er trotzdem lautstark sein Interesse am Unterricht bekundete. Für den Typ, weil er äußerst seltsames Zeug redete. Also, noch seltsamer als sonst.
Zum Glück gibt es kalte Duschen.
10.6.08 20:02


Jetzt bin ich offiziell verwirrt. Nicht nur auf emotionaler Ebene, sondern auch rational. Vor, zurück, links abbiegen, bei Rot an der Ampel halten.... da weiß doch keiner mehr, wo's lang geht. Da setzt sie sich heute in der ersten Stunde neben mich. Noch dazu haben wir endlich mal wieder was sinnvolles vorgesetzt bekommen: ein Gedicht, dass man auch versteht. Das zu allem Überfluss sogar noch schön ist, und nur 4 Zeilen lang, weswegen man es ganz schnell auswendig kann. Wenn ich Muse hab, präsentiere ich das mal.
Es blieb leider bei der einen Stunde, danach musste ich zu VWL, was mich den ganzen Tag verfolgte, da ich von 10 bis fast 3 Unterricht hatte und um 6 Uhr ein Vortrag von einem Herr Sinn war, den man aus Funk und Fernsehen kennt. Der erzählte dann vielen alten Leuten in Anzügen und ein paar Studenten was vom Pferd, der industriellen Arbeit und sowas. Ich wünschte nur, die Vorlesung wäre so interessant wie das... und nicht so mathematisch überladen.
11.6.08 22:38



Ich hätte ja eine handschriftliche Version präsentiert, aber man kennt das ja, was die Kamera in solchen Fällen zu den Batterien sagt. Asiatische Leserichtung bitte.
Grobe Übersetzung ohne Anspruch auf Wiedergabe der poetischen Form oder sonst irgendwas:
Vor dem Bett scheint der Mond,
das auf dem Boden ist wohl Frost.
Ich hebe meinen Kopf und betrachte den Mond,
ich senke den Kopf und denke an meine Heimat.
13.6.08 20:28


Es ist, als wären meine Gefühle für sie merklich abgekühlt. Aber 4 Wochen sind noch lang, da kann sich das wieder ändern. Andererseits sind 4 Wochen ziemlich wenig, wenn man bedenkt, dass sich dann wieder alles zerstreut und noch dazu wieder 2,5 Monate Semesterferien sind.
Bleibt die Hoffnung, dass der Spruch "Neues Semester, neues Glück", der bisher immer galt, seine bisherige Gültigkeit nicht verliert. Aber keine Ahnung, was danach von all hierdem übrig bleibt, bestehen bleibt, wer geht, wer kommt, wer bleibt. Freuen wir uns also auf einen erneuten mehr oder minder großen Bruch...

Zum Glück behauptet nur mein linker Ringfinger, dass ich zu lang Gitarre gespielt hätte.
15.6.08 21:14


Ein klassisches Beispiel für einen Tag, der schon gelaufen war, bevor er anfing. Also, bevor ich überhaupt aus dem Bett war. Das war um 10:54, nachdem irgendwas im Traum einfach falsch war. Ich weiß nichts mehr über den Traum, oder was falsch gewesen sein soll, aber irgendetwas passte nicht. Wahrscheinlich klinkte sich mein Zeitgefühl ein oder sowas. Oder das ist immer so, wenn man aufwacht, und ich hab das nur noch nie bewusst erlebt. Also wurde ein weiterer Sonntag draus, denn immerhin war die 2. von 4 Stunden schon gelaufen, und bis ich angekommen wäre... Mein Pflichtbewusstsein wehrte sich jedoch und wiederholte nur "Ich bin bereit!". Noch dazu war es ein Montag, und die können immer viel an meiner Stimmungskurve drehen, mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass sie einen großen Anteil des richtigen Unterrichts der Woche auf sich konzentrieren. Aber das half alles nichts.
Zu meiner Beschäftigung habe ich versucht, Quarkpulver zu kaufen, aber sowas die essen die Menschen hier entweder nicht, oder es ist knapp. Wo sind wir denn hier? Im real existierenden Sozialismus?
16.6.08 20:13


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